Testbericht

Dreambox dm7020 HD im Test

"Nomen est omen" - "der Name ist Programm": Bei den Set-Top-Boxen von Dream Multimedia stimmt dieser Satz tatsächlich. Nun ist mit der Dreambox DM7020 HD ein neuer Receiver der Kultmarke mit "traumhaften" Features erhältlich.

Dream Dreambox dm7020 HD, hybrid-receiver, set-top

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Dream Dreambox dm7020 HD, hybrid-receiver, set-top
Dream Dreambox dm7020 HD, hybrid-receiver

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Die Rückseite zeigt alle Anschlüsse der DM7020 HD. Rechts sind die beiden Tuner für DVB-C bzw. DVB-T und DVB-S zu sehen. Die eSATA-Schnittstelle und die USB-Ports dienen zum Anschluss entsprechender Festplatten.

Voller Spannung haben wir die neue Dreambox herbeigesehnt - sind doch die Set-Top-Boxen der Firma Dream Multimedia immer ein Garant für anspruchsvolle Technik mit einem großen Maß an Flexibilität, vor allem dank das offenen Betriebssystems Linux. Dream hat mit den auf Linux basierenden Set-Top-Boxen der 7000er-Serie in Zeiten konvergierender Medien nicht nur bedienungsfreundliche Qualitätsprodukte geschaffen, sondern auch einen Markennamen.

Dream Dreambox dm7020 HD, hybrid-receiver

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Mit der Fernbedienung lässt sich nicht nur die Dreambox steuern, sondern auch das TV-Gerät. Der Geber ist lernfähig.

Die komplett in edlem Schwarz gehaltene DM7020 HD gefällt durch das weiße OLE-Display an der Front sowie ihr flexibles Tuner-Konzept. Die neue Dreambox verfügt über zwei Steckplätze für Plug'n'Play-Tuner.

Standardmäßig wird die DM7020 HD mit einem HDTV-fähigen DVB-S2-Tuner sowie dem von Dream entwickelten Hy-brid-Tuner für digitalen Kabel- (DVB-C) und Antennenempfang (DVB-T) ausgeliefert. Aber auch andere Varianten sind möglich, etwa zwei Satellitenempfänger.

Wie der Modellname erahnen lässt, ist die DM7020 HD für den von HDTV-Empfang geeignet. Die maximale Auflösung beträgt 1080i, das Signal wird per HDMI zum TV transportiert. Sendungen in SD-Qualität, also normales PAL mit 720 x 576 Bildpunkten, werden vom eingebauten Scaler in das hochauflösende Format gebracht. In den Einstellungen ist die Schärfe dieses Scalers definierbar.

Die DM7020 HD ist PVR-tauglich, also auch als digitaler Videorekorder verwendbar. Dank der beiden Tuner kann der Nutzer ein Programm aufnehmen, während er ein anderes sieht. Damit die Dreambox als Videorekorder fungieren kann, muss entweder eine 3,5-Zoll-Festplatte eingebaut werden (eine entsprechende Vorrichtung ist im Gerät vorhanden).

Oder man schließt eine externe USB-Festplatte an einen der drei USB-Anschlüsse an: Zwei befinden sich an der Rückseite und einer unter der Frontklappe. Selbst eine eSATA-Buchse fehlt nicht, über die sich ein entsprechendes Speichermedium betreiben lässt.

Unter der Frontklappe befinden sich wie auch bei den anderen großen Modellen zwei Common-Interface-Steckplätze und zwei Smartcard-Schächte. Damit ist die Box für die Module und Karten der verschiedenen Pay-TVAnbieter gerüstet, obgleich sie CI-Plus nicht unterstützt.

Offen für alles

Dream Dreambox dm7020 HD, hybrid-receiver

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Für die Dreambox stehen viele Erweiterungen, sogenannte Plug-ins, zur Verfügung. Die Auswahl der installierten Programme erscheint nach einem Klick auf die blaue Taste der Fernbedienung auf dem Schirm. Mit der roten Taste lassen sich die Erweiterungen verwalten. Man kann dann neue installieren oder bereits im System vorhandene Plug-ins wieder löschen.

Die DM7020 HD kann als Home-Server dienen, der Videos, Musik oder Bilder auf Endgeräte im ganzen Haus verteilt. Hierfür besitzt die Dreambox eine 10/100-Mbit-Ethernet-Schnittstelle. Für die drahtlose Verbindung ins Heimnetzwerk oder Internet liegt ein WLAN-Stick bei.

Die Installation ist dank des Netzwerk-Assistenten einfach. Ist die Verbindung zur großen weiten Welt erst einmal hergestellt, können Erweiterungen (Plug-ins) geladen und installiert werden. Es steht eine große Auswahl in verschiedenen Kategorien parat.

So lässt sich etwa im Bereich "Multimedia" die ARD- und ZDF-Mediathek in die Box holen. Aber auch das Design des Menüs und aller Infofenster lässt sich über sogenannte Skins verändern. Auch hier gibt es eine große Auswahl, so dass jeder sein Lieblings-Outfit finden dürfte.

Dream Dreambox dm7020 HD, hybrid-receiver

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Der WLAN-Stick für den USB-Port gehört zum Lieferumfang der Dreambox DM7020 HD. Mit ihm nimmt das Gerät Verbindung zum Heimnetzwerk und zum Internet auf. Dank eines Assistenten ist die Installation leicht zu erledigen.

Dank der offenen Struktur, die es bei jeder Dreambox gibt, ist es möglich, auch alternative Betriebs-Software, die Image genannt wird, auf das Gerät zu spielen. Im Internet gibt es eine rege Gemeinschaft, die solche Images anbietet, die dann bereits mit unzähligen Zusatzfunktionen und Software gespickt sind.

Die DM7020 HD ist - wie alle Dream-Geräte - eine wahre Zapper-Box. Die Umschaltzeiten sind extrem kurz, sodass man schnell durch die verschiedenen Sender huschen kann. Das einzige kleine Manko ist die Tuner-Empfindlichkeit: Mit gemessenen 29 dBµV liegt die Dreambox im Mittelfeld. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, die Knöpfe sind zum Teil doppelt belegt.

Fazit

Die neue Dreambox DM7020 HD ist keine Box für Otto Normalverbraucher. Dafür stecken zu viele Möglichkeiten im Gerät, die es erlauben, tief ins System einzudringen. Wer aber Heimvernetzung und Streaming realisieren oder sein persönliches Menü-Outfit am Bildschirm haben will, ist mit der DM7020 HD bestens bedient.

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