Ein Traum wird wahr

Dreambox 8000 HD PVR im Test

Seit zwei Jahren erwartet, ist mit der Dreambox 8000 HD PVR nun endlich das Flaggschiff der westfälischen Edelschmiede Dream Multimedia erhältlich. Ob die knapp 1.000 Euro teure Settop-Box ihr Geld auch wert ist, klärt der folgende Testbericht.

  1. Dreambox 8000 HD PVR im Test
  2. Anschlüsse, Bild und Ton
Fokus HDTV-Empfänger

© Günter Pichl

Dreambox 8000 HD PVR

Einen DVB-S2-Twin-Receiver mit Festplatten-Option bekommt man schon für 350 Euro. Warum also mehr als doppelt so viel ausgeben? Diese Frage werden sich zumindest all jene stellen, die noch nicht zum harten Kern der Dreambox-Verehrer gehören.

Denn die nüchternen, technischen Daten auf dem Papier sind zwar beeindruckend, jedoch keineswegs meilenweit entfernt von dem, was andere Hersteller für deutlich weniger Geld anbieten. Dennoch: Schaut man genau hin, bemerkt man, dass es auf dem Markt derzeit keine Settop-Box gibt, die der Dreambox 8000 auch nur annähernd das Wasser reichen kann.

Die Dreambox 8000 bietet neben den zwei unabhängigen DVB-S2-Tunern zwei Steckplätze für weitere Tuner. Im offiziellen Angebot sind ein Empfänger für das digitale Kabelnetz (DVB-C) und einer fürs digitale Antennenfernsehen (DVB-T). Glaubt man der regen Community, steht aber auch der Verwendung zweier weiterer DVBS2-Tuner nichts im Wege, sodass die Dreambox im Extremfall mit vier HDTV- tauglichen Satellitentunern betrieben werden könnte.

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Fokus HDTV-Empfänger
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Zwei oder mehr unabhängige Empfänger sind sinnvoll, wenn ein oder mehrere Programme gleichzeitig aufgezeichnet werden sollen. Die Dreambox bietet dazu einen internen SATA-Anschluss (Seriell-ATA) nebst Stromversorgung für ein handelsübliches Festplattenlaufwerk im 3,5-Zoll-Format. Selbige bieten derzeit bis zu 1,5 Terabyte Kapazität - 2 Terabyte sind angekündigt - und sollten damit auch für ausgedehnte Aufnahmesessions genug Raum bieten.

Fokus HDTV-Empfänger

© Günter Pichl

Alles drin, alles dran: Die Dreambox 8000 verwöhnt mit reichlicher Anschlussvielfalt.

Wer trotzdem befürchtet, in Kapazitätsnöte zu kommen, kann alternativ Daten per USB-Schnittstelle auf ein externes Laufwerk auslagern oder via 10/100-Mbit-Ethernet-Netzwerk beispielsweise auf die Platten eines Homeservers zurückgreifen. Derzeit einzigartig ist die Möglichkeit, die Dreambox 8000 mit einem SATA-DVD-Brenner zu bestücken. Hierfür eignet sich im Prinzip jedes Slimline-Laufwerk, wie es auch in Notebooks verwendet wird und schon ab 40 Euro im Versandhandel erhältlich ist.

Archivieren auf DVD

Wer will, kann aufgenommene Filme damit auf DVD brennen und auf jedem DVD-Spieler betrachten. Alternativ kann auch die Dreambox selbst, dank ihrer DVD-Abspiel-Software, diese Funktion übernehmen.

Die Umwandlung des DVB-Datentransportstroms (TS) ins DVD-kompatible Programmstrom-Format (PS) fordert dem 400-MHz-RISC-Prozessor jedoch einiges ab, sodass der Umwandlungsprozess am besten nachts gestartet wird. Die Umrechnung eines 120-Minuten-Films dauert dabei ungefähr drei Stunden.

Eine weitere Besonderheit der Dreambox 8000 HD PVR, die sie mit ihrer kleinen Schwester Dreambox 800 teilt, ist der DVI-Ausgang. Entgegen dem allgemeinen Standard für die digitale Bildausgabe setzt Dream Multimedia nicht auf HDMI, sondern auf den aus dem Computerbereich bekannten Ausgabestandard.

Anschlüsse

Da beide Anschlüsse mit dem digitalen Signalstrom TMDS arbeiten, genügt für den Anschluss eines Fernsehers, Beamers oder AV-Receivers mit HDMI-Eingang ein simpler Adapterstecker, der im Lieferumfang der Dreambox 8000 enthalten ist. Alternativ kann auch ein DVI-auf-HDMI-Kabel verwendet werden.

Durch den Verzicht auf eine HDMI-Buchse vermeidet der Hersteller eine Reihe von Verpflichtungen, die er erfüllen müsste, wenn er sich mit dem HDMI-Logo schmücken wollte. So verzichtet die Dreambox 8000 beispielsweise auf jegliche HDCP-Codierung, auch wenn die Sendeanstalten (wie beispielsweise Premiere HD) ein entsprechendes Flag setzt.

hdtv-empfänger,dreambox-8000,hdtv-receiver-test

© Archiv

In unserem Testmuster waren eine 500-GByte-Festplatte (Mitte oben) sowie ein Slimline-DVD-Brenner (rechts oben) installiert. Das Netzteil (links) wird recht warm, weshalb dem Gerät im TV-Rack genügend Platz nach oben bleiben sollte.

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