Renn-Simulation

DiRT Rally im Test: Zurück zu den Wurzeln

Mit DiRT Rally vollzieht Entwickler Codemasters eine Kehrtwende weg vom Arcade-Racer zurück zur waschechten Simulation. Ob das gelingt, zeigen wir im Test.

DiRT Rally will wieder eine echte Renn-Simulation sein. Ob das gelingt, zeigen wir Ihnen im Test.

© Codemasters

DiRT Rally will wieder eine echte Renn-Simulation sein.
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EUR 43,80

Pro

  • Enorm realistische Simulation
  • Abwechslungsreiches Streckendesign
  • Gelungene Fahrzeugauswahl
  • Süchtig machende Bestzeitjagd

Contra

  • Für Einsteiger ungeeignet
  • Fragwürdiges Schadensmodell

Fazit

Mit DiRT Rally erlebt Codemasters eine triumphale Rückkehr in die Welt der Renn-Simulationen.
Hervorragend

DiRT Rally im Test: Knapp vier Monate nach dem PC-Release erscheint DiRT Rally nun auch für die Next-Gen-Konsolen PS4 und Xbox One. Nach den Ausflügen der Rennserie in Arcade-lastigere Spiele will Codemasters mit DiRT Rally wieder eine waschechte Racer-Simulation auf den Markt bringen - wie gut das gelingt, lesen Sie im nachfolgenden Test.

DiRT Rally im Test: Gameplay

Im Gegensatz zu früheren Spielen wie "DiRT Showdown" verzichtet Codemasters bei DiRT Rally auf gewaltige Explosionen und konzentriert sich stattdessen auf ein möglichst realistisches Fahrgefühl. Diesen Anspruch merkt man dem Spiel jederzeit an - DiRT Rally geht bei der klassischen Jagd nach der Bestzeit keine Kompromisse ein und bestraft jeden Fahrfehler gnadenlos.

Trotz an- und abschaltbarer Hilfen für Anfänger wie ABS, Traktions- und Stabilitätskontrolle ist DiRT Rally mit seiner anspruchsvollen Lernkurve kaum für solche Racing-Einsteiger geeignet. Wer es jedoch schafft, sich an das hohe Niveau der Simulation anzupassen, kann sich wie ein echter Rallye-Racer fühlen.

Dies liegt nicht nur an der extrem feinfühligen Steuerung, die das Spiel nutzt, sondern auch an der Vielfalt der Fahrzeuge. Ganz gleich, ob der Spieler einen Mini Cooper S, Ford RS 200 oder einen aktuellen VW Polo als Rallye-Fahrzeug nutzt - jeder Wagen hat individuelle Fahreigenschaften, die es zu meistern gilt, will man die Zielflagge auch nur einmal zu Gesicht bekommen.

Wer den Anspruch von DiRT Rally nicht erfüllen kann, muss mit entsprechenden Strafen rechnen. Größere Abflüge von der Strecke werden mit heftigen Zeitstrafen belegt, Neustarts einer Etappe führen einen Abzug bei den Prämien nach sich. Ist der Wagen beschädigt, gibt es zudem wie in der Realität nur ein sehr begrenztes Zeitfenster für Reparaturen. 

DiRT Rally - Announcement Trailer

Quelle: Codemasters
DiRT Rally will wieder puren Rallye-Spaß bieten.

Als wäre das Meistern der Fahrphysik nicht schon Herausforderung genug, so ist auch die Konkurrenz ein harte Nuss zu knacken. Schon auf einfachen Schwierigkeitsstufen brennt die KI Rundenzeiten in den Asphalt, die Spieler früh an ihr fahrtechnisches Limit zwingen.

Diese kompromisslosen Komponenten in DiRT Rally sorgen nach den Ausflügen der Serie in das Fun-Racing-Genre für überraschend viel Spielspaß. Die Jagd nach der Bestzeit, sofern man allen Widrigkeiten trotzen kann, fühlt sich äußerst befriedigend an.

Das Einzige, was das realistische Simulationsgefühl schmälert, ist die ausbaufähige Schadensmodell. Zwar werden Kollisionen optisch sehr ordentlich dargestellt, doch scheinen Blechschäden nur minimale Auswirkungen auf das Fahrverhalten zu haben. Man muss schon an der Grenze zum Totalschaden fahren, um tatsächlich Probleme an mechanischen Teilen oder dem Motor zu spüren.

DiRT Rally im Test: Grafik & Sound

Auch bei der Grafik hat Codemasters ganze Arbeit geleistet. Das Streckendesign ist herrlich abwechslungsreich - ob die vereisten Gebirge von Monaco, die dichten Wälder in Skandinavien oder das felsige Griechenland: Der Detailreichtum mitsamt aufgewirbelter Staubpartikel, Veränderungen der Witterung oder der Tageszeit sind schlicht großartig dargestellt.

DiRT Rally im Test - Strecken

© Codemasters

Die zahlreichen Strecken sind wunderschön gestaltet – wie hier mit den kurvigen Schneegebirgen von Monaco.

Zudem kann der Sound überzeugen. Laute Motoren, quietschende Bremsen, das Schlittern des um die Haarnadelkurve driftenden VW Polo - alles wird realistisch dargestellt und vollendet das Gefühl, ein echter Rallye-Racer zu sein.

DiRT Rally im Test: Fazit

Willkommen zurück in der Welt der Renn-Simulationen, Codemasters! Mit DiRT Rally liefert der Entwickler ein vor Realismus strotzendes Racing-Spiel ab, welches mit einer enorm gelungenen Fahrphysik und einer bildhübschen Darstellung viele Pluspunkte sammeln kann.

Abzüge in der B-Note gibt es für das verbesserungswürdige Schadensmodell. Auch eine Möglichkeit, das Spiel optional einsteigerfreundlicher zu gestalten, wäre wünschenswert gewesen. Dennoch gelingt DiRT Rally die Rückkehr zu den Racing-Wurzeln und sollte als sehr gute Simulation in der Spiele-Bibliothek eines jeden Hobby-Rennfahrers stehen.

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