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Rennspiel

DiRT 4 für PC im Test

Mit dem Rennspiel DiRT 4 wagt Codemasters den Spagat zwischen Arcade-Racer und Simulation. Ob dem Entwickler das Experiment gelingt, verrät unser Test der PC-Version.

DiRT 4 für PC im Test

© Codemasters / Weka

DiRT 4 ist eine Mischung aus Arcade-Racer und Simulation. Ob das Rennspiel auch Spaß macht, verrät unser Test der PC-Version.​

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EUR 46,99

Pro

  • motivierende Karriere
  • abwechslungsreiche Rennserien
  • überzeugende Gegner-KI
  • Gamepad- und Lenkrad-Steuerung

Contra

  • keine Rückspulfunktion
  • ausbaufähiges Schadensmodell
  • wenig Innovation

Fazit

DiRT 4 ist ein motivierendes und abwechslungsreiches Rennspiel mit gelungener Präsentation.
Hervorragend

Mit DiRT Rally lieferte Codemasters im Vorjahr ein vor Realismus strotzendes Racing-Game ab. Das Spiel überzeugte vor allem die Simulationsfans – Einsteigern und Gelegenheitsspielern war das alles dann doch zu anstrengend. Dementsprechend versucht es der Entwickler bei DiRT 4 diesmal mit einem gemischten Ansatz. Das Spiel bietet mit „Simulation“ und „Gamer“ zwei vordefinierte Einstellungen für das Fahrzeug-Handling. Gleich zu Beginn muss man sich entscheiden, wie man DiRT 4 angehen will.  

DiRT 4 im Test: Das Spiel, der Umfang

Die Wahl des Spielstils ist keineswegs endgültig und lässt sich jederzeit anpassen. Die Spieloptionen sind ohnedies sehr weitreichend. Vom Verhalten der Gegner, über Fahrassistenten bis hin zur Differenzialsperre oder der Bodenfreiheit kann fast alles nach Wunsch anpasst werden.

Im einfachsten Schwierigkeitsgrad „Racer“ gewinnt man schnell jedes Rennen. Im Modus „Furchtlos“ wird man dagegen hart gefordert, will man die Ziellinie auch einmal als erster sehen. Die Einstellungen „Profi“ oder „Champion“ sollten für die meisten Spieler die beste Wahl sein.

Einsteigern ist auf jeden Fall ein Besuch bei der DiRT-Akademie anzuraten. In dieser virtuellen Fahrschule lernt man anhand kurzer Beispiele die wichtigsten Fahrfähigkeiten. Für erfahrene Rennfahrer ist das langweilig, auch wenn man hier das eine oder andere noch dazulernen könnte.

Anschließend startet man mit seinem virtuellen Fahrer in den Karriere-Modus. Und der ist überaus abwechslungsreich. Neben den klassischen Rally-Disziplinen gibt es Rallycross-Rennen, also Rundkurse auf unterschiedlichen Untergründen wie Schotter oder Asphalt. Interessant sind auch die Landrush-Events, kurze DiRT-Parcours mit spektakulären Buckelpisten. Die Joyrides bringen schließlich noch Rennen gegen die Uhr oder verlangen das Überfahren möglichst vieler Blöcke, die auf der Strecke platziert wurden. 

Abwechslungsreiche Rennserien bei DiRT4

© Codemasters / Weka

Dirt 4 bietet abwechslungsreiche Rennserien mit unterschiedlichen Streckenprofilen.

Jeder Racing-Event besteht aus mehreren Einzelrennen, die vier bis acht Runden umfassen. Erfüllt man bestimmte Vorgaben – etwa unfallfrei Runden oder bestimmte Platzierungen – bekommt man von seinen Sponsoren mehr Geld. Das braucht man wiederrum, um weitere Fahrzeuge für den virtuellen Fuhrpark zu erwerben oder vorhandene zu verbessern.

Neben der umfangreichen Karriere kann man sich über tägliche, wöchentliche oder länger dauernde Herausforderungen mit anderen Spielern auf der ganzen Welt messen. Und wem das alles immer noch nicht genügt, der kann über den eingebauten Editor „Your Stage“ recht simpel weitere neue  Rennstrecken genieren lassen.

Die Steuerung ist mit der Tastatur möglich. Wegen der höheren Präzision raten wir in jedem Fall zum Gamepad. Wer ein PC-Lenkrad besitzt, kann natürlich auch dieses benutzen. Eine Liste der unterstützten Lenkräder ist auf der Dirt-4-Webseite zu finden​.

DiRT 4 im Test: Grafik und Präsentation

In Sachen Präsentation kann sich DiRT 4 wirklich sehen lassen. Ab der Detailstufe „Hoch“ sieht das Spiel sehr gut aus. Hinzu kommen schicke Wettereffekte, Rauch, Staub und Dreckspritzer. Die Darstellung des Schadensmodells ist optisch etwas begrenzt, hat aber spürbar Einfluss auf das Fahrverhalten. Auch wenn die Grafik insgesamt eine gute Figur macht, wäre mehr wünschenswert. Das haben wir in vergleichbaren Rennspielen schon besser gesehen, etwa bei Forza Horizon 3​.   

Eine Benchmark-Funktion mit der man die Grafikeinstellungen testen kann, hat Codemasters diesmal übrigens nicht ins Spiel implementiert.

Wettereffekte bei DiRT4

© Codemasters / Weka

Ab der Detailstufe "Hoch" sieht DiRT4 sehr gut aus, gerade wegen der Wettereffekte wie hier bei nasser Rennstrecke.

Erwähnenswert ist – wie einst schon in DiRT 2  –  der gelungene Game-Soundtrack. Die über 40 Musikstücke sind hauptsächlich den Genren Rock, Alternative und Elektrorock zuzuordnen, darunter  Songs von Queens of the Stone Age, The Amazons oder The Struts. Unserer Meinung nach passen sie hervorragend zum Spiel und motivieren zusätzlich.

DiRT 4 im Test: VR kommt nur vielleicht

Und wie sieht es mit dem Hype-Thema Virtual Reality aus? VR wird derzeit nicht unterstützt. Das ist durchaus verwunderlich, konnte uns Codemasters doch zuletzt – zumindest auf der PS4 - mit DiRT Rally VR​ geradezu begeistern. Die Entwickler denken laut eigener Aussage derzeit über die VR-Optionen nach, haben aber noch nichts Konkretes im Sinn. Möglich wäre es, die VR-Kompatibilität zu HTC Vive oder Oculus Rift per Patch nachzureichen. 

DiRT 4 im Test: Fazit

Das neue DiRT 4 sollte man sich nicht entgehen lassen. Es ist für Einsteiger sehr zugänglich, kann aber auch erfahrene PC-Racer ernsthaft fordern. Insoweit ist Codemasters der Spagat zwischen Arcade-Racer und Simulation gut gelungen. Rennspiel-Profis mit Simulationsansprüchen raten wir dagegen weiterhin zu DiRT Rally.

Natürlich hat man vieles von DiRT 4 in ähnlicher Form schon in den Vorgängerversionen gesehen und gespielt, trotzdem finden wir die neue Zusammenstellung überzeugend. Insbesondere der Karrieremodus fesselt einen immer wieder länger vor den Bildschirm, als geplant.

DiRT 4-Trailer

Quelle: Codemasters
Der DiRT 4-Trailer vermittelt einen schnellen Eindruck vom Rennspiel.

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