Adventure

Deponia Doomsday im Test: Kannst du das Schicksal ändern?

Ein neuer Teil der genialen Deponia-Adventure-Reihe? Damit hat wohl niemand gerechnet, schien das Abenteuer nach drei Teilen doch abgeschlossen. Ob der unerwartete Nachschlag wirklich Spaß macht oder nur ein übler Aufguss ist, verrät unser Test.

Goal, Rufus und Professor McChronicle

© Daedalic Entertainment

Goal, Rufus und Professor McChronicle kehren in Deponia Doomsday zurück auf dem Bildschirm.

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EUR 26,89

Pro

  • ansprechende Comic-Grafik
  • saubere Animationen
  • sehr gute Sprecher
  • stimmungsvolle Musik
  • 16 bis 20 Stunden Spielzeit

Contra

  • schwer verständlich für Serieneinsteiger
  • kein Hilfesystem
  • Rätsel teilweise abstrus

Fazit

Deponia Doomsday ist ein klassisches Adventure mit viel Humor und knackigem Rätselspaß.
Gut

Das ursprüngliche Ende des dritten Teils der Deponia-Reihe kam angeblich bei vielen Gamern schlecht an. Grund genug, für den deutschen Entwickler Deadalic mit Deponia Doomsday nachzulegen. Die guten Verkaufszahlen der Vorgänger werden hier sicher ein Übriges getan haben?

Im neuen Teil Deponia Doomsday springt man per Zeitreise an diverse Abschnitte der bisherigen Handlung. Zur Freude der Fans, bietet sich so die Möglichkeit für Rückbezüge und das Wiedersehen mit bekannten Charakteren. Neueinsteiger können damit allerdings wenig anfangen. Aber keine Angst: Zahlreiche neue Schauplätze und Personen bieten den Serien-Veteranen genug Abwechslung.

Deponia Doomsday im Test - Gameplay

Die Rätsel werden im Spielverlauf zunehmend kniffliger und sind teilweise etwas abstrus. Da abgesehen von einer Hotspot-Anzeige eine explizite Hilfefunktion fehlt, sollte man den Hinweisen in den Dialogen aufmerksam folgen.

Technisch bewegt sich das Spiel auf hohem Niveau: die gezeichnete Comic-Grafik und die Animationen gefallen, die Sprecher überzeugen auf breiter Front und die Bedienung ist intuitiv - wenn man mit klassischen Point-&-Click-Adventures vertraut ist. Maus, Tastatur oder ein Touchpad kommen dabei zum Einsatz.

Deponia Doomsday Goal

© Daedalic Entertainment

Goal: „Wir haben das Ende nicht erfunden. Es war die ganze Zeit da.“

Deponia Doomsday im Test - Download oder DVD?

Nachdem die Download-Version von Deponia Doomsday bereits seit März zur Verfügung steht, stellt der Entwickler Daedalic seit dem 8. April endlich auch eine klassische Box-Version auf DVD-ROM in den Handel. Hat sich das Warten gelohnt?

Die Box-Version bietet als Extras - zumindest in der Erstauflage - eine Bonus-CD mit dem Soundtrack und ein kleines Poster. Zudem ist diese Version ohne Kopierschutz. Ohne DRM bekommt man das Spiel auch bei GOG. Hier muss man logischerweise auf das Poster verzichten, kann aber den Soundtrack im FLAC- oder MP3-Format herunterladen und bekommt obendrauf ein digitales Artbook, das der Box-Version fehlt. Wer sich am Kopierschutz nicht stört, kann Deponia Doomsday auch bei Steam erwerben - auch hier mit Soundtrack und Artbook.

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Wer ein Problem hat, die gut 2,6 GByte an Spieldaten über das Internet herunterzuladen, ist mit der DVD-Version sicher besser bedient, alle anderen können nach dem aktuellen Preis (derzeit gut 30 Euro) oder persönliche Befindlichkeiten wie der Haltung zum Kopierschutz entscheiden.

The Making of Deponia Doomsday (deutsch)

Quelle: Daedalic Entertainment
Schaut euch den ersten Teil des Making Ofs zum Adventure Deponia Doomsday an.

Deponia Doomsday im Test - Fazit

Der neue und diesmal vielleicht doch letzte Teil der Deponia-Adventure-Reihe bietet mit rund 16 bis 20 Stunden Spielzeit mehr Umfang als seine Vorgänger. Und diese Spielzeit ist gut gefüllt mit humorvollen Dialogen und durchgeknallten, kniffligen Rätseln. Fans der Vorgänger werden also bestens unterhalten.

Wer Deponia noch nicht kennt, sollte besser beim ersten Teil einsteigen. Der ist dank zahlreicher Preisaktionen oft schon für sehr kleines Geld zu bekommen.

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