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Denon HEOS Bar im Test: Kräftige Soundbar mit kompakten Design

Die Denon HEOS Bar lässt sich mit Subwoofer und Rear-Boxen erweitern und bequem per App bedienen. Wir haben den Test zur Soundbar.

Denon HEOS Bar im Test

© Denon / video

Denons brandneue HEOS Soundbar bietet nicht nur viel Spaß am Musik-Streaming, sondern ermöglicht mit optionalem Sub und Rears auch ein echtes Surround-Erlebnis ohne Kabel.

EUR 999,00

Pro

  • raumfüllender Klang
  • Wireless Upgrade auf 5.1 möglich
  • Musik-Dienste
  • schlichtes modernes Design

Contra

  • Basspräzision
  • kein Display
  • Preis

Fazit

video Testurteil: gut; Preis/Leistung: sehr gut - IFA HIGHLIGHT
77,0%

Zahlreiche Anschlüsse, die mitgelieferte Fernbedienung und das überarbeitete App-Design sind nur drei offensichtliche Unterschiede zwischen der etwa eineinhalb Jahre „alten“ Homecinema und der brandaktuellen HEOS Bar, die aber keinesfalls als Nachfolger zu betrachten ist. Der neueste Multiroom-Balken ist mit einem eigenen Center-Kanal ausgestattet und soll daher zum einen den TV-Klang aufpeppen (und wie gewohnt mit Musikwiedergabe punkten), aber auch mit Filmtiteln richtig viel Spaß machen. Dafür sind im 3.0-Balken selbst je drei Treiber pro Kanal (zwei 6,35-Zentimeter-Mittel-/Tieftöner und ein 3,8-Zentimeter-Hochtöner) im 45-Grad-Winkel angeordnet, am Heimkinolinken und rechten Ende der Bar-Rückseite sind Bassreflexöffnungen platziert. Wer auf echten Surround-klang setzt, hat erstmals die Möglichkeit, zwei HEOS-Boxen als Rears miteinzubinden, dazu später mehr.

Die Kombination aus schwarzem Akustik-Stoff und silbernen Kunststoffelementen gefällt optisch gut und macht auch haptisch einen stabilen Eindruck. Wir entscheiden uns für die liegende Variante und montieren die schicken Metallfüße, alternativ macht die flache Bar auch an der Wand eine gute Figur. Dank HDCP2.2 Unterstützung an allen HDMI-Buchsen schließen wir den Oppo 205 an einen der vier Eingänge an und schicken das Bild über den Audio-Return-Channel weiter an ein aktuelles UHD-Testgerät. Et voilà, wir bekommen die Bilder mit 3840 x 2160 Pixeln inklusive HDR-Metadaten zu sehen. Das klappt an allen HDMI-Eingängen. Auch Dolby Vision soll sie ab Herbst durchschleifen können.

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Dank eingebautem Center erfreut man sich an deutlichen, natürlichen Stimmen, bei Bedarf kann noch ein Dialog-Enhancer aktiviert werden. Doch es wäre zu schade, nur Talkshows oder Nachrichten anzusehen, denn die HEOS Bar spielt luftig auf und generiert eine packende Mittendrin-Atmosphäre mit viel Tiefgang. Dabei platziert sie einzelne Effekte gut im Raum um uns herum, trotz virtuellem Surround-DSP lassen sich aber kaum Geräusche hinter uns vernehmen. Neben klassischen Dolby- und DTS-Tonspuren gibt die HEOS Bar auch ihre hochauflösenden Pendants aus, die dreidimensionalen Varianten fehlen. Bei 86 dB Maximallautstärke wäre insgsamt mehr drin gewesen.

Denon HEOS Bar im Test

© video Magazin

Die Qual der Wahl: Neben vier HDMI Ein- und einem ARC- Ausgang (allesamt Version 2.0a) steht ein koaxialer, ein optischer und ein analoger Aux-Eingang zur Verfügung. LAN ist bei HEOS Pflicht, über USB lassen sich außerdem Lieder zuspielen.

Via App stehen sämtliche Musik-Dienste zur Verfügung und auch das Abspielen von hochauflösenden 192Hz/24Bit FLACs oder ALACs vom Server gelingt ohne Probleme. Musikalisches Fingerspitzengefühl beweist sie allemal, wem die Bar zu basslastig abgestimmt ist, der reduziert diesen um einige Stufen. Praktisch: Insgesamt sechs Schnell-Auswahltasten ermöglichen ein bequemes Umswitchen der Eingänge,Spotify Playlists oder weitere Streaming-Dienste miteingenommen. Einstellungen wie Sound-Modus und Dialog-Enhancer werden mitgespeichert, für die tonalen Feinheiten gilt das nicht.

Aus 3.0 mach 5.1

Denon HEOS Bar im Test

© video Magazin

Kann stehend oder liegend platziert werden: der neue HEOS Sub (UVP 700 Euro) mit einer unteren Grenzfrequenz von 29 Hz (-6 dB).

Im Anschluss testen wir die Heimkino-Variante inklusive kabellosem Subwoofer und Rück-Lautsprechern – ein Key Feature des HEOS-Systems. Wir fügen unserem Netzwerk den schlanken Bass-Beauftragten (17,1 x 40,4 x 43,8 Zentimeter) sowie zwei HEOS 3 Boxen via App hinzu und werden dank Einrichtungsassistent sogleich durch die Koppelung geleitet. Für die Bar-Sub-Kombi liegt die optimierte, voreingestellte Übernahmefrequenz bei 100 Hertz. Sie kann aber auch manuell justiert werden. Das gelingt im App-Menü, am Sub selbst sind nur die HEOS Standard-Beidenelemente an Bord (lauter, leiser, mute).

Die Bassreflex-Technik mit Class-D-Verstärker und zwei 14-Zentimeter-Woofern schiebt ordentlich an, wir vermissen das letzte Quentchen Präzision und Nachdruck, was bei Schusswechseln besonders auffällt. Tipp: den Sub um zirka 3 bis 5 Stufen (möglich sind +/- 12) zurückzunehmen, da er sonst zu aufdringlich mitspielt und zum Grummeln neigt. Da schafft auch die 180-Grad Drehung der Phase keine Abhilfe.

Denon HEOS Bar im Test

© video Magazin

Links: Mit angeschlossenen HEOS Boxen für die Rear-Kanäle wählen wir „Movie Surround“ als Klangmodus aus. Alternativ steht Music Surround oder Virtual (ohne Anspiel der Surround-Boxen) zur Auswahl. Rechts: Anschaulich und einfach gemacht: Wie bei großen Setups stellen wir Pegel und Distanz der vier zusammenspielenden Komponenten ein.

Für Filmfans bieten die beiden Rear-Lautsprecher einen echten Mehrwert. Autos fahren lückenlos im Kreis und die räumliche Abbildung profitiert immens von deren Dasein. Während des kompletten Test-Procederes erfolgt das Zusammenspiel mit den HEOS 3 völlig synchron. Praktisch: Die Rears sind entweder dauerhaft an oder lassen sich für Musikstreaming deaktivieren. Das funktioniert dann automatisch. Die günstigste Surround-Variante bieten derzeit die HEOS 1 für300 Euro pro Paar.

Fazit

Schon die Soundbar alleine punktet mit kräftigem Sound, der weit überdie physischen Maße hinausreicht. Wen das moderne Bedienkonzept via App nicht abschreckt und wer neben Musik auch viel klassisches Fernsehen und (actionreichen) Film-Content konsumiert, wird begeistert sein – vor allem im (nicht ganz günstigen) 5.1-Komplettpaket.

Denon HEOS Bar im Test

© video Magazin

Sie bietet die wichtigesten Bedienfeatures und sieht schick aus. Alternativ steht die App zur Verfügung oder man lernt die TV-Fernbedienung an. Das klappt prima.

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