Testbericht

Denon AVR-2312 im Test

Denon hat beim AV-Receiver AVR-2312 konsequent selten benötigte Features über Bord geworfen und andere eingebaut, die sinnvoll sind.

Denon AVR-2312, wlan, funk

© Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller, Archiv

Denon AVR-2312, wlan, funk

Pro

  • natürliche Klangfarben
  • auch in Stereo sehr gut
  • knackiger Bass

Contra

  • in Sachen Anfassqualität noch steigerungsfähig

An der Handhabung der aktuellen Denon-Generation gibt es eigentlich nur eines zu verbessern: Die beigefarbene Beschriftung auf der anthrazitschwarzen Frontplatte ist im Dämmerlicht kaum ablesbar, weil Heimkinos üblicherweise nicht mit Flutlicht betrieben werden.

Viele Tasten gibt es ohnehin nicht am Gerät und Denons Fernbedienung zählt zu den besten ihrer Art. Dazu kommen hübsche, schnelle und hilfreiche farbige 3D-On-Screen-Menüs.

Denon AVR-2312 im Test: Ausstattung

Die iPod-Integration via USB-Kabel ist perfekt gelungen - wer lieber via AirPlay seine Songs drahtlos über die Anlage abspielen will, muss keinen Aufpreis mehr zahlen. Über die Ethernet-Schnittstelle lässt sich Internet-Radio wiedergeben oder von einem DLNA-konformen Server das digitale Musikarchiv ins Wohnzimmer streamen - in den Formaten MP3, WMA, AAC, FLAC, FLAC HD und WAV.

Für Video-Fans hält der AVR-2312 den hochwertigen 12-Bit-Video-Prozessor Analog Devices ADV8002-4 mit bewegungsoptimiertem De-Interlacing und sogenannter Candence-Erkennung bereit. Er sorgt für die optimale Wiedergabe von Filmen, die im Original mit 24 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet wurden.

Denon AVR-2312 im Test: Knackig in allen Kanälen

Im Hörtest überzeugte die AV-Steuerzentrale im Stereo- und im Surround-Betrieb. Der AVR-2312 bewahrt die hohe Musikalität seiner Vorgänger. Stimmen klangen über den Japaner ausdrucksvoller als über die meisten Mitbewerber, der Bass wirkte knackig und straff - egal, ob zwei oder fünf Lautsprecher angesteuert wurden.

Das verlieh besonders Drums das gewisse Etwas. Selbst in Stereo kamen die Interpreten einen Schritt auf den Zuhörer zu, wenn der Denon an der Reihe war. Er schuf eine authentische Aura. Live-Aufnahmen, etwa von Alicia Keys' MTV Unplugged-Album, zogen den Zuhörer ins Geschehen hinein.

Mit Mehrkanal-Aufnahmen von Peter Cincottis DVD Live in New York war die Illusion fast perfekt. Der AVR-2312 stellte die Musiker greifbar in den Raum. Der scharf angerissene Bass ließ sich richtiggehend am Körper fühlen, auch wenn er nicht ganz so konturiert wie über den 130 Euro teureren Receiver von Yamaha wirkte. Im Filmbetrieb punktete der Denon vor allem mit seiner differenzierten, klaren Stimmwiedergabe.

Denon AVR-2312 im Test: Fazit

Wer sich nicht an dem dünnen Abdeckblech und reichlich Kunststoff stört, der kann Geld sparen: Für 900 Euro vereint der AVR-2312 harmonischen Klang mit perfekter Funktionalität.

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