Testbericht

Das Sony-System

Das Sony-System bietet nicht nur eine große Auswahl von zehn Kameramodellen, sondern auch drei technische Lösungsansätze: SLR-Kameras mit Rückschwingspiegel, SLT-Modelle mit fest eingebautem, teildurchlässigen Spiegel und spiegellose Systemkameras. Was kaufen?

Das Sony-System

© Sony

Das Sony-System

Kein anderer Kamerahersteller interpretiert das Thema Systemkamera derzeit so vielschichtig wie Sony. Zum einen hat der japanische UE-Multi mit zehn Modellen die meisten Spieler im Rennen. Zum anderen kristallisieren sich beim näheren Hinsehen drei Konstruktionsvarianten heraus:

• Bei den DSLR-Modellen der Alpha-Serie handelt es sich um konventionelle Konstruktionen mit Rückschwingspiegel. Dazu gehören die Consumermodelle der Serien 200, 300, 400 und 500 mit APS-C-Sensor (14 bzw. 16 Megapixel) sowie die professionellen Modelle A850 und A900 mit Vollformatsensor (24 Megapixel). Unter den DSLR-Modellen verfügt nur die Alpha 580 über eine Videofunktion (Full-HD). Alpha 390 und Alpha 290 haben den sogenannten Quick-AF-Live-View. Dafür sitzt im Strahlengang des optischen Suchers ein eigener CCD, der bei stehendem Spiegel das Live-Bild für den Monitor erzeugt. Dadurch kann der schnelle Phasen-AF auch beim Live-View am TFT-Monitor in Aktion bleiben.

• Die SLT-Modelle A33 und A55 ordnet Sony zwar ebenfalls der Alpha-Serie zu, sie sind aber anders konstruiert. Auch hier gibt es einen Spiegel. Dieser aber ist starr eingebaut und teiltransparent. Er lässt permanent Licht in Richtung Bildsensor passieren und lenkt nur etwa ein Drittel davon auf die Phasen-AF-Module um. So kann der Bildsensor ständig ein Signal für das elektronische Sucherbild erzeugen, während zugleich der Phasen-AF aktiv bleibt. Live-View ist bei den SLT-Modellen damit wahlweise am Monitor oder im elektronischen Sucher möglich, der den optischen ersetzt; Videos lassen sich in Full-HD aufzeichnen.

• Die videofähigen NEX-Modelle von Sony sind Vertreter einer neuen Generation spiegelloser Systemkameras. Bei ihnen ist das Auflagemaß, der Abstand vom Sensor zur Objektivauflage, kleiner als bei den SLRs, was kleinere Gehäuse ermöglicht. Während Olympus und Panasonic ihre spiegellosen Systemkameras aber um einen Four-Thirds-Sensor herum bauen, setzt Sony auf einen 14-Megapixel-CMOS im APS-C-Format.

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© sony

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