Ratgeber: "Hardware"

Das bieten die ersten Thunderbolt-Mainboards

Jetzt geht es los: Die ersten Geräte mit der High-Speed-Schnittstelle Thunderbolt sind da. Es ist ein Quantensprung, denn die von Intel entwickelte Schnittstelle schafft bis zu 10 GBit/s.

Das bieten die ersten Thunderbolt-Mainboards

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Das bieten die ersten Thunderbolt-Mainboards

Der optimale Unterbau für die Intel-Core-Prozessoren der dritten Generation (Ivy Bridge) sind Mainboards mit Intels Z77-Chipsatz. Zwar laufen die neuen Prozessoren prinzipiell auch auf Sockel-1155-Mainboards mit Serie-6-Chipsätzen, allerdings hat Intel dem neuen Chipsatz nun endlich auch einen integrierten USB-3.0-Controller spendiert. Vorher mussten die Mainboard-Hersteller auf Bausteine anderer Hersteller wie ASMedia oder NEC zurückgreifen. Zudem ist mit dem Z77 prinzipiell auch der Einsatz von mehr als zwei Grafikkarten möglich.

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Asus hat neben dem Thunderbolt-Controller noch richtig viel zusätzliche Komponenten mit auf das P8Z77-V Pro/Thunderbolt gepackt: Ein SATA-Controller…

CPU im Zentrum

Im Prinzip entspricht der Z77-Chip nur noch dem, was man früher als Southbridge kannte. Denn sowohl der Speichercontroller als auch der PCI-Express-Controller für die Grafikkarten sind bei den Core-Prozessoren Bestandteile der CPU. Daher wird PCIe 3.0 auch nur unterstützt, wenn ein neuer Ivy-Bridge-Prozessor auf dem Mainboard sitzt.

Im Z77-Chip ist noch ein PCIe-2.0-Controller mit acht Datenleitungen untergebracht, dazu kommen noch der USB-Controller mit bis zu 14 Ports, vier davon nun mit USB 3.0, und der SATA-Controller. Hier hat der Z77 gegenüber seinem Vorgänger allerdings nicht zugelegt, denn nur zwei der sechs Ports unterstützen den schnellen SATA-Standard mit 6.0 GBit/s.

Wechselgrafik für den Desktop-PC

Eine automatische Umschaltung zwischen der im Intel-Prozessor integrierten Grafikeinheit und einem zusätzlichen Grafikchip war bislang Notebooks vorbehalten. Die beiden Z77-Mainboards Asus und MSI beherrschen diesen Trick nun auch. Möglich macht das die zusätzliche Treiber-Software Virtu MVP von LucidLogix, die den Platinen beiliegt.

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Die in Virtu MVP vordefinierte Zuordnung von Programmen und GPU kann man selbst ändern.

Interessant ist die Software hier weniger wegen der verringerten Leistungsaufnahme aufgrund der optionalen Abschaltbarkeit, sondern wegen der Möglichkeit, trotz einer gesonderten PCIe-Grafikkarte die extrem schnelle Transcoding-Hardware in der Intel-Grafik weiterhin parallel zu nutzen. Denn Intels Quick-Sync-Video ist hier sogar deutlich schneller als die Shader einer starken Nvidia- oder ATI-Grafik.

Ratgeber: Grafikkarte einbauen und installieren

Für das Umwandeln eines 720p-MKV-Videos mit 40 Minuten Laufzeit in eine MP4-Datei mit 320 x 180 Pixeln Auflösung mittels Media Espresso benötigte der i7-3770K nur 45 Sekunden - mit CUDA-Unterstützung dauert das Umwandeln etwa zwei Minuten.

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