Testbericht

Kino-Kritik: Das A-Team

Wieder einmal kommt eine alte TV-Serie zu neuen Kino-Ehren. Mit dem "A-Team" versetzen die Filmemacher von Twentieth Century Fox und Regisseur Joe Carnahan eine weitere Kultserie der tiefen 1980er ins neuzeitliche 21. Jahrhundert.

© Twentieth Century Fox

"Das A-Team"

Entsprechend schweißte nicht der Vietnam-Krieg die Elitekämpfer des A-Teams zusammen, sondern der Irak-Krieg. Abgesehen davon und einem zeitgemäßen Facelifting im Handlungsstrang hält sich der Film mit seinen vier Protagonisten John "Hannibal" Smith, Templeton "Faceman" Peck, B. A. Baracus und H.M. "Howling Mad" Murdock weitgehend an das TV-Format, nur dass der Kinofilm natürlich vor cooler Action nur so strotzt. Der Action-Knaller läuft ab 12. August 2010 in den deutschen Lichtspielhäusern an.

Kurzer Handlungsabriss zu "Das A-Team - Der Film" 

John "Hannibal" Smith (Liam Neeson, "Kampf der Titanen", "Schindlers Liste") ist der Vorgesetzte einer vierköpfigen Elite-Einheit. Zu seinen Gefolgsleuten gehören das charmante Schlitzohr Templeton "Faceman" Peck (Bradley Cooper, "Hangover", "Verrückt nach Steve"), der schlagkräftige aber flugängstliche Irokesen-Kämpfer B. A. Baracus (Quinton Jackson, seines Zeichens Schaukämpfer) sowie der tollkühne, verrückte Pilot H.M. "Howling Mad" Murdock (Sharlto Copley, "Destrict 9"). Gemeinsam dienen sie für insgesamt acht Jahre und 80 Missionen in der US Army und genießen den Ruf einer unorthodoxen aber heldenhaften und höchst effektiven Spezialtruppe. 

Der 81. Einsatz erfolgt allerdings gegen den ausdrücklichen Befehls des Army-Captain Charrissa Sosa (Jessica Biel, "Blade: Trinity", "Valentinstag"), eine ehemalige Geliebte von Faceman, dafür aber in geheimer Mission im Auftrag des Stützpunkt-Kommandeurs: die Truppe soll verloren gegangene Druckplatten für US-Dollarscheine aus Bagdad zurückholen.

Natürlich gelingt der Einsatz in gewohnt souveräner Manier, doch als das Team zurückkehrt, wird vor ihren Augen der befehlsgebende Kommandeur in die Luft gesprengt und die Druckplatten verschwinden. Daraufhin werden die vier Team-Mitglieder beschuldigt, mit dieser unerlaubten Mission Befehlsverweigerung begangen und außerdem die Druckplatten gestohlen zu haben. Was folgt ist ein Urteil für jeden der Vier zu zehn Jahren Haft in jeweils verschiedenen Strafanstalten. 

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Filmplakat zum Film
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Mit Hilfe des zwielichtigen CIA-Agenten Lynch, der weiter nach der Suche der Dollar-Druckplatten ist, kann sich Hannibal nach sechs Monaten aus dem Gefängnis befreien. Mit dem Ziel auf völlige Rehabilitation und der Reinwaschung der Lebensläufe für sich und seine Leute, befreit Hannibal den Rest des A-Teams und der Trupp macht sich auf eine rasante Suche nach den Druckplatten und den Schurken hinter dem Anschlag im irakischen Stützpunkt.

Die Spur führt dabei nach Deutschland in die Bankenstadt Frankfurt am Main, wo sie schnell zwischen die Fronten korrupter Verbrecher, der CIA, der Deutschen Polizei sowie der US-Army geraten - schließlich sind sie ja Ausbrecher aus dem Militär-Gefängnis. Und vier gegnerische Parteien sind sogar für das A-Team fast zuviel des Guten... aber zum Glück nur fast!

Kritik zum Film "Das A-Team - Der Film"

Zehn Jahre schmorte das Projekt "A-Team" in der Schublade der Studio-Chefs und unzählige Script-Vorschläge verpufften, bis die Idee schließlich von Joe Carnahan ("Smokin' Aces", "Das Gesetz der Ehre") zunächst in Worte gefasst und danach von ihm verfilmt wurde. Auch das Casting der vier A-Team-Mitglieder machten sich die Produzenten nicht leicht, schließlich würde eine Neuverfilmung des Stoffs nicht nur von der Action her mit Leben gefüllt, sondern ebenso von der zwischenmenschlichen Chemie der Hauptdarsteller. 

Und man kann den Beteiligten allesamt bescheinigen, dass sie ihre Hausaufgaben größtenteils exzellent gemacht haben. Der Film ist flott, aber nicht zu schnell geschnitten. Die Action-Stunts reichen von solide bis spektakulär und bieten durchaus einige neue nette Ideen. Vor allem die Flugszenen, etwa die Verfolgungsjagd im Hubschrauber oder der Sturzflug in einem Panzer, zählen durchaus zur Extraklasse.

Die Hauptdarsteller, nie um einen flotten Spruch verlegen, brillieren mit Spielwitz und dem nötigen Schuss Augenzwinkern. Der Plot ist natürlich so gestrickt, dass er von all den Aktion-Sequenzen nicht unnötig ablenkt. Und wenn der geneigte Kinogänger noch ein Haar in der Suppe finden möchte: Jessica Biel sieht hübsch aus - zu hübsch und doch zu wenig rassig für diese Rolle.

Die Verkörperung einer Karrierefrau beim US-Militär nimmt man ihr beim besten Willen nicht ab. Abgesehen davon bietet das "A-Team" beste Popcorn-Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger ist von solch einem Action-Streifen zu erwarten!

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