Video-Bearbeitung

Cyberlink PowerDirector 11 im Test

Volle Kraft voraus - das haben sich die Entwickler der Videobearbeitungs-Software PowerDirector gedacht. Das neue Kraftpaket bringt Funktionen mit, die man oft nur im professionellen Bereich findet.

Cyberlink PowerDirector 11, software

© Andreas Greil, Hersteller

Cyberlink PowerDirector 11, software

Pro

  • Unterstützung für Ultra-HD
  • AVCHD-2.0-Zertifizierung
  • schnelle Bearbeitung
  • Funktionen zu Farbanpassung und Audiobearbeitung

Contra

Der PowerDirector von Cyberlink geht bereits in die elfte Runde. Das sieht man dem Programm an. Kontinuierlich weiterentwickelt, präsentiert es sich jetzt mit neuer Kraft und vielen Funktionen.

Für Hobbynutzer ist PowerDirector die Videobearbeitung mit nativer 64-Bit- und Multi-GPU-Unterstützung zum Rendern in hoher Geschwindigkeit, während professionelle Nutzer mit gehobenen Qualitätsansprüchen nun Unterstützung für die 4K-Ultra-HD-Auflösung und zusätzliche Funktionen zur Farbanpassung und Audiobearbeitung vorfinden.

Die Software brauchte im Test für einen fünfminütigen Clip zur Neuberechnung nur knapp sechs Minuten. Sie besitzt die AVCHD-2.0-Zertifizierung für AVCHD 3D und für AVCHD Progressive, was Kompatibilität mit einer großen Auswahl an AVCHD-Kameras garantiert.

PowerDirector 11 gibt es in vier Versionen: Deluxe, Ultra, Ultimate und Ultimate Suite. Der Preis liegt zwischen 70 und 250 Euro.

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© Andreas Greil, Hersteller

Maskiert: Der ColorDirector passt nicht nur die Farben an, sondern es lässt sich auch eine Bewegungsmaske definieren. Mit ihr können bestimmte Bereiche von der Bearbeitng ausgeklammert werden.

Maskenbildner

Ein langer Gang in einem Schloss: Eine attraktive Dame im knallroten Kleid wandert lasziv mit einem Glas in der Hand auf die Kamera zu, die Umgebung und der Hintergrund sind allerdings schwarzweiß. Diese und ähnliche Szenen gibt es oft in der Werbung zu sehen; sie können nun mit eigenen Videos nachgestellt bzw. nachbearbeitet werden; jedenfalls dann, wenn man die Ultimate Suite mit den Zusatzprogrammen besitzt.

Test: Magix Video easy 4 HD

Eines dieser zusätzlichen Programme ist der ColorDirector, der sich nahtlos in das Programm einfügt und nicht nur für die eben beschriebene Schlossszene verantwortlich zeichnet, sondern umfangreiche Korrekturmöglichkeiten am Video zulässt. So können über Schieberegler Kontrast, Helligkeit, Farbsättigung oder Tonwert und vieles mehr eingestellt werden, was man zur effektiven Auffrischung seiner Videos benötigt. Selbst das Austauschen einer Farbe stellt für den ColorDirector kein Problem dar.

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© Andreas Greil, Hersteller

Aufgeräumt: Die Oberfläche des PowerDirector wirkt ansprechend. Die Timeline unten nimmt alle Clips auf. Gut ist, dass sich die Bereiche Bibliothek und Vorschau in der Größe verschieben lassen.

Um beispielsweise die Dame im roten Kleid vor einem schwarzweißen Hintergrund erscheinen zu lassen, besitzt das Zusatzprogramm eine sogenannte Bewegungsverfolgungsmaske. Das Objekt wird dabei einfach mit einer Linie umrandet und dann die Bewegungsverfolgung gestartet. Die Software erkennt die Bewegung automatisch und passt die Maske daran an. Für optimale Ergebnisse sollte man aber die Erkennung an der Stelle stoppen, an der die Maske zu weit vom Objekt abdriftet, und ein Feintuning vornehmen.

Ein weiterer Zusatz ist der AudioDirector. Seine Aufgabe besteht darin, den Sound der Videoaufnahme aufzupeppen. Hall, Equalizer, Dynamikbereich und vieles mehr stehen parat, um auch verunglückte Tonaufnahmen zu retten. Selbst unerwünschte Hintergrundgeräusche klammert das Programm effektvoll aus.

Fazit

Mit dem PowerDirector 11 ist Cyberlink der große Wurf gelungen. Das Programm ist schnell und wartet mit vielen Funktionen und Effekten auf.

Anspruchsvollen Anwendern und angehenden Profis empfehlen wir den Kauf der Ultimate Suite; denn dann bekommt man noch die wirklich hervorragenden Zusatzprogramme ColorDirector und AudioDirector, die sich beide nahtlos in das Videoschnittprogramm einfügen.

Download: Tabelle

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