Testbericht

Cullmann 3030

Der Cullmann 3030 ist der Klassiker für Einsteiger, dabei allerdings ein ziemliches Schwergewicht im Vergleich mit seinem Kontrahenten von Slik. Der kompakte 3-Wege-Panoramakopf besitzt für jede Neige- und Drehrichtung eine eigene Feststellschraube. Der untere Drehhebel gibt die horizontale 360-Grad-Drehfunktion frei.

  1. Cullmann 3030
  2. Datenblatt
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Der Cullmann 3030 ist der Klassiker für Einsteiger, dabei allerdings ein ziemliches Schwergewicht im Vergleich mit seinem Kontrahenten von Slik. Der kompakte 3-Wege-Panoramakopf besitzt für jede Neige- und Drehrichtung eine eigene Feststellschraube. Der untere Drehhebel gibt die horizontale 360-Grad-Drehfunktion frei.

Der Führungsgriff dient gleichzeitig der Verriegelung der vertikalen Neigung. Er lässt sich dank seiner Riffelung auch mit kalten Händen optimal lösen. Die Achse für die vertikale Neigung läuft dafür etwas streng und erlaubt nur das Abkippen nach vorn um 90 Grad. Die gegenüberliegende Seite wird durch den Hebel der unteren Panoramaachse blockiert und erreicht somit keinen 90-Grad-Winkel.

Die Flügelschraube an der Front des Cullmann erlaubt das Abkippen der Kopfplatte um 90 Grad für Hochkantaufnahmen. Damit auch in dieser Position bei schweren Objektiven nichts verrutscht, integriert Cullmann einen "Verdrehungsschutz" in die Kameraplatte. Diese Platte findet einen sicheren Halt in der Schwalbenschwanz-Kupplung. Für das Einsetzen und Lösen der Platte braucht der Fotograf beide Hände, denn die Schnellspannvorrichtung reagiert auf zwei Hebel gleichzeitig.

Der erste ist ein Drehhebel und löst die Spannung, der zweite entriegelt auf  Zug die Platte. Zum Einrasten drückt man die Platte mit viel Kraft in die Kupplung, womit sie gesichert ist, aber anschließend noch verriegelt werden muss. Zum Lösen der Schnellverriegelung ist der Kraftaufwand nicht geringer, aber der Verschlussmechanismus ist auch noch recht unangenehm zu bedienen. Die im unteren Teil des Kopfes integrierte Wasserwaage erleichtert die Ausrichtung der Stativbeine.

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Fazit: Der Cullmann 3030 bildet mit 52,5 Punkten in der Gesamtwertung das Schlusslicht der Testreihe. Bei der Verwindungssteifigkeit erreicht der Neiger 9 Punkte und liegt somit zwei Punkte vor dem Manfrotto 460MG. Der Schwachpunkt des Kopfes liegt in der Messung der Feststellabweichung; er erzielt hier keinen Punkt.

Cullmann 3030

HerstellerCullmann
Preis75.00 €
Wertung49.5 Punkte
Testverfahren1.5

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