Testbericht

CPUs: Krieg der Kerne

Der Kampf um den schnellsten Prozessor geht munter weiter. AMD stellt gleich zwei neue Prozessoren vor, von denen allerdings einer bei genauer Betrachtung gar nicht so neu ist. Zunächst löst der mit 2600 MHz getaktete Athlon 64 FX-55 den Vorgänger FX-53 (physikalisch 2400 MHz) ab und ist das neue Spitzenmodell. Der vormalige Champion FX-53 wird nicht mehr als solcher verkauft, da AMD immer nur einen FX-Prozessor gleichzeitig im Programm hält. Stattdessen wird künftig unter der Bezeichnung Athlon 64 4000+ angeboten.

CPUs: Krieg der Kerne

© Testlabor Printredaktionen

CPUs: Krieg der Kerne

Beide Prozessoren sind mit 1024 MByte L2-Cache ausgestattet und sind über den Hypertransport 1000 Bus mit dem System verbunden. Das Speicherinterface, das bei den 64-Bit-Prozessoren ja im Prozessor und nicht wie bei anderen CPUs üblich in der Northbridge (oder im MCH) liegt, unterstützt ebenfalls bei beiden Modellen DDR-400-Speicher auf zwei Kanälen.

Intel kontert mit dem Pentium 4 Extreme Edition, der mit 3,46 GHz getaktet ist. Intels CPU arbeitet jetzt mit einem FSB-Takt von 1066 statt wie bislang 800 MHz, was auch die "krumme" Frequenzangabe erklärt. Voraussetzung für den Betrieb mit voller Geschwindigkeit ist ein Mainboard mit passendem Chipsatz. Als erster ist hier Intels i925XE verfügbar. Wie üblich ist die Extreme-Edition-CPU mit 2 MByte L3-Chache ausgestattet. Im direkten Vergleich zeigt sich, dass sich die Philosophien der Hersteller immer deutlicher in unterschiedlichen Stärken niederschlagen. So räumen die für Spiele optimierten Athlon-Prozessoren in den Unreal Tournament Timedemos ordentlich ab, während der Pentium dank Hyperthtreading und Dual-Channel-DDR-II-533-Speicher, den der Chipsatz unterstützt beim PC Mark und Cinema 4D die Nase vorn hat.

Egal für welchen Prozessor man sich entscheidet: Wer in den Genuss der zu Zeit schnellsten Prozessoren kommen will, muss tief in die Tasche greifen. Endkundenpreise stehen noch nicht fest, dafür aber die Händler-Einkaufspreise bei Abnahme von jeweils 1000 Stück. Hier kostet der P4 EE 999 Dollar, der Athlon FX55 827 und Athlon 64 4000+ immerhin noch 729 Dollar.

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