Testbericht

Corel PaintShop Pro X5 im Test

Die neue Version des Bildretusche- und Montageprogramms PaintShop Pro (PSP) soll auch unter Windows 8 laufen. Im Test zeigt sich, was die Software leistet.

Corel PaintShop Pro X5

© Hersteller/Archiv

Corel PaintShop Pro X5

Pro

  • Große Auswahl an Effektfiltern
  • Geotagging-Funktionen

Contra

  • Keine 64-Bit-Version
  • Viele fehlende Funktionen

Fazit

Corel PaintShop Pro X5 bietet in der neuen Version kaum nennenswerte Verbesserungen zum Vorgänger. Wir vermissen grundlegende Werkzeuge für die tägliche Bildbearbeitung.

Neu ist die Funktion, Fotos mit Geo-Daten zu verknüpfen. Die Übertragung lässt sich auch anhand von Google Maps auf vorhandene Fotos vornehmen. Ähnlich Photoshop Elements kennt nun auch PSP die Option, über eine Ähnlichkeitssuche nach Personen zu suchen. Dies funktionierte im Test aber nicht besonders zuverlässig. Praktisch ist hingegen die Möglichkeit, RAW-Dateien mit stark unterschiedlich belichteten Bereichen korrekt belichtet zusammenzufügen.

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Eine weitere Stärke: Schon bisher bot Corel PaintShop Pro gute Möglichkeiten, natürliche Malergebnisse am PC zu simulieren. Corel PaintShop Pro X5 baut diese aus: Benutzerdefinierte Pinsel lassen sich importieren.

Dennoch bleiben mit Corel PaintShop ProX5 viele Wünsche offen. Nach wie vor fehlen wesentliche Retusche-Werkzeuge, die der wichtigste Mitbewerber seit vielen Programmgenerationen anbietet. Zum Freistellen gibt es kein magnetisches Lasso. Der sogar im Corel-Programm Photo-Paint vorhandene Extrahieren-Filter für schwierige Freisteller fehlt weiterhin.

Ebenfalls schmerzlich vermissten wir die von Photoshop bekannte Bereichsreparatur. Eine über die rudimentäre Option, Fotos in vier Farben aufzusplitten, deutlich hinausgehende CMYK-Unterstützung liefert Corel PaintShop Pro immer noch nicht mit.

Corel PaintShop Pro X5

© Hersteller/Archiv

Sinnvolle Verbindung: Eine Stärke von PSP ist die Kombination mehrerer Bearbeitungswerkzeuge in einem Einstellfenster.

Der Zauberstab liefert weiterhin nicht die von anderen Programmen gewohnte Präzision; sogar niedrige Werte markieren zu viele ungewollte Bereiche des freizustellenden Fotos. Nach wie vor hat Corel von Corel PaintShop Pro keine eigene Version für 64-Bit-Betriebssysteme. Vor allem bei großen Fotos mit vielen Ebenen und Effekten geht Corel PaintShop Pro nicht zuletzt deshalb rasch "in die Knie".

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Dagegen verblasst die gute Ausstattung mit Effekt-Filtern und die praktische Batch-Verarbeitung inklusive integrierter Python-Skript-Unterstützung. Gut sind dagegen die Erste-Schritte-Assistenten, die wesentliche Funktionen anschaulich erklären.

 

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