Mit Windows 10 und Android

Chuwi Hi10 Plus im Test: Das Tablet mit den zwei Herzen

Im Chuwi Hi10 Plus schlägt die Kraft der zwei Herzen. Denn neben Android bietet das Dual-Boot-Tablet auch Windows 10 an. Beim Start hat man die Qual der Wahl. Und im Test verraten wir, ob die Anschaffung des überaus günstigen Gerätes lohnt.

Chuwi Hi10 Plus im Test

© Chuwi

Im Chuwi Hi10 Plus steckt Windows und Android.

Pro

  • Windows 10 und Remix OS
  • Verarbeitung
  • Display
  • Anschlussmöglichkeiten
  • Performance

Contra

  • Kameras
  • Lautsprecher

Fazit

Das Chuwi Hi10 Plus ist toll verarbeitet, überaus günstig und für Alltagsanwendungen ein treuer Begleiter.
Hervorragend

Das Chuwi Hi10 Plus, das sich unserem Test stellen muss, haben wir vom Online-Shop GearBest zur Verfügung gestellt bekommen. Im Flash-Sale gibt es das Gerät immer mal wieder für rund 180 Euro, was ein echtes Schnäppchen ist. Auch der Normalpreis in Höhe von 239 US-Dollar geht vollkommen in Ordnung, wie Sie unserem Test entnehmen werden können.

Vorab ein Tipp für Bestellungen bei Gearbest: Der Versand nach Deutschland ist fast immer kostenlos und ohne Zollgebühren, wenn Sie "Priority Line oder Germany Express" auswählen. Die Bezahlung ist per PayPal möglich.

Zurück zum Chuwi Hi10 Plus​. Denn hier stellt sich die Frage: Ist günstig auch gut?

Chuwi Hi10 Plus im Test: Die äußeren Werte

Behalten Sie bitte den Preis von unter 200 Euro im Hinterkopf, wenn wir hier über das Chuwi schreiben. Denn das, was wir da in Händen halten, sieht nach mehr - nach viel mehr - Investitionsvolumen aus. Klar, mit 686 Gramm ist das Hi10 Plus kein Leichtgewicht, dafür ist es wirklich hervorragend verarbeitet. Die Rückseite ist aus Aluminium gefertigt, die Spaltmaße sehen hervorragend aus und auch sonst scheint alles stimmig. Okay, der Ein-Aus-Schalter und die Wippe für die Lautstärke sind etwas wackelig, aber das bekommt selbst Lenovo (oder früher Motorola) nicht immer in den Griff. Als Beispiel sei hier das Moto X Play zu nennen, das ebenfalls mit derlei wackligen Angelegenheiten nervt - und noch immer mehr kostet als das Hi10 Plus.

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An der linken Seite erkennen wir die Anschlussmöglichkeiten. Und hier langt Chuwi in die Vollen. Neben einem Klinke-Anschluss für Kopfhörer - viele Grüße ins Apple-Lager - bietet das Tablet einen micro-HDMI-Anschluss, einen micro-USB-Anschluss und - man höre und staune - einen USB-C-Anschluss. Dieser wird unter anderem fürs Aufladen genutzt. Außerdem ist noch ein Card-Reader für microSD-Cards enthalten. Was will man mehr? Auf der Oberseite (je nachdem wie man das Gerät hält) finden wir den Ein-Aus-Schalter und die Sound-Wippen. Auf der linken und rechten Seite sind außerdem die Lautsprecher verbaut. So viel vorweg: der Sound ist okay. Mehr aber auch nicht. Wenn es geht, sollte man auf gute Kopfhörer zurückgreifen.

An der linken Seite ist außerdem das Mikrofon - u.a. für Skype - angebracht. Auf der rechten Oberseite ist ein touchempfindliches Windows-Logo zu sehen. Damit kommen wir stets auf den Homescreen zurück. Schöne Sache. An der Unterseite des Tablets sind magnetische Halterungen für ein optional erhältliches Keyboard-Case verbaut.

Chuwi Hi10 Plus im Test: Die inneren Werte

Chuwi Hi10 Plus im Test

© Chuwi

An Anschlüssen hält das Chuwi so gut wie alle wichtigen Standards bereit.

Das IPS-Display ist satte 10,8 Zoll groß, was wiederum das recht hohe Gewicht erklärt. Es löst mit 1.920 x 1.280 Pixeln auf und sieht immer knackscharf aus. Die Farbtreue ist durchaus beeindruckend und auch die Blickwinkelstabilität hat Chuwi wirklich prima hinbekommen. Mit 209 ppi weiß das Display ebenfalls zu überzeugen.

Der im 14-Nanonemter-Prozess gefertigte Quad-Core-SoC Intel Atom x5-Z8300 taktet mit maximal 1,84 GHz und leistet gute Arbeit. Ihm zur Seite stehen 4 GB RAM. Hinzu kommen 64 GB eMMC Festplattenspeicher, der mithilfe einer microSD-Karte locker erweitert werden kann. Das Tablet kann mit SD-Karten von bis zu 128 GB umgehen. Ja, das Chuwi hat auch Kameras. Allerdings raten wir dringend von der Nutzung ab - die 2 Megapixel der Front- und Rückseitenkameras sind nicht mehr zeitgemäß. Entsprechend sehen damit geschossene Fotos aus. Für Skype-Anrufe reicht es indes.

Der Performance-Knackpunkt ist der Prozessor. Denn der x5-Z8300 ist definitiv kein High-End-SoC, sondern eher im unteren Leistungsbereich angesiedelt. Es reicht für sämtliche Android-Apps und für zahlreiche Alltagsanwendungen unter Windows 10. Wer High-End-Spiele und rechenintensive Anwendungen nutzen möchte, der sollte einen Bogen um das Chuwi Hi10 Plus machen. Wer indes vor allem Office-Arbeiten erledigen will, surft und E-Mails beantwortet oder hin und wieder einen Film schaut, der kommt mit dem Chuwi Hi10 Plus hervorragend zurecht. Interessant: Das Streaming von 4K-Youtube-Videos bekommt das Hi10 Plus ohne Murren und Knurren hin. Auch das Streaming von Netflix-Serien oder Filmen bei Amazon Prime haben hervorragend funktioniert. Genauso wie die Übertragung der Videos mithilfe eines HDMI-Kabels auf den Fernseher.

Der Akku ist mit 8.400 mAh sehr ausdauernd bemessen. Damit kommen wir recht locker über den Tag. Bei durchschnittlicher Nutzung können Sie etwa mit rund sieben Stunden Filmgenuss rechnen. Der Akku ist in rund der Hälfte dieser Zeit wieder aufgeladen.

Chuwi Hi10 Plus im Test: Die zwei Herzen

Chuwi Hi10 Plus im Test

© Chuwi

Windows 10 läuft mit dem Intel-SoC und dem eMMC-Speicher rund.

Das Besondere am Chuwi Hi10 Plus ist, dass das günstige Tablet gleich mit zwei Betriebssystemen daherkommt. Zum einen bietet es Windows 10, zum anderen Remix OS in Version 2.0 auf Basis von Android 5.1.1. Welches System gebootet werden soll, entscheiden Sie beim Start des Tablets. Sie haben 10 Sekunden für die Auswahl. Wählen Sie nichts aus, startet das Tablet in den zuletzt verwendeten Modus. Ein Wechsel des Betriebssystems ist möglich, leider ist dafür jedoch ein Reboot des gesamten Tablets notwendig. Das ist etwas aufwendig, aber zu verschmerzen.

Unter Windows 10 haben wir mit dem Antutu Benchmark in Version 6.0.5 UWP Beta 5 einen Wert von 70.172 Punkten ermittelt. Unter Remix OS sank der Wert indes auf 58.990 Punkte. Zum Vergleich: Ein iPad Pro 9.7 schafft übrigens satte 168.840 Punkte. Aber das spielt auch in einer ganz anderen Liga - sowohl preislich als auch hinsichtlich der Performance.

Falls Sie sich an dieser Stelle fragen, was Remix OS ist, dann helfen wir gern weiter. Remix OS basiert auf Android, erweitert das beliebte System aber um zahlreiche nützliche Features. So werden unter Remix OS beispielsweise externe Displays erkannt, es gibt bessere Tastatur-Shortcuts, verbessertes Multitasking und natürlich Unterstützung für eine externe Maus und Tastatur. Es lässt sich problemlos mit einem bestehenden Google-Account nutzen. Und auch sonst dürfte jeder, der sich mit Android auskennt, sofort mit Remix OS zurechtkommen.

Chuwi Hi10 Plus im Test: Fazit

Das Chuwi Hi10 Plus ist ein echter Deal. Für rund 200 Euro bekommt man hier ein richtig toll verarbeitetes Tablet, das für sämtliche Office-Arbeiten oder das Streaming von Filmen oder Serien hervorragend geeignet ist. Erst bei anspruchsvolleren Anwendungen geht das Tablet in die Knie. Einzig die Lautsprecher und die beiden verbauten Kameras lassen zu wünschen übrig.

Tipp: Im Flash-Sale in dieser Woche gibt es das Chuwi Hi10 Plus für 180 Euro​ (Versand aus China).

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