Testbericht

Casio Exilim EX V8

Die EX-V8 erhält dank innenliegenem 7fach-Zoom, manuellen Einstellmöglichkeiten und sehr gutem Tempo gute Noten für Ausstattung und Performance. Die Bildqualität leidet jedoch unter starkem Bildrauschen und erkennbarer Verzeichnung in allen Brennweitenbereichen.

  1. Casio Exilim EX V8
  2. Datenblatt
Casio Exilim EX V8 Vorderseite

© Archiv

Casio Exilim EX V8 Vorderseite

Die Casio Exilim EX-V8 bringt ein innenliegendes 7fach-Zoom-Objektiv mit einer vergleichbaren Kleinbildbrennweite von 38 bis 266 mm in einem kleinen, silberfarbenen Gehäuse unter. Ein Objektivschieber schützt die Linsen vor Kratzern und dient zugleich zum Ein- und Ausschalten. Neben dem mechanischen Bildstabilisator gibt's Programm-, Blenden- und Zeitautomatik sowie einen manuellen Modus. Allerdings stehen nur drei Blenden zur Wahl. Das Blitzlicht lässt sich in vier Stufen korrigieren, und die große, mehrfarbige Histogrammanzeige erscheint sowohl bei der Wiedergabe als auch beim Fotografieren. Für die mitgelieferte Dockingstation vergeben wir ebenso Punkte wie für den manuellen Fokus. Allerdings schafft Casio die nützliche Lupenansicht der Vorgängermodelle ab. Der Fotograf muss sich auf die Standardansicht des stark rauschenden 2,5-Zoll-Displays und die Entfernungsanzeige verlassen. Überlässt er das Fokussieren der Kamera, stößt die bei schwachem Licht schnell an ihre Grenzen - trotz Autofokus-Hilfslicht. Die Verwacklungswarnung kam bei uns nicht, auch bei ausgeschaltetem Antishake. Der Monitor unseres Testgeräts wies zudem einen Pixelfehler auf, und die Vorschau war dunkler als das Resultat.

Casio Exilim EX V8 Rückseite/ Display

© Archiv

Ein Objektivschieber schützt das innenliegende 7fach-Zoom der Casio EX-V8. Allerdings fällt die ohnehin verhältnismäßig geringe Auflösung an den Rändern und im Tele zu stark ab.

Casio scheint das Thema Video recht wichtig zu nehmen: Die V8 filmt mit 848 x 480 Pixeln und H.264-Kodierung, die den Clip etwa dreimal effizienter komprimieren soll als Mpeg-2. Den Ton erfasst sie nicht nur in Mono, sondern auch in Stereo.

Die V8 lässt sich im Großen und Ganzen gut einhändig bedienen, nur der Menü-Button befindet sich schwer erreichbar unterhalb der Zoomwippe und Wiedergabetaste. Wer deshalb die Linke zu Hilfe nimmt, gerät mit den Fingern schnell vor die Linse. Dass sich hinter dem Kleeblatt die Vollautomatik versteckt und hinter dem Menüpunkt "EV-Verschiebung" die Belichtungskorrektur, schafft unnötig Verwirrung, ebenso Einträge wie "Erkennung" statt "Gesichtserkennung". Die unbeschriftete L/R-Taste lässt sich zwar mit einem häufig benötigten Parameter belegen, diese Vorgabe funktioniert aber nur bei automatischen Programmen. In den manuellen Modi ignoriert die V8 die Eingabe und belegt die Taste mit Blende, Belichtungszeit oder Belichtungskorrektur. Immerhin ist das Menü übersichtlich in drei Ebenen unterteilt. Alles in allem schneidet die EX-V8 in puncto Handhabung mittelmäßig ab, liegt aber gleichauf mit der EX-Z1080 und Sonys DSC-S730.

Die Auflösung von 629 bis 1170 Linienpaaren pro Bildhöhe landet auf einem der letzten Plätze - sowohl in diesem Test als auch im 8-Megapixel-Vergleich. Casio verschenkt Auflösung dadurch, dass die förderliche Blende aufgrund der Pixelgröße bei 3,0 liegt und hier nicht zur Disposition steht - das vorliegende Objektiv bietet nämlich nur 3,4 (Weitwinkel) und 5,3 (Tele) als offene Blenden an. Im Tele wirken die Bilder verwaschen. Das gemessene Rauschen steigt von 2,8 VN bei ISO 100 auf 5,7 VN bei ISO 400  und ist damit deutlich sichtbar. Zudem fällt die EX-V8 mit einer hohen Verzeichnung von 0,9 (Tele, Weitwinkel) bzw. 1,1 Prozent (Standard) negativ auf. Gut: der hohe Objektkontrast von 8,5 Blenden bei ISO 100 und die kurze Auslöseverzögerung von 0,12 s.

Auflösungsdiagramm Casio Exilim EX-V8

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Casio Computer Exilim EX-V8

HerstellerCasio Computer
Preis180.00 €
Wertung57.0 Punkte
Testverfahren1.4

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