Soundbar

Canton DM 8 im Test

Der Canton DM 8 dürfte für alle diejenigen interessant sein, die keinen zusätzlichen Subwoofer platzieren können. Bereits integriert ist die Tiefbass-Abteilung.

Canton DM 8

© Canton

Canton DM 8

Pro

  • Spielart: ausgewogen, angenehm
  • gute Musikwiedergabe

Contra

  • Klang etwas richtungsabhängig
  • etwas geringe Pegelfestigkeit

Für die Musikwiedergabe nutzt der Canton-Soundbar (Preis: 600 Euro) vier elf Zentimeter große Tief-/Mitteltöner und zwei Hochtonkalotten. Und die Chassis haben es in sich: Der große maximale Membranhub der Tief-/Mitteltöner erlaubt eine Entzerrung über den integrierten digitalen Signalprozessor, so dass die Lautsprecher des DM 8 bis 46 Hertz hinunter schwingen können. Die sogenannte SC-Technologie, ein steilflankiger Hochpassfilter, abgestimmt auf die Bassreflex-Resonanz, hält zudem tiefstfrequente Inhalte von den Chassis fern, so dass sie nicht unnötig belastet werden, aber bis zu dieser Frequenz vollen Pegel bringen.

Fokus auf das Wesentliche

Einen Eingang für Dolby Digital sucht man beim DM 8 vergeblich, dafür gibt es drei analoge Stereo-Anschlüsse. In erster Linie ist der Klangbalken auch eine Plug&Play-Lösung für den besseren Fernsehton. Das heißt: Stellt man eine Verbindung via Cinch vom Fernseher zum DM 8 her, ist schon alles getan, um den Fernsehton auf eine raumgreifende Wiedergabe zu trimmen. Dazu bietet der Soundbar einen Surround Mode, der dafür sorgt, dass das Downmix-Signal wieder ein kinoähnliches Erlebnis wird.

Die Fernbedienung ist auf das Nötigste reduziert: Es lassen sich lediglich der Surround Mode wählen, die Lautstärke regulieren und die Quelle bestimmen. Wer es richtig krachen lassen möchte, kann einen externen Subwoofer anschließen. Praktisch ist dabei: Sobald am Ausgang für den Sub eine Verbindung hergestellt ist, schaltet der DM 8 intern automatisch eine aktive Frequenzweiche bei 150 Hertz hinzu, die die Basssignale zum Subwoofer leitet.

Hörtest

Mit dem Handicap, auch die tiefen Töne über den Klangbalken spielen zu müssen, ging der DM 8 ins Rennen. Mithin war der einzig limitierende Faktor der Maximalpegel. Ansonsten ging der flache Soundbar erstaunlich voluminös zu Werke. Subjektiv stieg der Canton-Balken tief in den Frequenzkeller und stellte die spektakulären Szenen des Action-Klassikers "The Dark Knight" recht erwachsen dar. Er klang mit seinem warmen, vollen Grundtonsektor sehr ausgewogen.

Die Surround-Einstellung überzeugte interessanterweise auch bei konventionellem Stereoformat - die Bühne geriet etwas breiter, ohne an Konturenschärfe zu verlieren. Welcher Eindruck bleibt? Im Canton-Soundbar ist alles drin, was man braucht, um den Fernsehton auf ein ganz neues Klangniveau zu heben - so soll es sein.

Mehr zum Thema

ASB-2
Soundbar

Der erste Soundbar von Monitor Audio ist hochwertig verarbeitet und bietet vorbildliche Anschlüsse und Streaming-Funktionen. Wie klingt der ASB-2 im…
Im Test kann das Sounddeck Denon DHT-T100 mit seinem satten Bass überzeugen.
Sounddeck

Im Test kann das Sounddeck Denon DHT-T100 mit seinem satten Bass überzeugen. Doch wie schneidet das Gerät insgesamt ab? Wir verraten es Ihnen.
Canton
Sounddeck

Das neue Sounddeck DM 75 von Canton bietet nicht nur mehr Aufstellfläche für große Flatscreens, es setzt sich im Test auch klanglich vom kleinen…
Canton DM9
Soundbars ohne Subwoofer

Der Canton DM9 kommt ohne einen wuchtigen Subwoofer aus. Wir haben den Soundbar im Surround- und Stereo-Modus getestet.
Philips SoundStage HTL5130B
Sounddeck

Unter dem Dach der Gibson Brand wurde das neue Philips SoundStage HTL5130B vorgestellt. video testet, was das Sounddeck klanglich kann.