Testbericht

Canon Powershot G11

Was die Ausstattung und den Bedienkomfort betrifft, steht die Powershot G11 den jüngsten Einsteiger-SLRs kaum oder gar nicht nach - obwohl sie mit ihrem 1/1,7-Zoll-Sensor, dem 112 x 79 x 47 mm kompakten Gehäuse und dem fest verbauten Objektiv (28 bis 140 mm) streng genommen zur klassischen Kompaktkameraklasse gehört.

  1. Canon Powershot G11
  2. Datenblatt
image.jpg

© Archiv

Was die Ausstattung und den Bedienkomfort betrifft, steht die Powershot G11 den jüngsten Einsteiger-SLRs kaum oder gar nicht nach - obwohl sie mit ihrem 1/1,7-Zoll-Sensor, dem 112 x 79 x 47 mm kompakten Gehäuse und dem fest verbauten Objektiv (28 bis 140 mm) streng genommen zur klassischen Kompaktkameraklasse gehört. Das lässt sich Canon allerdings auch teuer bezahlen: 560 Euro, damit kostet die G11 mehr als günstige SLRs und derzeit ganze 110 Euro mehr als ihre Vorgängerin, die G10.

Die wichtigste Neuerung zuerst: Während die G10 noch auf viele Pixel und eine hohe Auflösung setzt, konzentriert sich die G11 auf schwaches Bildrauschen und das hehre Ziel, auch bei höheren Empfindlichkeiten gute Aufnahmen zu ermöglichen. Dazu bringt die G11 statt 14,6 nur 10 Millionen, dafür größere, lichtstärkere Pixel auf dem Sensor unter und wagt sich in ISO-Bereiche bis ISO 3200 bei voller Auflösung (G10 bis ISO 1600). Neu ist auch der Lowlight-Aufnahmemodus, in dem die G11 mehrere Pixel zusammenfasst, um ihre wirksame Fläche zu vergrößern, das Rauschen zu reduzieren und damit bei 2,5-Megapixel-Auflösung extrem hohe Empfindlichkeiten bis ISO 12 800 zu realisieren.

Das klapp- und schwenkbare Display fällt zwar mit 2,8 Zoll Diagonale etwas kleiner aus als das der G10, gehört aber zu den besten Kompaktkameramonitoren, die wir bisher gesehen haben. Die scharfe, rauscharme Vorschau stimmt bei dunklen Lichtverhältnissen exakt mit dem Foto überein. Im Quick-Shot-Modus steigt man auf den optischen Sucher um, damit der Sensor stets für das Fokussieren zur Verfügung steht und die G11 dadurch schneller auslöst als nach etwa 0,5 s (Standardmodus). Der Sucher zeigt eine verzerrungsfreie Vorschau, dabei allerdings nicht den tatsächlichen, sondern einen kleineren Bildausschnitt. Der Autofokus leistete sich keinen Fehler.

Bildqualität: Canons Rechnung geht auf. In Sachen Bildrauschen und Texturverlust bei hohen ISO-Werten hängt die G11 die Konkurrenz mühelos ab: 3,5 VN und Kurtosis 1 bei ISO 3200, das ist für eine Kompakte sehr gut. Dennoch darf man sich von den ISO-3200-Aufnahmen nicht allzuviel versprechen. Die Auflösung der G11 erreicht zwar nicht ganz das G10-Niveau, bleibt aber über das gesamte Bild relativ konstant. Die Dynamik schneidet mit 9 bis 9,5 Blenden sehr gut ab. Einziger Kritikpunkt: die deutliche tonnenförmige Verzeichnung um 1,2 %.

Fazit: Eine umfangreiche Ausstattung mit allen Schikanen, ein herausragender Bedienkomfort, eine sehr gute Bildqualität - sprich eine tolle Kompaktkamera, nur der Preis schreckt. Trotzdem Kauftipp Lowlight.

image.jpg

© Archiv

image.jpg

© Archiv

Bildausschnitt ISO100
image.jpg

© Archiv

Bildausschnitt ISO400
image.jpg

© Archiv

Bildausschnitt ISO3200

Canon Powershot G11

HerstellerCanon
Preis480.00 €
Wertung71.0 Punkte
Testverfahren1.5

Mehr zum Thema

Canon Powershot A1400 Test
Kompaktkamera

Die Canon Powershot A1400 ist eine günstige Digitalkamera für knapp 100 Euro. Sie ist leicht zu bedienen, hat aber Schwächen bei der Bildqualität.
Canon Powershot A2600 Test
Kompaktkamera

Die Canon Powershot A2600 kommt mit Stromsparmodus und günstigem Preis. Im Test zeigt die kompakte Digitalkamera allerdings Schwächen.
Canon Powershot N Test Review
Kompaktkamera

Die Canon Powershot N tanzt mit ihrem Design aus der Reihe. Wie sich die Kompaktkamera in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.
Canon G16 - Test
Kompaktkamera

Im Test offenbart die Canon G16 gute Ausstattung und gute Bildqualität. Doch lohnt der Aufpreis zur Vorgängerin Canon G15?
Canon Powershot D30 Test
Outdoor-Kamera

Mit der Powershot D30 hat Canon seine Outdoor-Linie auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Was leistet die Kamera im Test?