Testbericht

Canon Powershot A810 - bedienungsfreundliche Digitalkamera

Die Canon Powershot A810 als kleinstes Modell der Serie kostet kaum 90 Euro. Kann man dafür eine anständige Verarbeitung und eine gute Bildqualität erwarten?

  1. Canon Powershot A810 - bedienungsfreundliche Digitalkamera
  2. Datenblatt
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© Canon

Das Kameragehäuse der Canon Powershot A810 ist auf der rechten Seite um etwa 6 mm dicker als auf der linken. Das sieht gewöhnungsbedürftig aus, bringt aber Vorteile. Dadurch liegt sie sehr gut in der Hand - wesentlich besser als die üblichen "Flachmänner" - und bietet nicht nur einem schmalbrüstigen Li-Ionen Akku Platz, sondern zwei ausgewachsenen AA-Mignonzellen, also Alkalibatterien oder NiMH-Akkus. Außerdem ist im Batteriefach noch der Slot für die Speicherkarte untergebracht, und das ist in dieser Kamera eine ausgewachsene SD-Karte und keine MicroSD.

Leicht zu bedienen

Es sind noch weitere positive Punkte, die die Canon Powershot A810 von anderen unterscheidet. Die Bedienelemente sind allesamt deutlich größer als üblich. Die Tasten an der Kamerarückseite haben einen Durchmesser von 8,5 mm, der Auslösetaster an der Kameraoberseite einen von sage und schreibe 12 mm. In Anlehnung an die mittlerweile hippen Senioren-Handys könnte man fast von einer seniorentauglichen Kamera sprechen.

Der Gewindeeinsatz für das Stativ ist im mittleren Bereich der Kameraunterseite und aus Metall, bei einem UVP unter hundert Euro ist das lobenswert. Auch ansonsten ist die Verarbeitung der Canon Powershot A810 solide. Der Steckanschluss wird von einem Deckel verschlossen, der zwar gut sitzt, aber nur an Gummifüßen hängt. 

Die Qualität aller Bedienelemente ist gut, ihre Kennzeichnung groß und deutlich. In der Mitte des Vierwegetasters befindet sich die Func-Set-Taste, die wichtige Parameter direkt anzeigt. Alle Werte können verändert werden. Weitere Einstellungen sind in dem übersichtlichen, gut strukturierten Hauptmenü zugänglich.

Funktionelles Display

Das Display der Canon Powershot A810 ist nur 2,7 Zoll groß und mit 76.000 RGB-Pixeln nicht eben hochauflösend, die Abbildung aber scharf und natürlich, Symbole und Text gut lesbar. Hat der Nutzer Fragen, kann er direkt mit der Fragezeichentaste Hilfe anfordern. Hilfetext und eine Abbildung der betreffenden Bedienelemente werden daraufhin am Display angezeigt.

Neben der vollautomatischen Belichtungssteuerung kann man auf diverse Programmautomatiken zurückgreifen, die für 32 unterschiedliche Aufnahmesituationen die richtigen Einstellungen bieten. Videos nimmt die Powershot A810 in 1280 x 720 LP auf.

Die Brennweite von 28 bis 140 mm (KB) ist alltagstauglich, auch wenn eine etwas kleinere Brennweite nicht schaden könnte. Andererseits biete sie schon mehr als die direkte Konkurrenz - nämlich Handys und Smartphones - zu bieten hat. Dazu kommt ein minimaler Aufnahmeabstand von 3 cm. Auch die Anfangslichtstärke von f2,8 im Weitwinkel kann sich sehen lassen, über f6,9 bei langer Brennweite hüllen wir den Mantel des Schweigens.

Kleiner Preis, kleine Bildqualität?

An die Bildqualität stellen wir bei einer 90-Euro-Kamera keine üppigen Ansprüche, folglich werden auch keine enttäuscht. Mit einer Mittenauflösung von 1585 LP/BH (WW, ISO 100) und einem Randabfall Richtung 400 LP/BH liegt die Canon Powershot A810 durchaus gleichauf mit deutlich teureren Kameras.

Hohe Werte für das visuelle Rauschen (VN 2,5) und die Kurtosis (3,0) schon bei ISO100 kosten dagegen viele Punkte, so reicht es letztlich nicht zu einem Preis-Leistungs-Tipp.  Für unter 90 Euro bietet die Kamera trotzdem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit

Die Canon Powershot A810 ist eine praktische, handliche Kamera, mit großen Bedienelementen und einer einfachen, aber klugen Bedienerführung.  

Canon Powershot A810

HerstellerCanon
Preis120.00 €
Wertung24.5 Punkte
Testverfahren1.6

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