TESTBERICHT

Canon Powershot A4000 IS - guter Begleiter für sonnige Urlaubstage

Die Canon Powershot A4000IS kostet deutlich unter 200 Euro und hat dafür eine Menge zu bieten. Überzeugen auch die Bilder?

  1. Canon Powershot A4000 IS - guter Begleiter für sonnige Urlaubstage
  2. Datenblatt
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© Canon

Über Formen, Materialien und Oberflächen kann man endlos diskutieren. Muss man aber nicht. Bei der Canon Powershot A4000 IS gibt es dazu nur festzuhalten: passt. Das deutlich bauchig geformte Metallgehäuse sieht prima aus und liegt gut in der Hand. Dazu trägt vor allem die Gehäuseoberfläche bei, sie ist leicht angeraut, fast wie sandgestrahlt. Diese feine Struktur vermittelt - im Gegensatz zu vielen glatt polierten Gehäusen - ein passables Haltegefühl. An die 145 Gramm kann man sich schnell gewöhnen, die Kamera bietet sich also als ständiger Begleiter an.  

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© Canon

Alle Bedienelemente sind von sehr guter Qualität und die den Tasten zugeordneten Symbole gut zu erkennen. Durch die Func-Set-Taste sind die wichtigsten Einstellungen direkt zu erreichen, etwa ISO, Weißabgleich, Korrekturfaktor, Auflösung, Einzelbild oder Serie und Selbstauslöser. Das 3-Zoll-Display mit 76600 RGB-Pixeln ist scharf und farbneutral. Was sofort auffällt sind die angenehm großen Symbole, die am Display bei allen Lichtverhältnissen gut abzulesen sind. Die Taste mit Fragezeichen hilft dem User, wenn etwas unklar ist. Das haben auch andere Kameras, doch hier gefällt der direkte Weg zur Hilfe-Funktion und die einfache, klare Gestaltung des Hilfe-Menüs. Der Brennweitenbereich von 28 bis 224 mm (KB) ist für den fotografischen Alltag mehr als ausreichend und größer als bei den anderen Anfang 2012 vorgestellten Modellen der A-Serie (A3400 IS, A2400 IS, A2300, A1300 und A810). Die 28 mm im Weitwinkel sind nicht rekordverdächtig, hier bieten viel Kompakte schon 24 oder 25 mm als kürzeste Brennweite. Die Bildübertragung wird optisch stabilisiert, um die Verwacklungsunschärfe zu reduzieren. Nur mäßig ist die Lichtstärke des Objektivs: f3,0 im Weitwinkel und f5,9 im Tele. Wer im Makromodus entsprechende Nahaufnahmen machen möchte, darf dem Motiv bis zu einer Nähe von einem Zentimeter auf den Pelz rücken. Der Videomodus löst im HD-Format (1.280 x 710 Bildpunkte) 24 Bilder pro Sekunde auf. Dabei steht nur ein 4-faches Digital-Zoom zur Verfügung, kein optisches.Als Sensor kommt ein 1/2,33-Zoll-CCD zum Einsatz, der eine Auflösung von 16 Megapixeln hat - das liegt genauso mitten im Mainstream wie die Eckdaten der Auflösung: 1602 LP/BH im Weitwinkel bei ISO, die nach dem Ecken hin auf 1228 LP/BH abfällt. Von ISO-Stufe zu ISO-Stufe lässt die Auflösung erwartungsgemäß nach und liegt bei ISO 1600 in der Bildmitte noch bei 1087 LP/BH. Ein relativ hoher Kurtosiswert schon bei ISO 100 zeigt, dass der Prozessor massiv ins Bild eingreift. Bei niedriger Empfindlichkeit gelingt ihm das gut, denn feine Strukturen bleiben erhalten und das Rauschen ist zwar sichtbar, stört aber kaum. Eher erinnert es an feines Filmkorn. Die Gesichter der Modelle in unseren Testaufnahmen wirken eben, Steine und Gras haben noch deutlich sichtbar Struktur. Erstaunlich gut der Dynamikumfang bei dieser Empfindlichkeit: Satte 10 Blenden werden im Messlabor ermittelt. Schon bei ISO 400 wird die Bildqualität aber deutlich schlechter. Die grauen Steine werden zu einer amorphen Masse verknetet und die Modells sehen aus, als blättere das Makeup. Noch schlimmer werden die Bilder bei weiter steigender Empfindlichkeit. So zeigt die Canon Powershot A4000 IS zwei Gesichter: Hui bei gutem Licht, eher pfui, wenn bei Lichtmangel eine höhere Empfindlichkeit erforderlich ist.Fazit: Die Canon Powershot A4000 IS ist eine kleine, bildschöne und zudem bezahlbare Kamera für die Hemdtasche. Die Bildqualität bei ISO 100 ist in Ordnung, höhere Empfindlichkeiten sollte man vermeiden.

Canon Powershot A4000 IS

HerstellerCanon
Preis180.00 €
Wertung29.0 Punkte
Testverfahren1.6

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