Testbericht

Canon Ixus 130 - 18 mm flache Lifestyle-Kamera

  1. Canon Ixus 130 - 18 mm flache Lifestyle-Kamera
  2. Datenblatt
Canon Digital Ixus 130

© Archiv

Canon Digital Ixus 130

Die Canon Ixus 130 ist noch etwas zierlicher als ihre Vorgängerin Digital Ixus 120 , misst statt 20 nur 18 mm in der Tiefe. Das formschöne Edelstahlgehäuse fühlt sich mit seinen abgeflachten Kanten gut an. Für diejenigen, die mit ihrer Kamera auffallen wollen, gibt es neben der silbernen und schwarzen auch eine pink- und eine orangefarbene Variante.

Wie die Ixus 120 hat die Ixus 130 ein 4-fach-Zoom mit 28 bis 112 mm (KB-äquivalent) und bewegliche Linsen, die vor allem bei längeren Belichtungszeiten gegen Verwacklungsunschärfe helfen sollen. Neu ist dagegen der Sensor: Die Ixus 130 arbeitet wie so viele aktuelle Frühjahrsmodelle mit einem 1/2,3-Zoll-CCD, auf dem sich statt 10 oder 12 nun 14 Megapixel den ohnehin schon eingeschränkten Platz teilen müssen. Daraus ergibt sich ein Pixeldurchmesser von etwa 1,4 μm. Der 2,7-Zoll-Monitor zeigt bei schwachem Umgebungslicht eine stimmige, aber verrauschte Vorschau - schließlich muss die Kamera das Signal im Dunkeln ordentlich verstärken.

Das Funktionsspektrum bleibt gegenüber der Ixus 120 nahezu unverändert. Es umfasst eine HD-Videofunktion und eine miniHDMI-Schnittstelle, zudem Regler für Schärfe, Kontrast und Farbsättigung. Der Fotograf kann jedoch weder Blende, Belichtungszeit und Fokus noch die Intensität des Blitzlichts manuell bestimmen. Dafür passt die Ixus 130 die Blitzleistung im Automatikmodus selbstständig an die gerade herrschenden Bedingungen an, hellt gegebenenfalls dunkle Bildbereiche auf, um die Dynamik zu verbessern, und kombiniert bei Selbstporträts auf Wunsch den Selbstauslöser mit der Gesichtserkennung. Der Autofokus machte im Lowlight-Test zwei Fehler. Die Auslöseverzögerung lag bei 0,52 s im Weitwinkel - da sind andere Kompaktkameras schneller.

Bildqualität: Die Ixus 130 holt aus ihrem 14-Megapixel-Sensor eine deutlich höhere Mittenauflösung heraus als die Ixus 120 aus ihrem 12-Megapixel-CCD, erreicht statt maximal 1389 teils sogar sehr gute 1501 LP/BH. An den Ecken sieht das Ergebnis jedoch weit weniger herausragend aus: Im Weitwinkel schafft die Ixus 130 gerade einmal 930 LP/BH bei ISO 100. Der Leistungsabfall von der Mitte zu den Ecken beträgt also innerhalb ein und desselben Bildes 571 LP/BH. Beim Bildrauschen herrscht Gleichstand: Jung und Alt schneiden mit 1,4/1,9 VN (ISO100/400) gleichermaßen gut ab. Den Texturverlust konnte Canon deutlich senken, und zwar von Kurtosis 1,5/2,5 (Ixus 120) auf 1,1/1,7 (Ixus 130), was für eine bessere, wenn auch nicht besonders gute Detailwiedergabe spricht. Der Dynamikumfang ist mit 9,5 Blenden groß, die chromatische Aberration im Weitwinkel ausgeprägt (1,8 Pixel).

Fazit: Wegen der sehr hohen Mittenauflösung und der besseren Textur erhält die Ixus 130 für ihre Bildqualität einige Punkte mehr als die ältere Ixus 120. Außerdem unterstützt sie im Gegensatz zur Vorgängerin die neuen SDXC-Speicherkarten und ist noch etwas flacher. Der Preis (240 Euro) geht in Ordnung.

Canon Ixus 130

HerstellerCanon
Preis230.00 €
Wertung62.0 Punkte
Testverfahren1.5

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