TESTBERICHT

Canon Ixus 125 HS

Auch wenn sich Ixus- und Powershot-Modelle immer ähnlicher sehen, haben die Ixus-Kameras im Test meist die Nase vorn. Wir waren deshalb gespannt auf die neue Canon Ixus 125 HS.

  1. Canon Ixus 125 HS
  2. Datenblatt
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© Canon

Mit einer Größe 93 x 57 x 20 mm und einem Gewicht von 135 Gramm ist das Gehäuse dieser Ixus identisch mit vielen Powershot Modellen (A2300 , A2400, A3400), schöner ist jedoch die Ixus. Nicht umsonst gehört die Baureihe zu den erfolgreichsten unter den digitalen Kompaktkameras. Ein leicht angerautes Metallgehäuse mit Bedienelementen, die bündig an die Kameraoberfläche angepasst sind - das sieht schon schick aus. Der Vierwegetaster und die anderen Knöpfe an der  Kamerarückseite fallen eher klein aus. Das könnte Fotografen mit großen Händen vor Probleme stellen. Dafür haben sie günstige Druckpunkte, die es ermöglichen, auch mit der Kameraoberfläche bündige Tastelemente zuverlässig und ohne Fummelei zu betätigen. Die Kennzeichnung aller Bedienelemente ist deutlich. Zuverlässige Funktion und gutes Design schließen sich da nicht aus.

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© Canon

Das Display misst 3 Zoll in der Diagonalen und löst 153.600 RGB-Pixel auf. Im Vergleich mit anderen Kompakten ist die Winkelabhängigkeit beim Betrachten des Displays sehr gering, abgebildete Symbole und Text sind deutlich und von sehr angenehmer Größe. Das Canon-Menü mit seiner einfachen Struktur erlaubt auch weniger routinierten Fotografen, wesentlichen Einstellungen schnell zu finden und zu ändern. Die Func-Set-Taste in der Mitte des Vierwegetasters bietet Schnellzugriff auf häufiger zu verändernde Einstellungen, das Hauptmenü hinter der Menütaste ist für die elementaren Einstellungen zuständig. Alles einfach und überschaubar. Optional bietet Canon ein Unterwassergehäuse für bis zu drei Meter Tauchtiefe an.Die Ausstattung der Canon IXUS 125 HS richtet sich eher an den Einsteiger, der ohne großen Aufwand sauber belichtete Fotos machen möchte. Alle Aufnahmemodi sind Automatiken - direkten Zugriff auf Blende und Belichtungszeit gibt es nicht, dafür den intelligenten Smart-AUTO-Modus. Er analysiert das Motiv vor der Kamera und ordnet es einem von inzwischen 58 Motivprogrammen zu. Mit der Face ID- Funktion werden bis zu 12 Gesichter erkannt und vom Autofokus bevorzugt im Schärfebereich platziert. Die gespeicherten Altersangaben beeinflussen die Automatik, so werden Babies möglichst ohne automatischen Blitz und Kamerageräusche aufgenommen und der Prozessor rechnet die Bilder weich. Interessant ist auch die Tagebuchfunktion, bei der vor jedem Foto eine kurze Videosequenz (in 720p) aufgenommen wird. Ansonsten sind Videoaufnahmen natürlich im Full HD Format mit 1.080p möglich und werden vom Bildstabilisator unterstützt.Mit AF-Zeiten zwischen 0,40 und 0,64 Sekunden läuft die Kamera mit dem Hauptfeld, nimmt sich zwischen den Aufnahmen aber deutlich mehr Zeit als der Durchschnitt. Die Brennweite des Objektivs reicht von 24 bis 120 mm (KB), mit einer Anfangsöffnung von f2,7 bei der kurzen Brennweite und f5,9 bei der langen - das ist nicht überragend, aber praxisgerecht. Die Bilder werden von einem 16-Megapixel-CMOS-Sensor festgehalten. Bei ISO 100 liefert die IXUS 125 HS über alle Brennweiten anständige Bilder ab, wobei die Teleaufnahmen wärmer und weicher abgestimmt sind. Das Rauschen ist bei dieser Eingangsempfindlichkeit bereits deutlich sichtbar, die Bilder wirken aber noch harmonisch. Das fängt bei ISO 400 an zu kippen, höhere Empfindlichkeiten sollte man besser meiden.Fazit: Eine Schnappschusskamera der gehobenen Klasse mit grundsolider Verarbeitung, durchdachter Bedienung und brauchbaren Bildergebnissen bei niedriger Empfindlichkeit.

Canon Ixus 125 HS

HerstellerCanon
Preis170.00 €
Wertung44.5 Punkte
Testverfahren1.6

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