Testbericht

Canon EOS 600D - Im RAW-Test

Die EOS 600D gehört nicht nur einer höheren Preis-, sondern auch einer anderen Leistungsklasse an als die 220 Euro günstigere EOS 1100D. Vor allem die Ausstattung scheint in wichtigen Punkten aufgewertet.

  1. Canon EOS 600D - Im RAW-Test
  2. Datenblatt
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© Canon

Beispielsweise verbaut Canon hier einen 18- statt 12-MP-CMOS, einen größeren, guten 3-Zoll-Monitor mit 347 000 RGB-Pixeln, der sich um 180 Grad ausklappen und um 270 Grad drehen lässt, sowie einen optischen Sucher mit 0,5x statt 0,4x effektiver Vergrößerung. Das Kunststoffgehäuse wirkt wertiger und hat im Gegensatz zu dem der 1100D eine raue Oberfläche am Griff und an der Auflagefläche für den rechten Daumen. Außerdem gibt es einen eingebauten Infrarotempfänger für Fernauslöser und neben der Matrix-, mittenbetonten und selektiven (ca. 9 % des Gesichtsfelds) eine Spot-Belichtungsmessung (ca. 4% des Gesichtsfelds).

Videos nimmt Canons D600 mit 1920 x 1080 Pixeln bei 30 Vollbildern/s auf, allerdings ohne kontinuierlichen Autofokus. Fürs Fotografieren im Live-View-Modus bietet die EOS sowohl einen Phasen-AF mit Dunkelphase als auch ein Kontrast-AF-System. Die Auslöseverzögerung betrug im Test 0,29/0,30 s bei 1000/30 Lux (im Sucherbetrieb, inkl. Phasen-AF) - da kann weder die 1100D noch die Konkurrenz von Nikon mithalten.

BildqualitätDank 6 Megapixeln mehr auf dem Sensor schafft die 600D erwartungsgemäß eine erheblich höhere Auflösung als die 1100D und muss sich mit 1728 bis 1882 LP/BH nur der Panasonic G3 und dem 24-MP-Boliden Sony Alpha 65 geschlagen geben. RAW gegenüber JPEG bedeutet ein Auflösungsplus von 11 (ISO 100) bis 65 % (ISO 12 800). Was die Darstellung farbiger, ungleichmäßiger Strukturen betrifft, fällt der Abstand zur 1100D jedoch weniger überzeugend aus (RAW: 909/442 LP/BH bei ISO 100/6400). Fast identisch sind die Rauschergebnisse des internen JPEG-Prozesses und der RAW-Verarbeitung per Lightroom. VN-Werte zwischen 0,5 und 2,3 sind nicht überragend, doch im Klassenvergleich okay. Gleiches gilt für den Objektkontrast von max. 9,0 Blenden. Allerdings sackt er bereits einige ISO-Stufen früher als im JPEG-Modus ab. Die bessere Textur macht dieses Minus aber mehr als wett.

Download: Tabelle

FazitDen Punktevorsprung gegenüber der 1100D verdankt die 600D vor allem der höheren Auflösung. Außerdem hat sie den größeren, verstellbaren Monitor, das griffigere Gehäuse und Full-HD-Video, was für viele den satten Aufpreis rechtfertigen dürfte. Im Vergleich zu JPEG bringt das RAW-Format im Detail bessere Ergebnisse, aber keinen Quantensprung. Kauftipp Preis/Leistung.

Den JPEG-basierten Test der Canon EOS 600D finden Sie hier .

www.canon.de

Canon EOS 600D RAW

HerstellerCanon
Preis600.00 €
Wertung51.5 Punkte
Testverfahren1.6

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