Testbericht

Canon EOS 1D Mark III

Die 10-Megapixel-EOS 1D Mark III liefert eine gemessene Auflösung von 1177/1178 LP/BH bei ISO 100/400, etwas weniger als die 12-Megapixel-Konkurrentinnen von Nikon mit 1236/1225 LP/BH (D3) und 1354/1330 LP/BH (D2Xs). Beim Rauschen (0,5 bis 1,9 VN zwischen ISO 100 und 1600) wird die Nikon D2Xs deutlich übertroffen; die Nikon D3 ist in diesem Punkt aber klar überlegen (0,5 bis 0,9 VN zwischen ISO 100 und 1600). Beim Objektkontrast erreicht die Kamera sehr gute Werte zwischen 10 Blenden bei ISO 100 und 9 Blenden bei ISO 1600, der Nikon D3 vergleichbar. Mit 59,5/59 Punkten bei ISO 100/400 wird ein sehr gutes Ergebnis für die Bildqualität erreicht.

Canon EOS 1D Mark III Vorderseite

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Canon EOS 1D Mark III Vorderseite
Canon EOS 1D Mark III Aufsicht

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Als Zubehör: Der Wireless File Transmitter WFT-E2 erlaubt die kabellose Übertragung von Bilddaten.

Mit einem Marktpreis unter 4000 Euro kostet die EOS 1D Mark III nur etwa halb soviel wie das Topmodell 1Ds. Man erhält dafür ein Profi-Gehäuse mit identischem Aufbau und Bedienkonzept, allerdings nur die Hälfte an nomineller Auflösung: 10 statt 21 Megapixel. Allerdings wird  hier das Bedürfnis nach Schnelligkeit in rekordverdächtiger Weise erfüllt: Rund 10 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung und weit über 100 mögliche Bilder in Serie sind ebenso Spitze wie die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit von 0,15 s.

Der zur Bildaufzeichnung verwendete CMOS der EOS 1D Mark III bietet eine effektiv nutzbare Fläche von 28,1 x 18,7 mm und einen Bildwinkelfaktor von 1,3. Das begünstigt die Telefotografie und schränkt den Einsatz von Weitwinkelobjektiven weniger ein, als man das etwa von einer EOS 40D mit Bildwinkelfaktor 1,6 kennt. Im Gegensatz zu den Modellen mit Vollformatsensor nutzt die Kamera den Bildkreis von Kleinbildobjektiven nicht voll aus, was das System weniger anfällig für Qualitätsprobleme im Randbereich der Aufnahme macht. Nur bei der effektiven Suchervergrößerung erreicht die EOS 1D Mark III mit 0,58 keinen Spitzenwert: Der Sucher erscheint deutlich kleiner als bei der EOS 1Ds Mark III (0,76) oder Nikon D3 (0,70).

Canon EOS 1D Mark III Netzadapter

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Ein Netzadapter befindet sich bei den Profi-Modellen von Canon bereits im Lieferumfang.

Wenn nicht die volle Auflösung gefordert ist, was etwa bei Zeitungsfotografen häufig vorkommt, kann die Kamera ein verkleinertes RAW-Format (sRAW) mit 2,5 Megapixel Auflösung und einem Viertel der üblichen Dateigröße aufzeichnen. So bleiben alle Bearbeitungsmöglichkeiten durch den RAW-Konverter bei geringerem Speicherplatzbedarf erhalten. Wie beim vollen RAW-Format können dabei auch JPEGs parallel gespeichert werden. Zum Speichern der Bilder steht jeweils ein Slot für CompactFlash und SD-Karte bereit.

Der 3-Zoll-Monitor an der Rückseite lässt sich im Live-View-Modus auch als Motivsucher verwenden, wobei man wie bei der EOS 1Ds Mark III auf den eingebauten Autofokus mit 45 AF-Sensoren verzichten muss. Über Aufnahmeeinstellungen und Messdaten informiert ein LC-Display rechts oben am Gehäuse, ergänzt durch ein schmales LCD unterhalb des TFT-Monitors.

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Test

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$umbruch$ Beurteilung nach neuen Testkriterien

Canon 1D Mark III

Reagiert zwar schneller auf den Auslöser als die Canon 1Ds, kommt aber nicht an deren überragende Bildqualitäten heran. Bei ISO 100 ist die Bildqualität noch sehr gut, dank geringem Bildrauschen. Bei ISO 400 ist sie noch gut, ebenso bei ISO 800, bleibt aber hinter den beiden Mitstreitern von Canon und Nikon in diesen Werten auf dem dritten Platz. Auch bei ISO 1600 schwächelt die Canon 1D. Von vorneherein reicht die Grenzauflösung nicht an die Pixelmacht der großen Schwester heran. So bleibt der dritte Platz unter den Profikameras.

Detaillierte Testergebnisse - Canon EOS 1D Mark III

Aufnahmemodus Canon EOS 1D Mark III

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Im Aufnahmemodus kann die Set-Taste zum schnellen Aufrufen verschiedener Funktionen verwendet werden.
Akkuladung Canon EOS 1D Mark III

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Über den Zustand des Akkus wird man umfassend auf der entsprechenden Menüseite informiert.

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