Testbericht

Canon EOS 1100D im Test: Gelungener Einstieg

Mit der EOS 1100D schickt Canon ein Kamera-Update ins Rennen, das im Einsteigersegment die EOS 1000D ablöst

  1. Canon EOS 1100D im Test: Gelungener Einstieg
  2. Datenblatt
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© Canon

Pro

  • Gute Bildqualität bis ISO 1.600
  • Einsteigerfreundliches Bedienkonzept

Contra

  • Display mit geringer Auflösung
  • Keine Full-HD-Videos
61,4%

Für knapp 430 Euro bietet die Canon EOS 1100D einen 12 Megapixel auflösenden CMOS-Sensor, eine Videofunktion und ein gefälliges Gehäuse. Zur Ausstattung gehört ein neuer Pentaspiegelsucher (95 Prozent Bildfeldabdeckung und effektive Vergrößerung von nur 0,4x). Der LCD-Monitor ist 2,7 Zoll groß, bietet aber eine recht magere Auflösung von 76.600 RGB-Pixeln.

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Canon hat seinem Einsteiger eine Videofunktion spendiert: Allerdings kann sie Filme "nur" in einfacher HD-Qualität (1280 x 720 Pixel) und ohne Nachführautofokus im MOV-Format aufzeichnen. Im H.264-Codec zeichnet sie 17 Minuten bei 30 B/s (max. Datenmenge 4 GB) mit Mono-Ton auf. Sichtbar gearbeitet wurde an einem einsteigerfreundlichen Bedienkonzept: Zur vereinfachten Menüführung wird eine plakative Soforthilfe auf dem Monitor angezeigt. Zudem wurde die Tastenanordnung leicht modifiziert.

Bildergalerie

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Systemkameras

Das Moduswahlrad stellt die bekannten Belichtungsprogramme, ergänzt durch ein Spezialprogramm für maximale Schärfetiefe, benutzerdefinierte Einstellungen und eine Kreativautomatik. Neu ist eine "Quick-Control-" und "Videotaste" rechts neben dem Monitor, eine Objektivkorrektur sowie eine "Basic+"-Funktion, die Aufnahmen präzise auf Umgebung, Lichtverhältnisse und Motiv abstimmt.

Autofokus

Die 1100D bietet eine iFCL-Belichtungsmessung mit 63 Messsensoren, damit das Gleiche wie die höherwertigen EOS-Modelle. Die Empfindlichkeit ist von ISO 100 bis 6400 einstellbar, die Belichtung bis + 5 Blenden steuerbar. Eine Spotmessung bietet die 1100D allerdings nicht. Das AF-System arbeitet mit neun und einem mittigen Kreuzsensor.

In puncto Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit hat sie gegenüber der 1000D zwar nicht dazu gewonnen, kann sich mit 0,32/044 s bei 1000/30 Lux aber Canon-like im Testfeld vorne positionieren.

Bildqualität

Die EOS 1100D erreicht bei ISO-Werten bis 1600 sehr gute Ergebnisse. Die gemessene Auflösung beträgt maximal 1284 LP/BH bei ISO 100 und 1221 LP/BH bei ISO 1600. Einige Konkurrenten wie die Olympus kommen zwar auf deutlich höhere Werte, müssen dafür aber an anderer Stelle wie der Feinzeichnung Federn lassen.

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Ab ISO 1600 schneiden die Nikon D5000 und die Pentax K-x besser ab, sodass hier letztendlich ein Führungstrio entsteht mit der Canon, der Nikon D5000 und der Pentax K-x. Gegenüber beiden hat die Canon in puncto Kurtosis das Nachsehen. Dafür zeigt die Canon ein etwas besseres Rauschverhalten. Top-Werte erreicht sie auch bei der Dynamik.

Canon EOS 1100D

HerstellerCanon
Preis350.00 €
Wertung47.5 Punkte
Testverfahren1.6

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