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Blu-ray-Komplettsystem Philips HTS9520 mit 360-Sound-Technologie

Philips will mit Miniatur-Lautsprechern noch mehr Surround-Gefühl als herkömmliche 5.1-Sets erzeugen: dank der sogenannten 360-Sound-Technik. Gelingt es dem 5.1-Blu-ray-Komplettsystem, sich von den Mitbewerbern abzusetzen?

  1. Blu-ray-Komplettsystem Philips HTS9520 mit 360-Sound-Technologie
  2. Audioeindrücke und Fazit
  3. Marktübersicht
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© Archiv

Die Entscheidung für oder gegen ein Surround-System ist nicht zuletzt eine Platz- und Komfortfrage: Die Lautsprecher sollen nicht zu groß sein und ins Wandregal passen, Kabel quer durch das Zimmer verlegt man nur ungern, und die elektronischen Geräte unter dem Fernseher sollen auch möglichst wenig Stauraum benötigen.

Optimal wären also winzige Speaker, die sich drahtlos miteinander verbinden und dabei kinoreifen Sound bieten. Dazu noch eine Schaltzentrale, die Receiver und Blu-ray-Laufwerk mitbringt.

Solch ein Rundum-glücklich-Paket liefert Philips nicht, aber die Niederländer kommen mit dem 5.1-Blu-ray-Komplettsystem HTS9520 nahe dran. Die Schaltzentrale erfüllt alle zuvor genannten Kriterien, die vier Satelliten-Lautsprecher sind gerade zehn Zentimeter breit und 25 Zentimeter hoch, und Center und Subwoofer entsprechen mit ihren geringen Maßen den Platzvorgaben.

Für den Anschluss sind Kabel nötig, doch ein optionales Wireless-Modul (Philips RWSS9500) für die Rücklautsprecher ist für 230 Euro zu haben.

Gegen die Überlegungen zum Platzsparen spricht, dass möglichst viele Lautsprecher zum Einsatz kommen sollten, um maximales Surround-Gefühl zu erzeugen. Vor allem bei den Rücklautsprechern ist eine Klangkulisse gefragt, in der sich einzelne Lautsprecher nicht orten lassen. Ein probates Mittel ist, zwei weitere Lautsprecher zu den beiden Rücklautsprechern im 5.1-Set zu stellen - mit entsprechend mehr Platzbedarf.

Dieses Problem hat Philips mit dem 5.1-System HTS9520 elegant gelöst. Kern ist die 360-Sound-Technologie mit vier Satellitenlautsprechern, die aus zwei Kammern bestehen. Die obere beheimatet ein 63-mm-Chassis für die Tief-/Mitten-Wiedergabe und einen 25-mm-Gewebekalotten-Hochtöner.

In der unteren Kammer steckt ein Dipol, der nach links und rechts abstrahlt. Die beiden gegenüberliegenden Breitband-Lautsprecher arbeiten gegenphasig und sind für den Diffusschall verantwortlich, der auch über Wandreflexionen zum Hörer gelangt.

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Das Alumiumgehäuse der vier Satelliten wirkt robust und edel. Für die Wandbefestigung gibt es optionale Halterungen.

Zehn verschiedene Kanäle

Damit die Membranen mit den entsprechenden Signalen versorgt werden, findet im Inneren der Steuerzentrale eine eigens entwickelte digitale Soundverarbeitung statt. Das Ergebnis sind zehn verschiedene Signale, die an die Boxen weitergeleitet werden - die beiden Dipollautsprecher werden also einzeln angesteuert. Damit die Soundprozessoren richtig arbeiten, muss der Nutzer bei der Installation Beschaffenheit und Entfernung der Wände eingeben.

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© Video Homevision

Das Home-Menü führt nicht nur zu allen Quellen, sondern bietet auch Zugriff auf das Handbuch - praktischer geht es kaum.

Auch in anderen Bereichen hat Philips voll in die Funktionskiste gegriffen, um größtmöglichen Komfort zu bieten. Insbesondere die Multimedia-Abteilung wurde üppig ausgestattet. Das System bietet Zugriff auf Net TV, den Online-Dienst von Philips.

Hier findet man etwa Videoclips der "Tagesschau", Wetter-Informationen, und selbst herkömmliche Webseiten lassen sich aufrufen. Das klappt mit geringer Wartezeit, sofern die Internet-Verbindung über ausreichend Bandbreite verfügt.

Nicht ganz so zügig funktioniert das Navigieren, um Inhalte aus dem DLNA-Netzwerk abzurufen. Die Liste der unterstützten Video-, Musik- und Bild-Formate ist lang und beinhaltet etwa DivX HD. Als Datenquelle kann alternativ ein USB-Speicher dienen. Eine zweite USB-Buchse lässt sich dann immer noch zum Anschluss des optionalen WLAN-n-Dongles nutzen.

Download: Tabelle

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