Testbericht

Bildbearbeitungs-Software: Der Foto-König

Kaum ein Jahr nach der letzten Programmversion kommt Adobes Photoshop als CS2 mit vielen Neuerungen auf den Markt. Und diese können sich durchaus sehen lassen, sodass ein Upgrade für viele Profi- und Amateurfotografen sicher lohnenswert ist.

Bildbearbeitungs-Software: Der Foto-König

© Testlabor Printredaktionen

Bildbearbeitungs-Software: Der Foto-König

So hat Adobe seiner Top-Bildbearbeitung mit Adobe Bridge ein neues Feature gegönnt, das so auffallend wie praktisch ist. Dabei handelt es sich um einen deutlich verbesserten Datei- Browser. Die Datei-Verwaltung bietet jetzt unter anderem skalierbare Miniaturansichten und einen Präsentationsmodus. Darüber hinaus erlaubt der Browser auch eine Stapelverarbeitung von Dateien, die im RAW-Format vorliegen. So können etwa bestimmte Farboder Kontraständerungen gleich auf mehrere Bilder übertragen werden. Nützlich, gut und einfach zu handhaben sind neue Funktionen, etwa zum Entfernen von Bildstörungen. Bequem über einen Schieberegler entfernen Hobbyfotografen mit dem Filter "Störungen reduzieren" Bildrauschen, sodass das Foto schließlich weniger körnig erscheint.

Wesentlich einfacher lassen sich mit Photoshop CS2 jetzt rote Augen bei Blitzlichtaufnahmen von Personen entfernen. Dafür gibt es ein eigenes Werkzeug, bei dem ein Mausklick auf das rote Auge genügt, um die Pupille abzudunkeln. Pupillengröße und Grad der Abdunklung ist natürlich einstellbar. Leider versteckt sich das Werkzeug in der Gruppe der Reparaturpinsel. Aber genau hier gibt es noch ein praktisches Werkzeug zur Bildkorrektur. Zwar trägt das überaus nützliche Werkzeug einen Namen, der eher abschreckt, doch ist das "Bereichsreparatur-Pinsel- Werkzeug" ein Wunderwerkzeug zum Beheben von Schönheitsfehler. Mussten dafür in früheren Photoshop-Versionen bestimmte Bildbereiche ausgewählt werden, um sie schließlich auf die fehlerhaften Bereiche zu kopieren, reicht jetzt ein Mausklick aus, um etwa Falten und störende Pickel zu entfernen. Eine Funktion, die zwar sicher nicht täglich zum Einsatz kommt, die aber deswegen nicht weniger gut ist, dürfte der Fluchtpunkt genannte Filter sein. Damit lassen sich kopierte Objekte so in ein Bild einbauen, dass sie sich automatisch der Perspektive anpassen. Neben diesen Neuerungen glänzt das Profi-Programm darüber hinaus etwa mit anpassbaren und speicherbaren Arbeitsbereichen. Jeder Nutzer ordnet Paletten und Befehle nach eigenen Wünschen an und findet den Arbeitsbereich immer wieder gleich vor. Damit auch Einsteiger möglichst rasch mit den neuen Funktionen von Photoshop arbeiten, bietet die programminterne Hilfe einen guten Überblick. Nichtsdestotrotz bleibt das Programm das Tool der Wahl für Profi-Fotografen.

Preis: 899,- Euro Punkte: 93 Gesamtwertung: sehr gut

http://www.adobe.de

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