Testbericht

Betatest Adobe CS4 Creative Suite

Die Creative Suite Production Premium richtet sich an Filmproduktionsteams wie besonders anspruchsvolle Amateur-Cutter. Doch noch klaffen Lücken im Angebot.

  1. Betatest Adobe CS4 Creative Suite
  2. Effekte satt
Software Betatest CS4 Creative Suite Production Premium

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Software Betatest CS4 Creative Suite Production Premium

Teamwork ist Trumpf: Production Premium soll für alle Phasen der Produktion von DVDs, Filmen, Videos oder Web-Animationen maßgeschneiderte Lösungen bieten. Auf die wichtigsten Neuerungen in Bridge, Flash, Photoshop Extended und Illustrator sind wir bereits im Artikel [int:article,78055/] eingegangen. Dieser Beitrag konzentriert sich daher auf die Video-Bearbeitungs-Produkte.

Lückenhaft: Dynamic Link

Die Zusammenarbeit zwischen den Programmen hat Adobe nach eigener Aussage stark ausgebaut. Via Dynamic Link können Sie aus After Effects über Datei/Adobe Dynamic Link direkt eine Sequenz an Premiere Pro übergeben oder umgekehrt importieren. Normalerweise ist es erst nötig, eine Datei herauszurendern, das andere Programm zu starten, die gerenderte Datei zu importieren, zu bearbeiten, das Ergebnis zu berechnen und dann erneut ins Ursprungsprogramm zu importieren.

Durch Dynamik Link startet das jeweilige Programm automatisch mit der übergebenen Sequenz. In der uns vorliegenden Beta-Version war der Link noch ausbaufähig. Es macht z.B. wenig Sinn, dass eine Übergabe von Premiere Pro zum DVD-/Blu-ray-Authoring-Programm Encore, nicht jedoch zu Soundbooth vorgesehen ist - obwohl vor dem Authoring die Optimierung des Tons erfolgt.

OnLocation

Das Capture-Modul OnLocation war analogen Aufzeichnungsgeräten nachempfunden und wurde in der CS4- Version optisch an die übrigen Adobe-Produkte angeglichen. Mit OnLocation übertragen Sie Videodaten von einer Kamera, die nicht auf Dateibasis arbeitet, direkt auf Festplatte. Dabei lassen sich grundlegende Korrekturen wie etwa Helligkeits-Einstellungen an der Kamera einstellen.

OnLocation bietet gegenüber dem Capture-Modul von Premiere Pro erweiterte Optionen für das Capturing von Kameradaten, die auf Bändern aufgezeichnet wurden.

Premiere Pro: Dialogbereit

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Schnell-Sprung: Encore-Vorlagen lassen sich direkt an Photoshop übergeben.

Wie bei den meisten anderen Suite-Programmen (mit Ausnahme der stark angepassten Oberflächen von Flash und OnLocation) fällt auch bei Premiere Pro auf, dass optisch wenig auffällt: Wer schon mit Premiere gearbeitet hat, findet sich auf Anhieb zurecht.

Die auffälligste Neuerung in Premiere Pro sind Sprachtranskripten: Damit lassen sich etwa Dialoge in durchsuchbare Text-Metadaten mit Timecode-Informationen wandeln. Vorteil: Wer eine bestimmte Textstelle sucht, etwa "Paris", gelangt über einen Dialog direkt zur passenden Stelle im Clip.

Ähnlich, aber weniger kompliziert wie mit Skripten in Avid Media Composer, lässt sich das Videomaterial sogar auf Basis des Skripts schneiden. Dies kann vor allem dann viel Zeit sparen, wenn Sie mit mehreren Kameras zugleich eine Szene aufgenommen haben.

Ein großer Vorteil von Premiere Pro ist die Option, Videos nativ - also ohne Transkodierung oder Konvertierung - in Formaten wie AVCHD, P2, XDCAM EX und XDCAM HD zu schneiden. Rohmaterial auf Laufwerken und mobilen Datenträgern können Sie ohne vorherigen Import oder eine Konvertierung durchsuchen, erfassen und importieren.

Nach Aussage von Adobe-Entwicklern war eines der wichtigsten Ziele, die Arbeitsgeschwindigkeit zu steigern. Sofern die entsprechenden Formate bereits unterstützt wurden (MTS-Dateien etwa wurden von Premiere Pro anders als von After Effects auf unserem Test-PC unter Vista geflissentlich verweigert), scheint dies gelungen zu sein. Praktisch ist, dass das Zwischen-Rendering beim Verschieben von Sequenzen nach Encore entfällt.

Erstmals unterstützt Premiere Pro auch Photoshop-Dateien mit Video und Füllmethoden.Dennoch überzeugt die Beta bislang nicht - es fehlen weiterhin zu viele Funktionen wie die Option, nach Filmschnipseln zu suchen oder eine Szenentrennung nach Inhalt.

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