Beamer

BenQ W1350 im Test

Der BenQ W1350 ist ein vielversprechender Projektor für Heimkino-Freunde. Im Test muss sich der Einsteiger-Beamer beweisen.

BenQ W1350

© BenQ

BenQ W1350

BenQ schließt mit dem neuen W1350 die kleine verbliebene Lücke zwischen den Derivaten des W1070/1080 und dem gehobenen Einsteigermodell W1500. Das gilt für die Ausstattung und vor allem für den Preis. Für 1.250 Euro bekommt der geneigte Filmvorführer einen kompakten Projektor, der sich gleichermaßen für den mobilen wie fest installierten Betrieb eignet. Einerseits ist er kompakt und leicht, sein Objektiv mit vergleichsweise flexiblem 1,5-fach-Zoom und einem kleinen Lensshift flott mal eben irgendwo platziert, und einen einfachen Lautsprecher hat er gleich eingebaut. Andererseits legt die restliche Ausstattung einen Gebrauch im dezidierten Heimkino nahe, wie etwa die Fernbedienung mit ihrer nützlichen Tastenbeleuchtung.

Die Anschlüsse zeigen ebenfalls die Zwitternatur des BenQ W1350. Klar sind alle aktuellen Standards in Form von Buchsen vertreten. Einer der zwei HDMI-Eingänge versteht auch MHL zum Direktanschluss von Mobilgeräten und Multimediaplayern. Auch bietet BenQ einen Funkadapter zur drahtlosen HDMI-Übertragung an. Dazu passt der USB-Anschluss, der ausschließlich zur Stromversorgung für derlei Zubehör gedacht ist. Der zweite USB-Anschluss in Form einer Minibuchse dient nur der Firmware-Aktualisierung.

BenQ W1350 Anschlüsse

© BenQ

VGA- und Miniklinke-Audiobuchse des BenQ W1350 dürften eher ein Relikt aus der portablen Ecke sein. Dafür steht der Triggerausgang ganz klar für die Montage in einem Heimkino mit elektrischer Rolloleinwand, die sich genau damit steuern lässt. Fast schon übertrieben, aber eben mobil, schnell, nützlich sind die Stereo-Cinch-Eingänge, deren Signal allerdings auf dem kleinen Monolautsprecher des BenQs landen. Der spielt zwar schon schön laut, wenn es sein muss, aber bietet eher die Klang-qualität einer Freisprechanlage. Das mag für das lustige Katzenvideo aus Youtube okay sein, einen Spielfilm kann man damit nicht genießen.

3D-Gamer dürfte beim BenQ W1350 die serienmäßig mitgelieferte Shutterbrille freuen, genau wie Liebhaber von 3D-Kinofilmen auf Blu-ray Disc. Sie arbeitet mit einem Akku, der 30 Stunden halten soll. Leider braucht man zum Laden das beiliegende Spezialkabel und einen USB-Anschluss statt eines Standard-Mini-USB-Kabels. Dafür gibt's einen Stoffbeutel und ein Putztuch dazu. Weitere Brillen gibt es von BenQ für 59 Euro. DLP-typisch wirkte das 3D-Bild kristallklar und frei von Geisterbildern und flackerte praktisch nicht. So erträgt man 3D stundenlang.

BenQ 3D Brille

© BenQ

BenQ legt dem Projektor eine 3D-Shutter-Brille bei. Sie arbeitet mit einem Akku mit USB-Spezialladekabel.

Bildqualität

Die Bildqualität des BenQ W1350 gefiel den Testern für das angegebene Budget durchweg gut. Das Objektiv zeigte die quadratischen DLP-Spiegel scharf bis in die entfernten Bildecken. Eine geringe Kissenverzeichnung und zum Rand hin gleichförmig zunehmende Chromatische Aberation mit kleinen roten Säumen sind in dieser Preis-klasse noch typisch. Das 1,5-fach- Zoom bietet gemeinsam mit dem Lensshift eine gewisse Flexibilität bei der Aufstellung.

Auch die Bildeinstellungen ergaben bei der Wahl der richtigen Voreinstellungen und ein klein wenig Kalibrierung flott ein ausgewogenes und subjektiv knackscharfes Bild.

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Vor allem wirkten mittlere Farbsättigungen und die Bildtiefe realistisch, was in dieser Preisklasse leider noch eher selten anzutreffen ist. So lassen sich Filme genau in der vom Regisseur beabsichtigten Farbstimmung und die eigene Fotosammlung wirklich genießen.

Fazit

Für angehende Heimcineasten bietet BenQ mit dem W1350 ein angenehm ausgewogenes Paket mit allen relevanten Funktionen, Anschlüssen und einem vergleichsweise scharfen Objektiv. Die beleuchtete Fernbedienung ist im dunklen Kino nützlich.

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