Nexus 7 Alternative

Asus Memo Pad HD 7 im Praxistest - Günstiges Heim-Tablet für Einsteiger

Wir hatten das Asus Memo Pad HD 7 im Praxis-Test. Lesen Sie, wie uns die günstige Nexus 7 Alternative mit Android 4.2 im Hands-on-Test gefallen hat.

Asus Memo Pad HD 7 im Praxistest: Wir probieren die günstige Nexus-7-Alternative aus.

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Asus Memo Pad HD 7 im Praxistest: Wir probieren die günstige Nexus-7-Alternative aus.
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EUR 217,44

Pro

  • Hardware-Ausstattung
  • Leistung
  • Preis

Contra

  • kein 3G/LTE
Gut

Für einen Praxis-Test haben wir uns das Asus Memo Pad HD 7 bestellt. Als günstige Alternative zum Nexus 7 hatten wir das 150-Euro-Tablet mit Quadcore-CPU, 16 GB Flash-Speicher und Android 4.2 schon eine Weile im Blick. Preisbewusste Käufer bekommen mit dem Asus Memo Pad HD 7 ein Tablet mit 7-Zoll-Display, ein Ladegerät mit separatem USB-Kabel und eine recht spartanische, aber auf das Wichtigste beschränkte Anleitung.

Die Materialwahl des Asus Memo Pad HD 7 ist einfach und entspricht dem Preis. Auf edel getrimmt wie etwa ein iPad mini oder hochwertig wie ein Google Nexus 7 ist das Tablet nicht. Dafür bekommt der Nutzer ein leichtes und griffiges Gehäuse, an dem nichts "wackelt" oder "billig" wirkt. Die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses wirkt trotzdem sehr gut.

Die Ausstattung des Asus-Tablets ist ebenso sehr gut: Neben den genannten Eckdaten warten noch 1 GB DDR3L RAM, ein SD-Kartenslot, eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 1,2-Megapixel-Webcam auf der Front.

Asus Memo Pad HD 7

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Das MeMO Pad™ HD 7 verfügt über eine 1,2 MP Webcam und eine 5 MP Autofokuskamera.

Das erste Nexus 7 bot übrigens keine Kamera, erst das Nexus 7-2 zieht aktuell nach - und bietet dann gleich ein höher auflösendes Display, einen schnelleren Quadcore-Prozessor und 2 GB DDR3 RAM. Ein weiterer Unterschied: Mit dem Memo Pad HD 7 sind Sie ausschließlich auf WLAN angewiesen. Varianten mit 3G oder LTE gibt es nicht.

Asus Memo Pad HD 7: Gute Multimedia-Leistung

Die Qualität der Kameras des Asus Memo Pad HD 7 ist gut. Video-Chats in HD-Auflösung (720p) lassen wenig Raum zum Meckern. Urlaubsmomente oder Kurzclips für Youtube sind damit schnell produziert. Auch Foto-Schnappschüsse für Facebook oder Instagram & Co. sind schnell gemacht und sehen scharf aus. An Bilder eines Samsung Galaxy S4 oder iPhone 5 kommt das Memo Pad HD 7 freilich nicht ran. In Schärfe und Details erreichen die Memo-Pad-Bilder subjektiv gesehen aber durchaus die Qualität beispielsweise eines Galaxy-S2-Sensors.

 

Das Mikrofon zeichnet Stimmen bei gewöhnlicher Gesprächslautstärke klar und deutlich auf und eignet sich auch gut für Android-Sprachbefehle, ohne dass man mit dem Mund unnatürlich nahe an das Gerät muss. Skype-Gespräche sind mit der 720p-fähigen Webcam und dem angesprochenen Mikrofon bei bestehender WLAN-Verbindung ebenfalls kein Problem.

Asus Memo Pad HD 7 im Praxis-Test: Klares Display und schnell

Die Display-Auflösung beträgt wie beim (ersten) Nexus 7 sehr gute 1.280 x 800 Pixel, das entspricht einer Pixeldichte von 216 Pixeln pro Zoll (ppi). Das iPad mini hat nur 1.024 x 600 Pixel. Erst das Nexus 7-2 stockt hier auf und bietet 1.920 x 1.200 Pixel, jedoch bei einem Preis von ab 229 Euro. Im mehrtägigen und ausdauerndem Praxis-Test mit WLAN ließen sich Webseiten mit aufwändiger Werbung oder Video-Einbettungen in Desktop- sowie in Mobil-Ansicht problemlos und angenehm schnell aufrufen und lesen. Das Stöbern in Foto-Archiven lief ebenso wie das Schauen und Streamen von Filmen ruckelfrei.

Die Leistung des ARM MediaTek MT8125-Prozessor (1,2-GHz-Quadcore-CPU) reichte aus, um etwa über 54-Mbit-WLAN diverse 1080p-Videos ruckelfrei zu streamen. Das gilt sowohl für große MKV-Dateien als auch 1080p-Clips bei Youtube. Das WLAN-Signal setzte dabei nie aus, die Leitung blieb bei durchschnittlicher Distanz zum Router von 5 bis 20 Metern inklusive sichtblockierenden Wänden stets stabil.

Asus Memo Pad HD 7

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Erhältlich ist das MeMO Pad™ HD 7 in fünf verschiedenen Farben.

Der Akku hielt je nach Anwendung 6 bis 10 Stunden durch. Bei sporadischer Nutzung mit viel Standby-Zeiten (und aktiv gehaltenem WLAN) konnten wir das Gerät rund zwei Tage und länger ohne Stromzufuhr betreiben.

Asus Memo Pad HD 7: Bedingt Outdoor-fähig

Im Außeneinsatz machte uns das verspiegelte Display zu schaffen. Das Asus Memo Pad HD 7 eignet sich daher nur bedingt für Outdoor-Einsätze. Zudem war der Bildschirm subjektiv betrachtet sehr anfällig für Fingerabdrücke - hier sind wir von genannten Smartphones anderes gewöhnt. Außerdem vermissten wir einen Sensor für eine automatische Einstellung der Display-Helligkeit.

Als letztes Schmankerl wäre OTG-Support (USB-On-The-Go) noch wünschenswert gewesen. Damit ließen sich etwa USB-Sticks verwenden, um den Speicher zu erweitern oder mal eben größere Dateien austauschen.  Auf unserem Testgerät lief ab Werk Android 4.2.1. Nach der anfänglichen Android-Einrichtung samt erster WLAN-Verbindungsaufnahme aktualisierte sich das Gerät auf Android 4.2.2.

Der Standard-Launcher ("Übersicht") war noch etwas wackelig und stürzte beispielsweise nach App-Installationen häufig ab. Darüber beschweren sich auch andere Nutzer ("Übersicht wurde beendet"). Bisher hat Asus keine Lösung präsentiert. Im Netz kursieren Workarounds wie etwa alternative Launcher oder das Löschen des Caches (Systemeinstellungen, Anwendungen, Alle, "Übersicht", Daten und Cache löschen).

Wir haben uns für die Lösung mit einem neuen Launcher entschieden. Dabei wurde es der schlanke Go Launcher HD, mit dem das Tablet auf Anhieb sehr geschmeidig und  ohne Hänger lief. Subjektiv war die Performance beim Öffnen von Apps und Menüs

deutlich besser. Empfehlenswert sind zudem der umfangreichere Go Launcher EX oder der Nova Launcher, die Sie allesamt im Play Store finden. Nutzer sollten bei selbigen Problemen mit dem Memo-Pad-Launcher also eine ähnliche Alternative nutzen, um das aktuelle Android 4.2.2 optimal nutzen zu können.

Download: Übersicht: Vergleichbare Alternativ-Tablets

Ohne 3G und LTE-Modul fehlt unterwegs natürlich die Möglichkeit, das Internet zu nutzen. Dies könnten entsprechend ausgestattete Nutzer mit einem WLAN-Hotspot oder mit Bluetooth-Tethering via Smartphone kompensieren.

Dann leidet freilich die Akkulaufzeit des Smartphones mit. Hat man sich damit angefreundet, gibt es für uns bis auf die genannten aktuellen Probleme beim Launcher wenig Gründe, vom Asus Memo Pad HD 7 abzuraten.

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