Testbericht

Arca Swiss Monoball Z1

Den Monoball Z1 von Arca Swiss gibt es in mehreren Ausführungen. Im Test ist die nobelste Version mit doublePan und Flip-lock.

  1. Arca Swiss Monoball Z1
  2. Datenblatt
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© Archiv

Pro

  • Stabiler Halt
  • Wenig Schwingungen

Contra

Arca Swiss Monoball Z1 im Test: Wir haben die Version mit doublePan und Flip-lock. Somit ist er mit zwei Panorama-Achsen ausgestattet. Die erste Panoramafunktion liegt wie gewohnt am Stativkopfboden, die zweite direkt unterhalb der Kamera-Kupplungsplatte. Für beide hat der Monoball Z1 unterschiedliche Feststellschrauben. Dank der zweiten Achse kann der Fotograf auch bei schräg stehendem Stativ einen ordentlichen Panoramaschwenk machen, ohne den Kopf neu ausrichten zu müssen. Der größte Drehknauf am Stativkopf sorgt für die Arretierung der Kugel, der gleichzeitig auch die Friktion übernimmt. Auf dem Drehknauf ist eine Skala für die Friktion von 0, für ganz leicht, bis 12 angebracht.

Die Mindestfriktion stellt der Fotograf über einen kleinen, in den Drehknauf integrierten Drehregler ein, der damit für eine Vorspannung sorgt. Das ist zwar kein hundertprozentiger Schutz vor dem schlagartigen Wegkippen einer Kamera, aber zusammen mit einer zunehmenden Friktion bei starkem Abkippen des Kopfes sehr wirkungsvoll. Leider zeigt der Monoball Z1 beim Arretieren der Kugel und Horizontalachse eine merkbare Abweichung und bekommt damit 6 von 10 Punkten.

Eine echte Schnellspannung hat der Z1 mit seiner Flip-lock-Ausstattung nicht. Er spannt die Schnellkupplung über einen Drehhebel und klemmt damit die Stativplatte sauber parallel ein. Nachteil: Man braucht ca. drei Umdrehungen. Der Vorteil: Die Kamera lässt sich so noch ausbalancieren. Im Messlabor zeigte der Monoball Z1 ein gutes Schwingungsverhalten und liegt damit auf dem Niveau des Kopfes von Markins, der sehr ähnliche Funktionen parat hält. Markins Q3 "Emille"Der Hersteller Markins setzt auf Klarheit in der Bedienung des Q 3 "Emille". Zwei Knöpfe und ein Drehhebel regeln die Funktionen. Der größte Knopf gibt die Kugel frei. Ähnlich wie bei dem Arca-Swiss-Modell Monoball Z1 stellt der Fotograf die Mindestfriktion für die Kugelfreigabe extra über einen kleinen Drehknopf ein

Ratgeber: So funktionieren moderne AF-Antriebe

Die Kugel läuft angenehm weich und lässt sich somit gezielt bewegen. Der kleinste Knopf entriegelt die 360-Grad-Panorama-Funktion. Für die 360-Grad-Funktion markiert Markins die Bodenplatte mit einer Skala, wobei die Gradzahlen jeweils in einer kleinen Mulde liegen. Diese Vertiefungen signalisieren dem Fotograf 30-Grad-Schritte. Auch die in der Kameraplatten-Auflagefläche integrierte Wasserwage hilft beim genauen Ausrichten des Stativkopfes. Zumindest solange die Kamera nicht aufliegt und die Wasserwage verdeckt. Die stabile Parallelklemmung sichert die Kamera vor versehentlichem Rausrutschen mit einem kleinen Metallstift am Stativkopf. Mit drei Umdrehungen klemmt der Drehhebel die Schwalbenschwanz-Platte ein bzw. löst sie. Für die Befestigung der Kamera auf der Platte benötigt man einen Sechskant-Inbus-Schlüssel, den Markins jedoch nicht mitliefert.

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© Archiv

Die Originalplatte von Markins fällt an der Frontseite durch ihre spezielle Wölbung nach oben auf. Markins bietet für die unterschiedlichen SLR-Kameras unterschiedlich geformte Stativplatten. Der Hersteller verspricht somit einen noch stabileren Halt und weniger Schwingungen.  Trotz des günstigen Preises von 285 Euro liegt der Markins mit 16 Punkten beim Schwingungsverhalten vorn dabei und holt sich insgesamt knapp den Testsieg.

Arca Swiss Monoball Z1 doublePan Flip-lock

HerstellerArca Swiss
Preis430.00 €
Wertung70.0 Punkte
Testverfahren1.5

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