Testbericht

Apple MacBook Pro 15"

Eine unscheinbare kleine Buchse an der linken Seite des neuen MacBook Pro ist die revolutionäre Neuerung des neuen Premium-Notebooks von Apple.

Apple MacBook Pro 15

© PC Magazin

Apple MacBook Pro 15"

Denn der DisplayPort-Anschluss ist gleichzeitig auch die Schnittstelle für den von Intel entwickelten Thunderbolt-Controller, der hier seine Premiere feiert.Im Prinzip kombiniert Thunderbolt PCI-Express für den Datentransfer und DisplayPort für Bild und Ton.

Über die neue serielle Schnittstelle können Daten bidirektional mit 10 GBit/s übertragen werden. USB 3.0 kann im Prinzip Daten mit bis zu 5 GBit/s übertragen. Neben Kupferkabeln mit bis zu drei Metern Länge unterstützt Thunderbolt auch längere optische Leiter.

Passende externe Geräte wie Festplatten oder NAS-Systeme gibt es noch nicht auf dem Markt, sind aber von Herstellern wie LaCie angekündigt. Neben dem Thunderbolt-Port verfügt das 2,53 Kilogramm schwere Apple-Notebook noch über zwei USB-2.0-Schnittstellen und einen bei Apple-Usern immer noch gefragten Firewire-Anschluss.

Sandy-Bridge-CPU und ATIATI -Grafik

Apple MacBook Pro 15

© PC Magazin

Das Blitzsysmbol zeigt an, dass der DisplayPort-Anschluss auch als Thunderbolt-Schnittstelle dient.

Die zweite Neuerung beim 2011er MacBook Pro ist der Prozessor. Apple setzt mit dem Core i7-2720QM nun einen Quadcore-Prozessor der aktuellen Sandy-Bridge-Generation mit 2,2 GHz Taktfrequenz ein. Gegenüber dem Vormodell mit einem Core i5 der letzten Generation hat sich die reine Prozessorleistung mit der neuen CPU mehr als verdoppelt.

Unter Mac OS kommt das neue MacBook Pro im Cinebench R11.5 auf 5,06 Punkte, der Vorgänger erreichte hier 2,12 Punkte. Sehr gut ist auch der unter Windows 7 gemessene Wert im Systembenchmark PCMark Vantage mit 7998 Punkten. Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GByte angemessen groß, das Betriebssystem Mac OS X Snow Leopard und die Software sind auf einer 750 GByte großen HDD installiert.

TESTURTEIL

Apple MacBook Pro 15"

2149 Euro; www.apple.de

Prozessor: Intel Core i7-2720QM (2,2 GHz)

Chipsatz/RAM: Intel HM67/4 GByte

Laufwerke: 750 GByte HDD/DVD-Brenner

Display: 15,4 Zoll (1440 x 900)

Laufzeit (Volllast): 52 Min.

Gesamtwertung: sehr gut 100 %

Bei der Grafik ist Apple zu AMD gewechselt und setzt den Radeon HD 6750M ein. Die DX11-GPU ist zwar keine ausgesprochene High-End-Grafik, kommt aber im 3DMark Vantage auf absolut spieletaugliche 5532 Punkte. In einem DX10-Spiel wie Devil May Cry 4 erzielt das Apple-Notebook flüssige 66 fps. Unter Mac OS nutzt das MacBook Pro primär die sparsame in der CPU integrierte Grafik und schaltet nur bei 3D-Anwendungen auf die Radeon-Grafik um.

Unter Last ist der Lüfter in dem flachen Alu-Gehäuse deutlich zu hören, der Quad-Core-Intel und die Radeon-Grafik fordern ihren Tribut. Die machen sich auch bei der Akkulaufzeit bemerkbar: Unter Volllast wird das 15-Zoll-Display mit 1440er-Auflösung im Testgerät nach 52 Minuten dunkel.

Die maximale Laufzeit haben wir unter Windows nicht gemessen, da hier grundsätzlich die ATI-Grafik aktiv ist, das automatische Umschalten wird vom Windows-Treiber nicht unterstützt.

Fazit:

Mit dem MacBook Pro bekommt man ein ausgesprochen schnelles und schickes Apple-Notebook, das allerdings mit 2149 Euro auch sehr teuer ist. Ob Thunderbolt breit unterstützt wird, bleibt abzuwarten.

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