Testbericht

Acer H5360

Heller Zwerg

Acers heller Winzling nutzt alle Tricks, um mit wenig Hardware viel Licht zu erzeugen. Er wird mit einer praktischen Tragetasche und einer Fernbedienung geliefert. Und er kann sogar 3D.

Der Projektor-Vergleichstest in Bildern

© Archiv

Der Acer H5360

Bereits die Verpackung des Acer H5360 erscheint winzig neben den Kartons seiner Testkollegen. Doch worin man ein Netbook vermuten könnte, kommt tatsächlich ein vollwertiger DLP-Beamer zum Vorschein. Er steckt in einer robust wirkenden Tragetasche, die ihn für den mobilen Einsatz prädestiniert. Darin finden auch Kabel und Zubehör Platz.

Der Projektor benötigt eine Stellfläche, die kleiner als ein DIN-A4-Blatt ist, und ist nur etwa eine Handbreit hoch. Wirkten frühere Acer-Modelle mit diesem Gehäuse noch wie aus Joghurtbechern recycelt, ist die Ver-arbeitung jetzt ziemlich hochwertig. Eine coole Idee: Das Bedienfeld des Projektors ist herausnehmbar und arbeitet dann als Infrarot-Fernbedienung. Der IR-Empfänger nimmt Befehle von vorne, hinten und oben entgegen - das ist praktisch.

Eine an robustem Nylonband befestigte Kunststoffkappe schützt das Objektiv. Das Gerät balanciert wackelsicher auf drei Füßen, von denen zwei sich durch Schrauben genau ausrichten lassen. Die Rückseite zieren die gängigen Anschlüsse VGA, HDMI, Composite, Component und S-Video.

Hinzu kommen eine RS-232-Schnittstelle und ein analoger Audio-Eingang mit Miniklinke. Der Beamer besitzt auch einen Lautsprecher, und der bekommt seinen Ton von der Klinkenbuchse oder per HDMI. Er klingt sogar recht substanziell, kann allerdings nicht sehr laut spielen.

Der Acer lässt sich leicht installieren. Nur beim Abstand zur Leinwand gibt er sich extrem unflexibel, der Zoombereich ist winzig. Dafür stellt er beim Anwinkeln den Trapezausgleich auf Wunsch selbstständig und recht präzise ein.

Mit nur wenigen Klicks neben den Voreinstellungen liefert der H5360 ein neutrales, scharfes, sattes Bild, das erstaunlich hell ist. Manko: Die Ausleuchtung ist recht ungleichförmig und das Bild im unteren Teil heller als oben. Für die Helligkeit sorgen zusätzliche Cyan-, Gelb- und Weißsegmente im Farbrad in Kombination mit der Osram-Unishape-Technik, die die Lampe, immer wenn Rot benötigt wird, etwas heller regelt.

Testprofil

AcerH5360
www.acer.de
800 Euro

DLP-Projektor

Weitere Details

65 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
überragend

Dafür arbeitet sein Signal-Processing recht gut: Der Scaler liefert stets ein knackig scharfes 720p-Bild, egal ob er gerade PAL-hoch- oder 1080er-HD-Bilder herunterskaliert. Gamer mit NVIDIA-Grafikkarte können in 3D spielen.

Für WM-Übertragungen im kleinen Kreis und Game-Sessions liefert der Acer-Projektor ein knackiges, helles und dabei farbenfrohes Bild - auf Wunsch sogar mit Ton.

Bildergalerie

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Der Acer H5360

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