Testbericht

Mitsubishi HC9000 und JVC DLA-X7

Wer richtig 3D sehen möchte, der braucht ein 3D-Kino. Video-HomeVision hat sich die Vor- und Nachteile, Tricks und Fallen genauer angeschaut und die ersten wirklichen Heimkino-3D-Projektoren getestet.

  1. Mitsubishi HC9000 und JVC DLA-X7
  2. PS3 als 3D-Player & Mitsubishi HC9000
  3. JVC DLA-X7
beamer, 3d, auto

© Video Homevision

beamer, 3d, auto

Wer bislang noch keinen 3DFernseher gekauft hat, um sein Geld für die Anschaffung eines 3D-Projektors zu sparen, kann jetzt aufatmen: Die ersten Projektoren rollen an. Sah man noch auf der ISE (Integrated Systems Europe) im Februar 2010 nur Technologiemuster, waren auf der IFA im August bereits Vorseriengeräte zu bestaunen, und im November rollten die ersten Seriengeräte vom Band.

Im Kampf um die wenigen ersten Testgeräte konnte Video-HomeVision ein seriennahes Muster von Mitsubishis neuem Topmodell HC9000 untersuchen und den ersten Projektor der überarbeiteten Serie von JVC, den DLA-X7, ergattern. Jetzt kann man sich den ersten wirklichen 3D-Kinobildern hingeben.

EDID auslesen

© Video Homevision

Um Sonys PlayStation3 3D beizubringen, muss man sie kostenlos updaten und dann im Setup-Menü die HDMI-Daten (EDID) auslesen lassen.

Was braucht man für die 3D-Projektion? Als Quelle dient im Idealfall ein 3D-Blu-ray-Spieler mit einem HDMI-Ausgang neuester Generation. Im einfachsten Fall steckt man diesen mit seinem HDMI-Kabel direkt in den Projektor. Doch in der Regel schalten Anwender einen Surround-Verstärker dazwischen.

Der muss dann auch 3D-Signale verstehen, die Audiosignale extrahieren und das potenzielle 3D-Bild entsprechend an den Beamer weiterleiten. Hier beginnen die Probleme - insbesondere dann, wenn sowohl ein Fernseher als auch der neu erworbene 3D-Projektor an den Ausgängen des Verstärkers hängen.

HDMI: Konfliktpotenzial

Nach den Regeln der HDMI-Norm darf der verteilende Verstärker nur die allen angeschlossenen Endgeräten gemeinsamen Bildauflösungen an die Quelle zurückmelden. In den Extended Display Identification Data (EDID) des HDMI-Signals kommunizieren die vernetzten Komponenten über eine ihrer Fähigkeiten.

Schließen Sie also einen Nicht-3D-Fernseher und einen 3D-Projektor an Ihren ebenso 3D-fähigen Surround-Verstärker an, so meldet dieser an den Player zurück, dass 3D gerade nicht erlaubt sei, da der TV es nicht verstehe. Folge: Der Player gibt lediglich 2D aus. Es kann also gut sein, dass Sie, um 3D auf dem Beamer schauen zu können, den Fernseher komplett abschalten oder wenigstens beim Verstärker den HDMI-Ausgang zum TV per Menü abschalten müssen, damit sich Player und Projektor auf 3D einigen.

Bei einigen Kombinationen kommt es aufgrund der EDID gegebenenfalls sogar darauf an, in welcher Reihenfolge die Geräte eingeschaltet werden, damit 3D auf dem Projektor zu sehen ist.

Hängt nur der Projektor am Verstärker, ist das alles kein Problem. Trotzdem warten immer noch HDMIFallen - vor allem, wenn man zuvor einen herkömmlichen 2D-Projektor angeschlossen hatte.

Bildrössen

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Damit die mächtige Render-Engine der PlayStation3 3D-Spiele richtig berechnet, muss man die Bildschirmdiagonale korrekt einstellen.

Die meisten Blu-ray-Player lesen bei jedem Boot-Vorgang die EDID und manche Geräte sogar bei jedem Signalwechsel. In diesem Fall läuft alles wie geschmiert.

Die PlayStation 3, die nun auch mit der neusten Firmware über ein kostenloses Update zum 3D-Blu-ray-Player erstarkt ist, macht das jedoch nicht. Sie liest den EDID-Katalog nur bei der Erst-Inbetriebnahme selbst ein. Man muss sie also beim Erstkontakt nach dem Firmware-Update mit einem 3D-Projektor - oder Fernseher - manuell dazu bringen, die EDID zu lesen.

Dazu muss man folgende Menüpunkte aufrufen und danach die gefundenen Werte bestätigen: "Einstellungen", "Anzeige-Einstellungen", "Videoausgabe-Einstellungen", "HDMI" und "Automatisch". Erst nach der Bestätigung der ausgelesenen Daten verhält sich die Konsole wie ein 3D-Player.

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