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PC Magazin


Jörg Knitter

19. März 2010
Unterhaltung XXL : [Workshop] Perfekter HTPC für SD und HD mit VDR und XBMC Bild vergrößern 937 528 http://img1.magnus.de/Perfekter-HTPC-mit-VDR-und-XBMC-r937x527-C-dd5eb969-9040427.jpg
Unterhaltung XXL

[Workshop] Perfekter HTPC für SD und HD mit VDR und XBMC

ARD und ZDF gehen mit dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver in den HDTV-Regelbetrieb. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen perfekten HTPC einrichten, der sowohl Deluxe-Videorekorder, als auch perfekter Mediaplayer und Streamingclient ist – für HD, aber auch für SD.

Wer sein Wohnzimmer in eine Deluxe-Multimediazentrale verwandeln will, dem fällt derzeit meist in erster Linie das Windows Media Center ein, das endlich zum Standard-Lieferumfang von Windows 7 dazugehört. Das hat jedoch einige Nachteile – Probleme, die Microsoft seit Jahren nicht gelöst hat: Man kann mit einer digitalen TV-Karte nur einen Kanal aufnehmen oder streamen, selbst wenn auf derselben Frequenz noch weitere Sender liegen.

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Es wird ein proprietäres Aufzeichnungsformat verwendet, bei dem auch die Aufnahme verschlüsselt werden könnte, wenn es ein Fernsehsender verlangt. Haben Sie die Bildwiederholfrequenz auf PAL-taugliche 50 Hz eingestellt und geben einen Blu-ray-Film wieder, wird die Bildwiederholfrequenz nicht automatisch auf 24 Hz umgestellt – Ruckler sind hier vorprogrammiert.


Die Open-Source-Gemeinde macht es besser: Das Mediacenter XBMC (www.xbmc.org) schaltet die Bildwiederholfrequenz auf eine passende Rate um. Eine einfache Bedienung, Zugriff auf bekannte VOD-Dienste wie YouTube, Apple Trailer, die ZDF-Mediathek sind selbstverständlich, weil keine Lizenzgebühren gezahlt werden und das entwickelt wird, was die Anwender selbst interessiert. Und klar: XBMC kennt alle wichtigen Medienformate.

Alternativen in Sachen TV-Unterstützung gibt es unter Windows nur wenige, stattdessen erfreut sich der Linux-Video Disk Recorder VDR (www.tvdr.de), der dieses Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert, weiterhin wachsender Beliebtheit und beeindruckt durch hohe Stabilität auch bei den Entwicklerversionen. Entwickler Klaus Schmidinger selbst sieht den VDR als reine PVR-Anwendung, und so gab es in der Vergangenheit zahlreiche Plug-ins, um den VDR um Mediaplayer-Funktionen zu erweitern.

Wir nutzen die Stärken beider Programme indem wir VDR und XBMC unter Linux kombinieren. Natürlich gibt es auch hier Einschränkungen: Linux kann keine DRM-geschützten WMV-Dateien darstellen (z.B. Video-on-Demand-Dienste wie maxdome), auch eine verschlüsselte Blu-ray lässt sich nicht wiedergeben, wohl aber AVCHD- und TS-Dateien.

Perfekter HTPC mit VDR und XBMC
Bild vergrößern 639 479 http://img3.magnus.de/Perfekter-HTPC-mit-VDR-und-XBMC-r639x479-C-63ca660f-31151030.jpg yaVDR ist ein Ubuntu 9.10 mit integriertem VDR und XBMC, installiert in rund 15 Minuten.

yaVDR ist ein Ubuntu 9.10 mit integriertem VDR und XBMC, installiert in rund 15 Minuten.

Als Basis für diesen Artikel verwendeten wir ein Asus M3N78Pro-Mainboard mit einem AMD Athlon II X2 240e-Prozessor und 1 GByte RAM, das per HDMI an einem Panasonic TX-P42GW10-Full-HD-Fernseher angeschlossen wurde. Die Videodekodierung übernimmt der Nvidia-8300-Chip auf dem Mainboard. Der Ton wurde vom Mainboard per S/PDIF an einen inzwischen etwas betagteren Yamaha-DSP-A5-Verstärker weitergegeben, als TV-Karten kommen zwei Hauppauge WinTV-Nova-HD-S2 zum Einsatz.

Grundsätzlich eignet sich derzeit nur ein Sys-tem mit GeForce-Grafikkarte ab der 8000er-Chipreihe für einen Linux-HD-PC, wobei gilt: Je neuer, desto besser ist die Bildqualität v.a. beim Deinterlacing – Wolfgang Breu hat unter http://wbreu.htpc-forum.de ausführliche Informationen dazu zusammengestellt.

Nvidia waren die Ersten, die vor mehr als einem Jahr mit ihrer VDPAU-Schnittstelle (Video Decode and Presentation API for Unix) HD-Videobeschleunigung unter Linux boten und entsprechende Unterstützung (trotz Binärtreibern) von der Community bekamen. Weder AMD, noch Intel haben derzeit Vergleichbares zu bieten. Nicht-Nvidia-Systeme müssen daher das Decoding unter Linux komplett von der CPU erledigen lassen.

Die Einrichtung, wie wir sie beschreiben, ist daher auf Nvidia-Grafikkarten ausgelegt, für Intel- und AMD-Karten können kleinere Anpassungen notwendig sein.



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