Fernsehen am PC

Workshop: DVB-T-Sticks

Digitales Fernsehen über Antenne löst nach und nach das analoge Antennenfernsehen ab. Wie Sie dieses Angebot am PC oder Notebook nutzen können, zeigt Ihnen dieser Workshop. magnus.de verrät Ihnen auch, wie Sie Sendungen mitschneiden und Szenenfotos schießen können.

DVB-T

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DVB-T

Das Netz der Verbreitung des terrestrischen, digitalen Fernsehangebots DVB-T wird immer dichter. Die Einzugsgebiete werden größer und lösen nach und nach die Angebote des analogen Antennenfernsehens ab. Wie Sie dieses Angebot am PC oder Notebook nutzen können, zeigt Ihnen dieser Workshop. Wir beschreiben hier den Einsatz des Design-DVB-T/TV USB-Sticks der Firma Digittrade, den man in eine freie USB-Buchse des PCs steckt und eine Stab-, Zimmer- oder Dachantenne andockt. Die beiliegende Software verwandelt den Monitor in ein Fernsehgerät. Sie können so Sendungen mitschneiden und sogar Szenenfotos schießen.

1. Grundwissen DVB-T

Damit man DVB-T nutzen kann, muss man sich in einem der Einzugsgebiete befinden. Nahezu alle Ballungsräume in Deutschland sind mittlerweile abgedeckt. Wo ÜberallFernsehen über DVB-T zu empfangen ist, finden Sie im Internet auf der Seite www.ueberallfernsehen.de in der Rubrik "Empfangsprognosen".

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Die Grafik zeigt die Verbreitung von DVB-T in Deutschland (Stand: Dezember 2007).

Der oben genannte Link wurde mit Bedacht "Empfangsprognosen" benannt. Die realen Bedingungen können aufgrund besonderer örtlicher Gegebenheiten davon abweichen und gegebenenfalls einen höheren Antennenaufwand erfordern. Auch im so genannten Kerngebiet des DVB-T-Signals kann es durch äußere Einflüsse zu Empfangsstörungen kommen.

Zu den Störfaktoren gehören beispielsweise Hochleitungen von Straßenbahnen, Hochspannungs- und Mobilfunkmasten, Stahlbetonwände, beschichtete Fensterscheiben (z.B. Sonnenschutzfolie), elektrische Geräte (z.B. Handys, Energiesparlampen), besondere Wetterlagen (wie Inversionswetterlage) sowie Störungen und Wartungsarbeiten an der Sendestation.

2. Die richtige Antenne

Sehr wichtig für einen stabilen Empfang von DVB-T ist die richtige Wahl der Antenne. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Antennen, Innen- und Außenantennen. Der Einsatz der jeweiligen Antenne ist vom Standort abhängig. Außenantennen werden dabei in der Regel nur im Randgebiet des DVB-T-Signals benutzt. Innenantennen reichen dagegen fast immer für das Kerngebiet des digitalen Empfangs aus.

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Zimmerantennen gibt es in vielen Bauformen, Stabantennen erhöhen die Mobilität.

Des Weiteren sollte man sich vor dem Kauf der passenden Antenne über die am besten geeignete Bauform informieren. Man unterscheidet Stabantennen oder Flachantennen. Beide Antennenarten weisen spezifische Vor- und Nachteile auf, wobei die Unterschiede in erster Linie das Design betreffen. Stabantennen sind in der Regel leistungsschwächer gegenüber Flachantennen. Jedoch gibt es auch einen Nachteil bei den meisten Flachantennen, die Richtungsgebundenheit. Man ist zwar sehr bemüht diese Schwachstelle zu entfernen, jedoch ist das noch nicht zu 100 Prozent gelungen.

Hinzu kommt die Frage, ob nun lieber eine aktive oder passive Antenne gekauft werden soll. In aktive Antennen ist ein Signalverstärker integriert, der ein externes Netzteil benötigt. Vor dem Kauf sollten Sie die oben beschriebenen Faktoren berücksichtigen.

3. Installation und Einrichtung

Damit man Fernsehen auf dem PC oder Notebook sehen kann, ist eine TV-Software notwendig, die in der Regel jedem Stick beiliegt. Weiterhin muss Ihr System den Stick auch erkennen, eine Treiber- Software für die möglichen Betriebssysteme ist ebenfalls im Software-Paket enthalten.

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In der TV-Software kann man mehrere Kanallisten für verschiedene Sendegebiete hinterlegen.

Hier ein kleiner Tipp, der eine Internetanbindung voraussetzt: Bevor Sie die Software von der beiliegenden CD aufspielen, sollten Sie die Webseite des Herstellers besuchen. Über den Link "Support" oder ähnlich gelangen Sie bei fast allen Produzenten auf eine Download-Seite, auf der man die aktuellen Versionen der Treiber und Software zum Produkt findet. Oft ist die dort angebotene Software aktueller als die dem Stick beiliegende auf der Installations-CD.

So wie bei unserem Beispiel-Stick ist es ratsam, dass man die Treiber und TV-Software installiert und dann erst den Stick anschließt. Haben Sie die jeweilige Antenne am Stick und den Stick mit dem PC verbunden, rufen Sie die installierte TV-Software auf.

Zu jeder TV-Software gehört ein Bedienmenü, über das sich alle Funktionen ansteuern lassen. Beim ersten Start oder einem Standortwechsel müssen Sie zunächst einen Sendersuchlauf starten.

Das Bedienmenü der TV-Software von Digittrade stellt Ihnen hierfür die Schaltfläche "Automatisches Suchen von TV Kanälen" zur Verfügung.

Wählen Sie hier die Option "Neue Liste". Im Anschluss vergeben Sie für die Kanalliste einen Namen. Wenn Sie den Stick auch unterwegs nutzen, ist es sinnvoll, für jede Region einen entsprechenden Namen zu vergeben. Befinden Sie sich später wieder einmal in diesem Sendegebiet, müssen Sie keinen neuen Sendersuchlauf starten, sondern wählen nur die entsprechende Kanalliste.

Sie können den Sendersuchlauf beschleunigen, wenn Sie die Suche nach bestimmten Parametern eingrenzen.

Im Beispiel können Sie eine bestimmte Region auswählen, beispielsweise "Germany", oder über "All Scan" weltweit alle für DVB-T in Frage kommenden Frequenzen scannen. Natürlich geht die Suche nach Sendern in "Germany" schneller als ein weltweiter Scan.

Sind Ihnen die Senderdaten (Bandweiten, Frequenzen) in Ihrem Einzugsgebiet bekannt, können Sie über weitere Optionen gezielt danach suchen lassen. Über "Start Scan" beginnt die Sendersuche.

Alle gefundenen Sender werden in einer Tabelle gelistet. Hier lassen sich uninteressante Kanäle deaktivieren, man hat so bei der späteren Kanalwahl einen schnelleren Zugriff auf die interessanten Programme. Findet der Suchlauf keine Sender, sollten Sie versuchen, die Antenne neu auszurichten und die Kabelverbindungen zu überprüfen.

Verwenden Sie nach Möglichkeit keine zu langen USB-Verlängerungskabel oder USB-Hubs ohne eigene Stromversorgung.

Jede Kabelverbindung schwächt das Ausgangssignal des Empfangstuners aus dem Stick zum PC. Perfekt ist die direkte Verbindung des DVB-T-Sticks mit dem PC oder Notebook über deren USB-Schnittstellen.

Ist der Sendersuchlauf beendet, speichern Sie die Liste und kehren zum Hauptmenü zurück. Hier können Sie nun über "Auf"- und "Ab"-Schaltflächen von Sender zu Sender springen und am PC oder Notebook das Fernsehprogramm genießen. Gleiches gelingt mit der beiliegenden Fernbedienung.

4. Weitere Funktionen der TV-Software

Eine TV-Software bietet in der Regel mehr Möglichkeiten als nur die, zwischen den Sendern hin und her zu zappen.

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Mit der TV-Software lassen sich aus dem laufenden Programm Schnappschüsse aufnehmen.

Mit der Software von Digittrade ist es möglich, in den Videotextangeboten der Sender zu blättern oder von der laufenden Sendung ein JPG-Schnappschuss zu machen. Sie können über die elektronische Programmzeitschrift EPG (Electronic Program Guide) oder manuell Aufnahmen programmieren sowie die TimeShift-Funktion nutzen.

TimeShift bedeutet: Wenn man während des Ansehens einer Fernsehsendung zum Beispiel durch einen Telefonanruf gestört wird, kann man einfach die Taste "TimeShift" auf der Fernbedienung drücken, wodurch der Film "stoppt", jedoch im Hintergrund weiter aufgezeichnet wird (auch Werbeblöcke können hiermit problemlos übersprungen werden). Nach Beendigung des Telefonats kann man die Sendung am selben Punkt weitersehen, an dem man gestoppt hat.

Wenn Sie Aufnahmen programmiert haben, startet und beendet die TV-Software automatisch die Aufzeichnung im Hintergrund. Sie muss dazu nicht aktiv sein. Der PC oder das Notebook muss allerdings eingeschaltet bleiben. Ebenso sollten Sie aktive Antennen nicht vom Stromnetz trennen.

Link

  • Preisvergleich DVB-T-Sticks

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