7.1.-Surround

Workshop: 7.1.-Surround-Anlagen richtig aufstellen

Heimkino wird zweifellos erst dann zum richtigen Erlebnis, wenn zum HD-Flachbildschirm auch der passende Ton geliefert wird. Egal ob 5.1 oder gar 7.1: Der richtige Aufbau der Lautsprecher ist unerlässlich.

  1. Workshop: 7.1.-Surround-Anlagen richtig aufstellen
  2. So stellen Sie die Sets auf
  3. Probleme von 7.1 und Fazit
Wohnzimmer

© Archiv

Service/Praxis: Workshop 12/09

Heimkino wird zweifellos erst dann zum richtigen Erlebnis, wenn zum HD-Flachbildschirm auch der passende Ton geliefert wird. Stellt sich die Frage: Soll es nun 5.1-oder gleich 7.1-Surround-Sound sein? Doch egal für welches System man sich entscheidet: Der richtige Aufbau der Lautsprecher ist unerlässlich.

Moderne Heimkinos können höchst unterschiedlich aussehen. Von der einfachen Surround-Kompaktanlage mit virtuellem 2.1-Lautsprechersystem über den hochkomplexen Surround-Projektor bis zur siebenköpfigen Lautsprecherfamilie ist alles drin. Wer echten Kinosound im Wohnzimmer will, der kommt zumindest um eine Rundum-Verkabelung für mindestens fünf Lautsprecher plus Subwoofer kaum herum.

Für alle, die ihr Heimkino ernsthaft beschallen wollen, steht spätestens seit der Blu-ray Disc und ihren neuen HD-Tonformaten mit bis zu sieben diskreten Tonkanälen die Frage nach der richtigen Boxen-Anzahl wieder weiter oben. Video-HomeVision liefert Antworten auf alle Fragen zur 7.1-Technik.

Warum 7.1-Filmton?

Im Kino beschallen viele kleine Surround-Boxen den Rückraum mit weiträumigen Rear-Effekten. Der Ton dort ist aber grundsätzlich in 5.1-Kanaltechnik abgemischt. Im Heimkino erledigen diese Aufgabe klassischerweise zwei mehr oder weniger direkt in Richtung Publikum strahlende Effektlautsprecher.

Ein oder zwei zusätzliche Lautsprecher hinter dem Publikum sollten ursprünglich diesen Kino-Effekt verbessern und so Surround-Effekte weiträumiger über das Publikum verteilen. Während das im Kino aber passiert, indem viele Lautsprecher die gleichen Anteile des 5.1-Kanaltons wiedergeben, sollten die zusätzlichen Boxen in den Heimkinosystemen die Effektbasis im Rückraum mit zusätzlichen Kanälen erweitern.

Seit wann gibt es 7.1?

Bereits kurz nach Einführung der DVD startete die Erweiterung der 5.1-Systeme Dolby Digital und DTS um den sechsten Kanal: Als eine Art "Surround-Center" wurde ein zusätzlicher Tonkanal in die DVD-Audioformate eingebaut. Der gab die Mono-Anteile aus rechtem und linkem Surround-Kanal wieder - genauso wie der vordere Centerkanal im analogen Surround-Klang "ProLogic". Geräte mit solchen Dolby-EX-und DTS-ES-Decoder können den sechsten Kanal aus jedem 5.1-DVD-Soundtrack generieren.

Sind die Surround-Kanäle aber sehr monolastig abgemischt, dann wandert ein Großteil der Klanganteile von Surround rechts und links in diesen zusätzlichen sechsten Kanal. Deshalb klappt der Trick nur mit waschechten "Dolby-EX-" oder "DTS-ES"-Aufnahmen problemlos. Den einen "Rear-Center"-Kanal gaben von Anfang an viele Geräte über zwei Lautsprecher wieder - also 6.1-Sound auf 7.1-Boxen.

Damit sollte noch mehr Raumgefühl hinterm Publikum entstehen. Auch das funktioniert nur, wenn die 6.1-Verteilung der Kanäle bereits bei der Abmischung des Filmtons vorgesehen ist. Eine Optimierung der 7.1-Technik kam mit Dolby Pro Logic IIx auf. Das Format macht aus Stereo-und 5.1-Kanalton ein 7.1-Signal mit einer ausgewogenen Verteilung der Schallanteile auf die einzelnen Kanäle. Ähnliche Systeme wie Logic 7 von Harman oder DTS-Neo 6 bringen ein ähnliches Ergebnis und nutzen dabei alle sieben Kanäle.

Echten 7.1-Kanalton auf Filmdiscs gibt es erst seit den neuen Tonformaten DTS HD, Dolby Digital Plus und TrueHD auf Bluray-Disc. Allerdings nutzen nur wenige Film-und Musik-Titel echten 7.1-Ton. Fürs Kino werden die Filme nämlich nach wie vor in 5.1-Technik abgemischt. Eine 7.1-Version ist für die Studios zusätzlicher Aufwand.

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