Eine Reise durch die Firmware

WLAN optimieren

WLAN-Gastzugang, WPS und WDS

Im WLAN-Bereich können Sie die Sicherheit noch etwas erhöhen, wenn Sie den Namen des WLAN-Netzwerkes nicht anzeigen lassen und unbekannte Geräte nicht für die Anmeldung zulassen - bei sicherer WPA2-Verschlüsselung dürften beide Optionen aber nicht unbedingt notwendig sein. Verfügen Sie über eine neuere Fritz!Box, sollten Sie unter "WLAN/Funkkanal" als Funkkanal "Autokanal" wählen "inklusive Kanal 12/13", auch optimierte Funkkanäle für 300 MBit/s sind ratsam, falls Sie 802.11n-WLAN-Geräte verwenden. Die Reduzierung der WLAN-Sendeleistung spart Energie und kann sich eventuell positiv auf Ihre Gesundheit auswirken - falls irgendwann eine Schädigung der Gesundheit durch WLAN-Strahlen nachgewiesen werden sollte. Auf der anderen Seite sollten Sie diese Option eher deaktivieren, wenn Sie sowieso bereits WLAN-Verbindungsprobleme haben.

AVM Fritz!Box 7270 - WDS

© Archiv

Haben Sie eine zweite Fritz!Box, können Sie mit WDS die Reichweite des WLANs erhöhen - sofern die Boxen nicht zu weit voneinander weg stehen.

Gegen Verbindungsprobleme hilft auf jeden Fall die Erweiterung der Reichweite mit einem WDS-fähigen Gerät (Wireless Distribution System), beispielsweise einer älteren Fritz!Box, die nach einem Umstieg übrig geblieben ist. Entsprechende Einstellungen finden Sie unter "WLAN/WDS".

Größerer Nachteil allerdings: Da beide Geräte auf dem gleichen WLAN-Kanal arbeiten müssen, können Sie die Funktion "Autokanal" nicht mehr verwenden. Das Hauptmanko dürfte jedoch sein, dass eine WLAN-Verbindung zwischen den beiden Routern bestehen muss. Ist jedoch bereits die WLAN-Verbindung zwischen den Routern schlecht, ist auch WDS keine Hilfe. Dann sollten Sie die Boxen per Netzwerkkabel verbinden und bei der zweiten Box, sofern es auch eine Fritz!Box ist, unter "Internet/Zugangsdaten/Anschluss" angeben, dass der "Internetzugang über LAN" erfolgt. Schalten Sie dann bei der zweiten Box alle Nicht-Internet-Funktionen wie Telefonie ab und richten Sie ein zweites WLAN mit anderer SSID und anderem WLAN-Kanal ein. Achten Sie aber auch hier darauf, dass die Box neueste WLAN-Verschlüsselungsstandards unterstützt, ansonsten könnte Ihnen bei Fremdnutzung Ihres WLANs echten Ärger drohen.

Schneller verbunden

Neuere Geräte bieten mit der Funktion WPS (Wi-Fi Protected Setup) die Möglichkeit einer vereinfachten WLAN-Konfiguration an - die Suche des Routers mit der richtigen SSID, vor allem aber die langwierige Codeeingabe entfallen. Damit Sie WPS nutzen können, muss auch die entsprechende Funktion in der Fritz!Box unter "WLAN/Sicherheit/WPS-Schnellverbindung" aktiviert werden. Für den Verbindungsaufbau stehen Ihnen dann zwei Varianten zur Verfügung: Entweder aktivieren Sie die WPS-Funktion am Gerät und klicken auf den angezeigten Button "WPS starten", oder Sie verwenden eine PIN-Nummer zur Authentifizierung. Die PIN-Nummer wird entweder von der Fritz!Box oder dem WPS-Gerät generiert, letztendlich brauchen Sie aber nur noch die Auswahl der entsprechenden Option in der Fritz!Box-Oberfläche vornehmen, ggf. die PIN-Nummer angeben, und mit einem Klick auf "WPS starten" sollte die Verbindung aufgebaut werden.

Internet für alle

AVM Fritz!Box 7270 - WLAN-Gastzugang

© Archiv

Mit dem WLAN-Gastzugang können Sie Gästen einen Internet-Zugang einrichten, ohne ihnen Zugriff auf Ihre Freigaben zu gewähren.

Wenn Sie besonders Internet-affinen Besuch haben oder Ihre Kinder Internet-Zugriff per WLAN haben sollen, ohne dass sie Zugriff auf Dateifreigaben und Ähnliches erhalten, können Sie bei neueren Fritz!Box-Firmwares einen Gastzugang einrichten. Dabei handelt es sich quasi um ein zweites WLAN-Netz mit eigener SSID und eigenem Passwort. Die entsprechenden Einstellungen finden Sie unter "WLAN/Gastzugang". Standardmäßig ist der Gastzugang zeitlich befristet, überlegen Sie sich also, wem Sie wie lange Ihren Zugang gewähren. Denn sollten Sie Ihr Netzwerk dauerhaft für andere freigeben und mit Ihren Zugangsdaten in der Nachbarschaft hausieren gehen, laufen Sie Gefahr, dass der Zugang missbraucht wird und Sie im Falle einer Straftat mithaften. Gleichzeitig ist es die einzige einfache Möglichkeit z.B. für Nintendo DS-Benutzer, zumindest kurz online gehen zu können, denn die Handheld-Konsole unterstützt nur die schwache WEP-Verschlüsselung, die innerhalb weniger Minuten geknackt werden kann.

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