Hotspots und Free WiFi

WLAN überall gratis: So finden Sie kostenlose Hotspots

Ständiger, kostenloser Internetzugang und das auch noch unterwegs: Ja, es geht dank freien WLAN Hotspots! Wir zeigen Ihnen, wo und wie Sie in Deutschland und im Ausland per App kostenlose Hotspots finden und was beachten sollten, wenn Sie in einem offenen WLAN surfen.

Gratis-WLAN

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Ob man ständig unterwegs ist oder einfach nur öfter mal an die frische Luft will, eine Sorge reist immer mit: WLAN. Ständig online zu sein - ob aus beruflichen oder privaten Gründen - ist mittlerweile genauso wichtig wie Haustürschlüssel und Portemonnaie. Wer allerdings auf Handy, Smartphone oder Tablet sein teures Datenvolumen nicht schon nach wenigen Tagen ausreizen will, muss erfinderisch werden. Die gute Nachricht: Kostenloses WLAN findet man häufiger als man denkt. Wir zeigen Ihnen, wo Sie offene Hotspots finden und und wie Sie sie schnell und sicher nutzen können.

WLAN-Anlaufstellen: Offene Hotspots

Welche Maßnahmen zu ergreifen sind, hängt natürlich davon ab, wo Sie sich befinden und wie dringend der Internetanschluss benötigt wird. In vielen deutschen Städten kommen die Anwohner in den Genuss kostenloser Hotspots, vorerst jedoch meist nur in den Innenstädten. Ketten wie McDonald's, Burger King oder Starbucks locken mit kostenlosem Internetzugang, um die Kunden länger zu binden. Hotelzimmer mit mindestens drei Sternen sind natürlich inklusive WLAN.

Wer die Suche von vornherein eingrenzen will, kann w-lan-hotels.de als Suchmaschine nutzen. Doch selbst in den Lobbys so mancher Hotels kann man sich kostenlos einloggen: z.B. A & O, Accor (Ibis, Mercure), Radisson Blu oder Motel One. Und wer in der Nähe eines Flughafens wohnt, kann immer öfter in den Wartebereichen ein freies Netz erwarten. Zudem gibt es gelegentlich Möglichkeiten zum Einloggen in kleinen Läden wie Restaurants, Gaststätten und mittlerweile Tankstellen. Wintersportfreunde dürfte freuen, dass sogar auf Skipisten immer mehr Gratis-WLANs betrieben werden.

Digitale Spürhunde: Kostenlose Hotspots finden per App

Um all diese Standorte unterwegs aufzuspüren, benötigen Sie dennoch eine mobile Datenverbindung per Smartphone oder Tablet. Folgende Apps sind gute Anlaufstellen: FreeZone (Android) sucht nicht nur die Hotspots im Umkreis ab, sondern misst auch die Signalstärke und zeigt daraufhin an, ob das Netz ein Login voraussetzt oder nicht. Wifi Finder (Android / iOS) hat die gleiche Funktionalität, zeigt aber auch kostenpflichtige Hotspots an und ist auch im Offline-Modus verfügbar, sofern Sie die App regelmäßig auf dem Laufenden halten. WeFi Pro (Android / iOS) unterhält hingegen eigene kostenlose Hotspots weltweit und zeigt in der Karte nur die eigenen an. Jedoch kann es nicht schaden, mehrere dieser Apps zu installieren, um eine höhere Auswahl bei der Suche zu erzielen.

Wer lieber keine Ortungsdaten per App versenden will, kann WLAN-Standorte auch mit den folgenden Suchmaschinen aufspüren:

Wiederum erhebt keine dieser Listen Anspruch auf Vollständigkeit, also suchen Sie ruhig auf mehreren Seiten, wenn Sie nicht sofort fündig werden.

Wichtig: Gefahren-WLANs ausschließen

Bevor Sie sich aber verbinden, lohnt ein Blick auf maps.skycure.com zum Abgleich. Diese Karte zeigt in Deutschland und weltweit als unsicher oder bösartig gemeldete kostenlose Netzwerke an. Ein zusätzlicher Schutz auf Android-Geräten ist Droidguard Sheep. Die App läuft im Hintergrund und scannt das Netzwerk. Wenn ein Angriff erfolgt, schaltet Droidguard Sheep die Verbindung zum WLAN automatisch aus und gibt eine Warnung ab. Das schützt Sie vor anderen Benutzern im gleichen Netz, die versuchen, eine sogenannte "Man in the Middle"-Attacke auszuführen.

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Die Hotspot-Dichte in Deutschland nimmt langsam beachtliche Züge an. Ballungsräume wie das Ruhrgebiet zeigen hohe Abdeckung.

Viele der Standorte, die Sie auf den Hotspot-Listen finden, werden öffentliche Drahtlosnetzwerke sein, die von der jeweiligen Stadt zur Verfügung gestellt werden. IT-Grundversorgung ist das Stichwort in der lokalen Politik, doch gibt es noch keine bundesweite Regelung dafür. Das führt zu unterschiedlichen Regelungen von Stadt zu Stadt.

In München und Pforzheim etwa, stehen die Stadtwerke bzw. ein Zusammenschluss regionaler Unternehmen hinter den öffentlichen WLAN-Netzen und so ist die Nutzung unbeschränkt möglich. Andere Städte hingegen, in denen Netzbetreiber wie Telekom oder Kabel Deutschland die Lücken füllen, implementieren eine zeitliche Beschränkung von 30 Minuten pro Sitzung.

Nur Kunden des jeweiligen Providers dürfen jenseits davon weiter surfen. Wer sich nach Ablauf der Zeit aber keinen neuen Hotspot suchen will, kann diese Hürde umgehen. Dafür müssen Sie Ihre MAC-Adresse ändern (spooofen).

Zeitsperren umgehen: Der Trick mit der MAC-Adresse

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Apps wie Wifi Finder zeigen Ihnen öffentliche und passwortgeschützte WLAN-Netze im weiten Umkreis.

Die Media-Access-Control-Adresse ist die Hardware-Identnummer der Netzwerkkarte, anhand derer das Netzwerk sich merkt, welches Gerät momentan verbunden ist. Ändern Sie die Adresse, gaukeln Sie vor, ein neues Gerät angeschlossen zu haben und verlängern dadurch die Zugangsdauer. Zunächst sollten Sie sich die ursprüngliche MAC-Adresse notieren, damit sie später wieder zurückgesetzt werden kann.

Sind Sie an einem Laptop, tippen in der Eingabeaufforderung ipconfig /all ein. Unter Physikalische Adresse finden Sie die MAC-Adresse. Danach entpacken Sie einfach das Programm MAC Makeup (Download). Dort führen Sie MacMakeup.exe aus, klicken auf generate random, wählen eines der Untermenüs aus und klicken auf generate.

Auf einem Android-Gerät ist etwas mehr Aufwand nötig: Zunächst müssen Sie über Root-Rechte verfügen. Rooten funktioniert bei jedem Hersteller anders, sollte aber für die meisten Geräte ein Leichtes sein. Am besten suchen Sie über eine Suchmaschine nach der Bezeichnung Ihres Geräts mit dem Stichwort Root-Anleitung. Sobald Sie Root-Zugang haben, suchen Sie Ihre momentane MAC-Adresse und schreiben sie auf. Dazu verbinden Sie das Gerät mit dem Internet, rufen die Einstellungen auf und tippen unten im Menü auf Über das Telefon/Tablet - Status und notieren sich die Adresse.

Schließlich ändern Sie die Adresse mit einer App wie MAC Spoofer (Android) . Im Textfeld der App unter Insert new MAC Address geben Sie einfach einen zwölfstelligen, zufälligen Code aus Hexadezimalzahlen (0-9 und A-F) ein und tippen dann auf Spoof my MAC. Nach einem Neustart des Geräts sollten Sie über eine neue MAC-Adresse verfügen und auch nach Ablauf der Zeit im öffentlichen WLAN weitersurfen können.

Schutz in öffentlichen WLANs: Bleiben Sie auf der sicheren Seite

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Droidguard Sheep ist das Wachschaf Ihres Android-Geräts. Bei Bedrohung über das öffentliche WLAN, trennt es die Verbindung.

Bei der Nutzung kostenloser WLANs sollten Sie sich einer Sache immer bewusst sein: Sie befinden sich in einem fremden Netz und müssen selbst für Sicherheit sorgen. So ist die Verbindung in den allermeisten Fällen unverschlüsselt. Achten Sie darauf, dass Sie Webseiten bevorzugt mit https:// ansteuern, oder installieren Sie direkt HTTPS Everywhere. Das Browser-Addon sorgt dafür, dass selbst Seiten ohne automatische Weiterleitung wenn möglich immer in der HTTPS-Version angezeigt werden. Installieren Sie das Addon für Chrome, Firefox oder die entsprechende Android-Browser-Variante.

Gleichermaßen sichern Sie sich ab, wenn Sie das Firefox-Addon Force-TLS Ihrem Browser hinzufügen. TLS (Transport Layer Security) ist ein Sicherheitsprotokoll, das verschlüsselte Datenübertragung zwischen Browser und Webseite gewährleistet. Das Addon sorgt dafür, dass das Protokoll benutzt wird, sobald sich die Gelegenheit ergibt.

Wenn Sie sich in Facebook und Co. einloggen wollen, ist auch ein Passwort-Manager wie LastPass zu empfehlen. Ein Master-Passwort reicht, um sich darin einzuloggen. Die restlichen Zugangsdaten trägt das Programm selbst automatisch ein, ohne Daten im Browser zurückzulassen.

Verschlüsselt: Beste Sicherheit mit VPN

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Mit zwei Klicks ist man mit CyberGhost VPN verbunden, einer mehr verschleiert das Ursprungsland.

Wenn Sie nicht umhinkommen, wirklich vertrauliche Daten über öffentliche WLANs zu senden, sollten Sie aber kein Risiko eingehen und sich über ein Virtual Private Network (VPN) verbinden.

VPNs stellen automatisch verschlüsselte Verbindungen zwischen verschiedenen Netzwerken her. Selbst falls Ihre Daten also abgefangen werden, sind diese für den Übeltäter unlesbar. Zur gelegentlichen Nutzung vom Notebook aus nutzen Sie am besten die kostenlose Version von CyberGhost.

Dazu installieren Sie das Programm, wählen rechts unten im Fenster eine simulierte IP-Adresse und gegebenenfalls ein simuliertes Land aus und drücken auf den Start-Knopf in der Mitte. Als kostenloser Kunde stehen Ihnen eine kleinere Auswahl an IP-Adressen und Servern zur Verfügung, und die Benutzerlast ist dort natürlich höher, aber das Angebot ist dennoch attraktiv. All dies gilt genauso für die Android-App von CyberGhost, die die exakt gleiche Benutzeroberfläche besitzt.

Der eigene Hotspot: Letzte Hoffnung ohne WLAN

Doch was, wenn Sie gestrandet sind, ohne WLAN weit und breit? Solange Sie noch mit Ihrem Android-Gerät ins Internet verbunden sind, können Sie Tethering betreiben. Das verwandelt Ihr Smartphone oder Tablet in einen privaten WLAN-Hotspot, den Sie mit anderen Geräten ansteuern können. Das belastet natürlich Ihr Datenvolumen.

Die meisten modernen Smartphones sind zwar von Haus aus mit dieser Funktion ausgestattet. Die kostenlose App PdaNet+ (Android) ist aber nicht nur für alte Geräte zu empfehlen. Sie ermöglicht Tethering nämlich auch über Bluetooth DUN (Dial-up Networking). Das bedeutet, Sie können auch mit anderen Geräten wie Digitalkameras oder Druckern den Hotspot ansteuern, solange diese bluetooth-fähig sind.

Nun sind Sie für alle Eventualitäten gerüstet und in Ihrer Mobilität kaum mehr eingeschränkt. Wer will schon jemals wieder offline sein?

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