Vernetzung im Heimkino

WLAN, Bluetooth, Analog-Funk

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6. WLAN, Bluetooth, Analog-Funk

Analog-Funker

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Analog-Funker kauft man stets paarweise, wobei eine Station der Sender ist, die andere der Empfänger. Die Modelle unterscheiden sich in der Anzahl der Anschlüsse, der Ton- und Bildqualität sowie in der Stabilität der Verbindung.

Der Traum der Heimvernetzung wird zunehmend drahtlos erfüllt. Namensähnlichkeiten sowie immer neue Begriffe verwirren. Am populärsten ist derzeit WLAN (Wireless Local Area Network), auch IEEE 802.11 (a, b, g, n) oder WiFi genannt. Drahtlos rasen die Daten von Raum zu Raum. Geht die Übertragung glatt, können dank der Funkverbindung sogar (komprimiert) High-Definition-Filme durchs Haus jagen oder hochwertiger Mehrkanalton durchs Heimkino, etwa zu den Rear-Lautsprechern einer Surroundanlage.

Vorausgesetzt, die benachbarten WLAN-Netze im Mehrfamilienhaus stören sich nicht gegenseitig, oder etwaige Betonwände bremsen nicht den Datentransport aus.

Bluetooth wird im Heimkino noch eher selten verwendet. Die Funkverbindung überbrückt keine größeren Distanzen, die Geräte müssen sich daher gemeinsam in einem Raum befinden. Die Technologie ist aktuell bei Kopfhörern zu finden, Rear-Lautsprechern und beim Übermitteln von Musik und kurzen Filmchen vom Handy zur Musikanlage oder zum TV.

Ein feiner, aber wichtiger Unterschied: Obige Lösungen versenden die Daten digital, sodass eine hohe Bild- und Tonqualität möglich ist. Es gibt jedoch nach wie vor Funkkonzepte, die ihre Informationen analog übermitteln. Dann schleicht sich in die Musik meist Rauschen ein, Filmen fehlt die Gesamtqualität.

Vor- und Nachteile

WLAN
+ komfortable Installation
+ größere Distanzen zurücklegbar, durchdringt 
Wände
- relativ störanfällig
Bluetooth
+ effiziente Drahtlosvariante
- nur für kurze Distanzen
Analog-Funk
+ preisgünstig
+ sehr einfache Installation
- relativ niedrige Bild- und Tonqualität

7. LAN, Homeplug

Homeplug

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Homeplug verteilt Daten via Stromleitung. Dabei wird jede Steckdose per Adapter zum Netzwerkzugang, der etwa Audio-Streamings wandeln und der Stereoanlage im passenden Signalformat weiterreichen kann.

Treten bei Drahtlos-Netzwerken Störungen auf, kommen kabelgestützte zum Zug. Die LAN-Verbindung (Local Area Network) nutzt Ethernet-Buchsen und -Stecker, die inzwischen nicht nur an Computern, sondern auch an zahlreichen Heimkinogeräten zu finden sind.

Die Buchse allein garantiert jedoch noch nicht, dass etwa eine Set-Top-Box auf dem Computer gespeicherte Filme oder Fotos abspielt. Erst entsprechende, in den Geräten implementierte Software macht das Film- und Musiknetzwerk komplett. Eine beliebige Set-Top-Box per Ethernet mit einem TV zu verbinden, führt zu nichts, da die Hersteller diese Anwendung noch nicht vorgesehen haben.

Wer kein Ethernetkabel quer durch die Wohnung verlegen möchte, greift zu Homeplug-Lösungen (Powerline). Hohe Datenraten stellen auch hier kein Problem dar. Über einen Adapter mit Ethernet- Eingang werden die Daten via Steckdose in die Stromleitung der Wohnung eingespeist. Einen weiteren Adapter steckt man in eine beliebige Steckdose der Wohnung und empfängt dort die versendeten Bild-, Ton- und sonstigen Daten.

Der Homeplug-Empfänger kann sogar Cinch-Audio- und Videoausgänge für Heimkinospieler besitzen. Angenehm dabei: Auch Homeplug ist ein offener Standard, sodass Geräte unterschiedlicher Hersteller zusammenarbeiten.

Vor- und Nachteile

LAN
+ äußerst geringe Störanfälligkeit
- Verlegen von Kabeln notwendig
Homeplug
+ unauffällige Verteilung via Stromnetz
- relativ kostspielig

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