Licht, Kälte und mehr

Fotografieren im Winter: 9 Tipps für bessere Fotos

Das Fotografieren im Winter stellt Fotografen und Equipment vor erhöhte Anforderungen. Kälte, Lichtverhältnisse und Motivumgebungen erfordern besondere Vorbereitungen. Unsere Tipps helfen Ihnen, diese Jahreszeit erfolgreich abzulichten.

  1. Fotografieren im Winter: 9 Tipps für bessere Fotos
  2. Motivprogramme, Belichtung- und Ausrüstungs-Tipps
Mit unseren Tipps schießen Sie im Winter bessere Fotos.

© Alena Stalmashonak - Fotolia.com

Winter-Foto-Tipps: Wir zeigen, wie Sie im Winter bessere Fotos machen.

Mit diesen 9 Tipps fotografieren Sie im Winter wie ein Profi:

Tipp 1: Die richtige Belichtung

Wintermotive im Schnee gestalten sich durch die besonders grellen Lichtverhältnisse hinsichtlich der Belichtung recht schwierig. Da man mit der Digitalkamera experimentieren kann, ohne die Aufnahmekapazität des Speichers zu überfordern (schlechte Bilder einfach löschen) kann man Folgendes ausprobieren. Schießen Sie mit allen Belichtungsstufen (EV-Wert) einfach ein und dasselbe Bild.

Beim Betrachten der Aufnahmen sollte der Schnee noch eine leichte Zeichnung aufweisen und nicht in einer weißen, konturlosen Fläche untergehen. Unterstützt Ihre Kamera die Einstellung des EV-Wertes nicht, können Sie auch mit der ISO-Zahl-Einstellung experimentieren. Eine Verdopplung der ISO-Zahl entspricht in etwa der Korrektur um eine Blendenstufe nach oben (EV-Wert +1).

Tipp 2: Manueller Kamera-Weißabgleich

Winterbilder weisen oft einen Blaustich oder einen Grauschleier auf. Der Auslöser sind hier die herrschenden Lichtverhältnisse. Bei blauem Himmel reflektiert die Schneefläche die Farbe Blau in die Kamera, bei grauem Winterwetter oder in schattigen Lagen erscheint der Schnee Grau. Wenn Sie den Schnee auf dem Foto weiß und nicht blau darstellen möchten, müssen Sie mit dem manuellen Weißabgleich Ihrer Kamera (meist im Menü "WB") oder im Nachhinein mit der Bildbearbeitung arbeiten.

Stellen Sie also im Kameramenü auf manuellen Weißabgleich und fixieren einen weißen Punkt in Ihrer Motivumgebung als "Referenzweiß". Die Prozedur ist je nach Kameramodell verschieden, aber sicher im Handbuch beschrieben. Der manuelle Weißabgleich passt dann die Kamera an die Farbtemperatur des Lichts am Aufnahmeort an.

Fototipps, Winterbild, Unterbelichtung

© Archiv

Unter- oder Überbelichtungen lassen sich mithilfe der EV-Werte oder ISO-Zahlen über das Kameramenü vermeiden (Bild oben - unterbelichtet, Bild unten - EV korrigiert)

Jetzt sollte der Schnee nicht mehr blau, sondern in der auch von Ihren Augen gesehenen Farbe auf dem Bild erscheinen. Beachten Sie bitte den manuellen Weißabgleich wieder zu deaktivieren oder neu einzustellen, sobald sich die Lichtverhältnisse ändern.

Tipp 3: Blitzeinsatz gegen Schlagschatten

Klare Luft und grelle Sonneneinstrahlung sowie Reflexionen von Schneeflächen werfen oft unerwünschte Schlagschatten ins Motiv. Besonders bei Porträtaufnahmen im Schnee sind solche starken Kontraste von Hell zu Dunkel zu beobachten. Hier kann der Kamerablitz gute Dienste leisten und den Kontrastübergang abschwächen bzw. dunkle Passagen im Bild aufhellen.

Fototipps, Winterbild, Weißabgleich

© Archiv

Die Standard-Weiß-Interpretation der Kamera (links) mit einem starken Blaustich ließ sich mit einem kurzen manuellen Weißabgleich erheblich verbessern

Machen Sie mit der Kamera am besten eine Aufnahme mit und eine ohne Blitz und vergleichen Sie die Ergebnisse. In der Regel müssen Sie im Blitzmenü der Kamera von "Automatik" auf "Blitz ein" (Zwangsblitz) umstellen, damit die Kamera auch bei heller Motivumgebung den Blitz auslöst.

Beachten Sie dabei, dass interne Blitzlampen keine großen Reichweiten bieten und sich bloß im Nahbereich bewähren. Entferntere Ziele müssen Sie mit Zusatzlampen und im Handel erhältlichen Reflexionsschirmen ausleuchten.

Tipp 4: Motivgestaltung im Schnee

Eine weiße Winterlandschaft ist in der Regel nicht gerade mit Farbe gesegnet. Damit ein Wintermotiv nicht als weißes A4-Blatt endet, gilt es, ein wenig an der Motivgestaltung zu arbeiten. Suchen Sie sich in der Umgebung Licht-Kontraste, farbiges Beiwerk oder interessante Kombinationen aus Vorder- und Hintergrund. Fußspuren im Schnee können so schon eine weiße Fläche etwas auflockern. Eine Skihütte am Rand oder Baumgruppen im Bild lassen das Auge des Betrachters über das Bild schweifen.

Arbeiten Sie auch mit Licht und Schatten. Eine tiefstehende Sonne kann zum Beispiel etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang sehenswerte Schattenspiele und Lichtreflexe werfen. Bekannte Fotografen warten oft tagelang auf das richtige Licht für beeindruckende Motive. Man muss es ja im kurzen Urlaub nicht übertreiben, aber eine Voransicht des Motivterrains, ein Gespräch mit ortskundigen Anwohnern oder dem Hüttenwirt kann bei der Motivsuche sehr hilfreich sein.​

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