Von Windows XP auf Windows 8.1

So gelingt der Umstieg und Betriebssystem-Wechsel

Nach dem Support-Ende von Windows XP wird es höchste Zeit für einen Umstieg auf Windows 8.1. Wenn Sie den Wechsel systematisch vorbereiten, brauchen Sie keinen Tag für die Installation - inklusive Umzug Ihrer Dokumente und Anwendungen.

Windows XP macht Windows 8.1 Platz

© Hersteller

Wir zeigen, wie Sie den Betriebssystem-Wechsel von XP hinbekommen.

Der Umstieg von Windows XP auf Windows 8.1 ist schon bald unverzichtbar. Denn nach dem 8. April 2014 werden XP-Anwender nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt. Wer Angriffe auf das System vermeiden will, muss auf ein aktuelles Windows upgraden. Neu entdeckte Sicherheitslöcher im XP-Betriebssystem kann auch der beste Virenscanner nicht stopfen.Wir zeigen Ihnen welche Möglichkeiten es gibt auf das neue Windows-Betriebssystem umzusteigen. Naheliegend wäre, Ihre alte XP-Hardware 8.1-gemäß aufzurüsten, etwa das RAM zu erweitern oder eine neue Festplatte einzubauen. 

XP-Umzug zu Windows 8.1 - Datenumzug vorbereiten

Den Datenumzug müssen Sie akribisch planen. Sie benötigen dafür zunächst eine externe Festplatte mit ausreichend freier Kapazität, um Ihre privaten Dateien zu transportieren. Im Anschluss legen Sie eine Liste der Einstellungen und Daten an, die Sie umziehen möchten. Auf die Liste gehören auf jeden Fall die Ordner Ihrer Dokumente, der Tabellen, Musikdateien, Fotos und Videos, die Sie gewöhnlich in Ihrem Benutzerprofil gespeichert haben. Zudem wichtige Einstellungen wie beispielsweise Ihre Browser-Bookmarks.

Windows 8.1

© Microsoft

Personal Backup hilft bei der Sicherung Ihrer XP-Ordner und deren Wiederherstellung in Windows 8.1.

Notieren Sie zunächst sämtliche Passwörter und Zugangsdaten, die Sie im Laufe eines gewöhnlichen Tages eingeben oder die automatisch vom jeweiligen Programm übernommen werden. Natürlich auch das Router-Kennwort und Ihre E-Mail-Zugangsdaten.

Da Microsoft die Architektur der Windows-Benutzerkonten mit Windows 8 komplett geändert hat, ist es weder sinnvoll noch praktikabel, das alte XP-Konto in Windows 8 zu übernehmen. Hintergrund: Windows 8.1 nutzen Sie am komfortabelsten mit einem Microsoft-Konto, das Ihnen auch Zugriff auf den Store, die Live-Apps und den OneDrive eröffnet.

Der komfortabelste Weg der Datenmigration von XP zu Windows 8 wird von Microsoft selbst geebnet: Mit Windows Easy Transfer übertragen Sie Dokumente, Bilder, E-Mails, Einstellungen, Videos und sogar ganze Benutzerkonten - so das Versprechen. Der Versuch, Daten einzuspielen, die von einem XP-Rechner mit Easy Transfer gesichert wurden, führt jedoch zu einer Fehlermeldung. Folglich müssen Sie sich mit einer Drittsoftware behelfen.

XP-Umzug zu Windows 8.1 - Daten und Einstellungen umziehen

Beim Umzug großer Datenmengen kann ein Backup-Programm hilfreich sein. Es kopiert lückenlos und erstellt Prüfsummen, sodass keine Übertragungsfehler zustande kommen. Eine saubere Lösung bietet die Freeware Personal Backup. Jedes Programm hat zudem spezifische Einstellungen, die Sie im Allgemeinen sichern oder exportieren können.

Backup- Tool

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FBackup ist ein einfach zu bedienendes Backup- Tool - trotz englischsprachiger Menüführung.

XP-Umzug zu Windows 8.1 - Windows 8.1 installieren

Bevor Sie Windows 8.1 auf demselben PC installieren, vergewissern Sie sich, dass Sie nichts vergessen haben. Legen Sie dann die Installations-DVD ein und stellen Sie sicher, dass der PC mit dem Internet verbunden ist. Nach dem Start des Setups werden Sie gebeten, Updates einzuspielen. Dann kommt die Kompatibilitätsprüfung. Grundsätzlich gilt: Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn einzelne Programme wie Virenscanner als inkompatibel gemeldet werden.

In Windows 8.1 ersetzen Sie diese später einfach durch aktuelle Versionen von Avira oder Avast. Nach Eingabe des Product-Keys werden Sie gefragt, ob Sie Ihre persönlichen Daten oder nichts behalten möchten. Wenn Sie den Backup-Job ordentlich erledigt haben, entscheiden Sie sich für nichts und fahren wie bei anderen Windows-Installationen fort.

XP-Umzug zu Windows 8.1 - XP weiter nutzen ist ein Risiko

Kein anderes Windows-System konnte sich so lange halten, kein anderes System war beliebter bei seinen Nutzern. Dennoch endet am 8. April der Support.

Dann heißt es: keine Service Packs mehr, keine Sicherheitsupdates, keine Bugfixes und erst recht keine zusätzlichen Programme mehr. Dabei hat XP kein Verfallsdatum. Es wird weiterhin funktionieren, wie Sie es zuvor gewohnt waren. Allerdings steigt das Risiko mit jedem Tag drastisch, sich bei Touren im Internet einen Schädling einzufangen, der das System infiziert.

Insbesondere die von Microsoft fortlaufend veröffentlichten Sicherheits-Updates werden fehlen. Einmal monatlich am sogenannten Patch-Day werden sie bereitgestellt - insgesamt mehr als 100 pro Jahr je Windows-Version. Sie sollten versuchen, die künftig fehlenden Patches im System- Schutz über Virenscanner, Malware-Blocker und eine gute Firewall zu schließen. Einen Komplett-Schutz wird es dann aber nicht mehr geben. Deswegen sollten Sie sicherstellen, dass Ihr System vor dem Tag "X" über alle aktuellen Updates verfügt, inklusive Service Pack 3.

Der schnellste Weg dorthin führt über das Sicherheitscenter, das Sie über die Systemsteuerung (Kategorienansicht) aufrufen. Prüfen Sie hier, ob Firewall, Automatische Updates und Virenschutz mit grünen Ampeln versehen auf Aktiv stehen.

Firewall

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Installieren Sie nach Support-Ende eine neue Firewall wie Comodo oder Zone Alarm. Die Windows-XP-Firewall deaktivieren Sie.

Mit dem Wegfall der Systemupdates ist ein kompletter Schutz nicht mehr möglich, da viele Schädlinge aus dem Internet den Weg auf die Festplatte über Sicherheitslücken im System finden - unbemerkt von Virenscanner und Firewall. Aus diesem Grund sollten Sie beim Surfen im Internet auf den Besuch zweifelhafter Webseiten und Download-Adressen wie Filesharing-Foren vollständig verzichten. Zudem sollten Sie dafür sorgen, dass der Virenscanner stets mit aktuellen Signaturen versorgt wird.

Entgegen der ursprünglichen Planung wird Microsoft den Support der Security Essentials für Windows XP nicht schon im April 2014, sondern erst im 14. Juli 2015 stoppen. Da die Security Essentials zwar einen guten Grundschutz gegen Viren bieten, aber nicht sonderlich gut ausgestattet sind, sollten Sie sich um einen anderen Virenscanner mit Webschutz kümmern. Auch eine zusätzliche Firewall ist ratsam.

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