Wumms unter der Haube

Windows-Vista-Tuning

Windows Vista ist deutlich hardwarehungriger als XP. Selbst schnelle PCs kommen mit Vista rasch an die Grenzen, vor allem wenn Sie mit mehreren Applikationen arbeiten. Mit unseren Tuning-Tipps beschleunigen Sie Ihren Rechner deutlich.

  1. Windows-Vista-Tuning
  2. Programme gefahrlos testen
Windows Vista: Tuning-Tipps

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Windows Vista: Tuning-Tipps
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Windows Vista bietet eine zentrale Anlaufstelle für alle Programme zur Leistungsmessung.

Um Windows Vista schneller zu machen, stehen Ihnen verschiedene Bordmittel zur Verfügung. Außerdem gibt es Programme, die Ihnen beim Verschlanken von Vista helfen. Über Start/Systemsteuerung/System und Wartung/Leistungsinformationen und -tools/Weitere Tools werden verschiedene Informations- und Tuningprogramme angezeigt. Hier finden Sie auf einen Blick alle Tuningmöglichkeiten und Stabilitätsberichte von Windows Vista.

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Windows Vista: Tuning-Tipps
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Software:Betriebssysteme:Windows

Autostart-Programme reduzieren

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Das Zusatz-Tool Autoruns erkennt und entfernt unerwünschte Autostartprogramme.

Am meisten werden PCs durch Programme ausgebremst, die automatisch mit Windows gestartet, aber meistens nicht gebraucht werden. Dabei handelt es sich nicht nur um die Programme, die über Start/Alle Programme/Autostart gestartet werden, sondern auch über Einträge, die in der Registry vorgenommen wurden.

Sie lassen sich mit dem Windows-Defender über Extras/Software-Explorer die Autostart-Programme anzeigen. Entfernen Sie an dieser Stelle alle Einträge von Programmen, die Sie kennen, aber die nicht mit dem Systemstart gestartet werden sollen. Entfernen Sie aber keinesfalls Systemeinträge von Windows, sondern nur bekannte Anwendungen.

Geübtere Anwender verwenden das Tool Autoruns von Microsoft-Sysinternals (. Neben den Autostart-Programmen zeigt Autoruns auch die Treiber an, die mit dem Systemstart geladen werden. Auch hier werfen Sie leicht Ballast ab.

Auslagerungsdatei optimieren

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Die Auslagerungsdatei sollte angepasst werden, um die optimale Geschwindigkeit für Windows herauszuholen.

Es gibt einige grundsätzliche Regeln für den Einsatz von Hauptspeicher. Die erste Regel lautet: Viel hilft viel. Die zweite Regel besagt: Die Auslagerungsdatei ist am besten auf einer anderen physischen Festplatte als der Systempartition aufgehoben. Das hat den Grund, dass Windows auch bei genügend RAM oft auf die Auslagerungsdatei zugreifen muss und die Lesevorgänge ein System ausbremsen.

Sind zwei Festplatten im Computer verbaut, lohnt sich das Verschieben der Auslagerungsdatei. Wenn keine zweite physische Festplatte zur Verfügung steht, macht ein Verschieben keinen Sinn, da die Auslagerung auf eine Partition, die auf derselben Platte liegt, keine positiven Auswirkungen hat.

Zusätzlich sollten Sie aber die Größe der Auslagerungsdatei auf das 2,5-fache des tatsächlichen Arbeitsspeichers legen. Damit wird die Fragmentierung der Datei minimiert. Die Einstellungen für die Auslagerungsdatei finden Sie in Windows Vista über Start/Systemsteuerung/System und Wartung/System/Erweiterte Systemeinstellungen/Leistung/Einstellungen/Erweitert/Virtueller Arbeitsspeicher/Ändern.

Deaktivieren Sie die Option Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten. Setzen Sie bei Anfangsgröße und bei Maximale Größe in etwa das 2,5-fache Ihres Arbeitsspeichers ein. Dadurch ist sichergestellt, dass die Datei nicht fragmentiert wird, da sie immer die gleiche Größe hat. Setzen Sie die Größe der Auslagerungsdatei für C auf 0. Klicken Sie anschließend auf Festlegen, schließen Sie alle Fenster und starten den PC neu.

Aero-Fenster lüften

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Durch das Deaktivieren der grafischen Effekte kann die Leistung des Computers verbessert werden.

Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop klicken, können Sie über den Kontextmenübefehl Anpassen die Desktop-Eigenschaften aufrufen. Hauptsächlich sind die beiden Links Fensterfarbe und -darstellung und Design für das Aussehen von Aero, der neuen grafischen Darstellung von Windows zuständig. Über den Link Eigenschaften für klassische Darstellung öffnen können Sie weitere Einstellungen vornehmen, um die Anzeige von Aero anzupassen.

Die Transparenzeffekte sowie die Menüschatten und die weiteren Aero-Einstellungen werden nur angezeigt, wenn Sie das Farbschema Windows-Aero aktivieren. Bei der Auswahl von Windows Vista-Basis wird zwar auch die neue Ansicht von Vista aktiviert, es erscheinen aber keinerlei Transparenzeffekte. Wenn Sie das Kontrollkästchen Transparenz aktivieren abschalten, werden die Fensterrahmen nicht mehr transparent angezeigt, was ebenfalls schon etwas Leistung einspart.

Eine weitere Möglichkeit, die Leistung eines Computers zu verbessern, ist, die Funktion unter Start/Systemsteuerung/System und Wartung/System/Erweiterte Systemeinstellungen/Registerkarte Erweitert/Bereich Leistung/Einstellungen/Für optimale Leistung anpassen. In diesem Fall wird die Performance des PCs erhöht und alle grafischen Optionen von Vista deaktiviert.

Diese Option steht zwar auch unter Windows XP zur Verfügung, bringt hier aber nicht so viel Leistung wie unter Windows Vista, da es noch nicht so viele Grafikeffekte im Betriebssystem gibt.

Superfetch optimieren

Superfetch ist eine Technologie, die Microsoft bereits mit Windows XP eingeführt, aber in Windows Vista deutlich optimiert hat. Vista merkt sich, mit welchen Anwendungen ein Benutzer zu den unterschiedlichen Zeiten arbeitet und lädt diese beim Starten automatisch in den Arbeitsspeicher. Das hat den Vorteil, dass diese Applikationen sehr schnell gestartet werden, wenn der Anwender diese benötigt.

Aus diesem Grund verbraucht Vista auch deutlich mehr Arbeitsspeicher als Windows XP, da alle wichtigen Programme bereits beim Systemstart geladen werden. Vista analysiert dazu ständig das Benutzerverhalten und passt Superfetch an die Bedürfnisse von Anwendern an. Sie konfigurieren diese Funktion über den Registrierungs-Editor. Die Konfiguration von Superfetch findet über den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ CurrentControlSet\ Control\Session Manager\ MemoryManagement\ PrefetchParameters statt.

Über den DWord-Wert EnableSuperFetch kann dieser gestartet oder Deaktiviert werden. Mit dem Parameter 3 optimieren Sie sowohl den Bootvorgang als auch das Starten von Programmen. Es gibt aber auch noch die folgenden Möglichkeiten:

Parameter Funktion
0 Superfetch ausschalten
1 Superfetch nur für Anwendungen aktivieren
2 Superfetch nur für den Bootvorgang aktivieren

Festplatte defragmentieren

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Durch regelmäßiges Defragmentieren wird die Performance des Computers ebenfalls verbessert.

Umso älter ein Windows wird, desto mehr wird die Festplatte fragmentiert. Das heißt, dass die Teile von Dateien auf der Platte an verschiedenen Stellen gespeichert werden, sodass Windows beim Lesen erst alle Blöcke der Dateien zusammensuchen muss und dann erst die Datei öffnet.

Da dadurch der Schreib-/Lese-Kopf der Festplatte deutlich mehr unterwegs ist, dauert auch das Öffnen der Datei unnötig lange. Beim Defragmentieren werden diese Blöcke zusammengefasst, sodass die Geschwindigkeit gesteigert wird.

In Windows Vista sind Bordmittel integriert, die beim Defragmentieren unterstützen sollen. Das Programm wird am schnellsten über Start/Ausführen/defrag gestartet. Die Bordmittelwerkzeuge sind bei vielen Insidern allerdings nicht sehr beliebt, weil diese nicht effizient arbeiten. Oft empfohlen wird das kostenpflichtige O&O Defrag ().

Es gibt aber auch kostenlose Alternativen, die sehr gut funktionieren: Eines der bekanntesten Tools in diesem Bereich ist Disk Defrag von Auslogics (). Das Tool läuft unter Windows XP und Windows Vista.

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