Windows Update

Fehler & Probleme beim Installieren vermeiden

Windows-Updates sind gut und wichtig, doch manchmal können sie auch schiefgehen, Fehler und Probleme machen. Worauf Sie achten sollten, verraten wir Ihnen.

Wir zeigen, wie Sie Fehler beim Windows Update vermeiden.

© Microsoft

Wir zeigen, wie Sie Fehler beim Windows Update vermeiden.

Die Fehlerrate von Windows-Updates ist angesichts der vielen veröffentlichten Patches nicht sehr hoch. Diese Erkenntnis nützt einem aber nichts, wenn der eigene Rechner plötzlich streikt und Probleme macht. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb auf ein wenig Komfort verzichten und die Updates per Hand starten. Wenn auf Ihrem System das Update - wie empfohlen - vollautomatisch passiert, tippen Sie zur Umstellung auf manuelle Aktualisierungen "Windows-Taste+X" und wählen "Systemsteuerung". Öffnen Sie das Menü "Windows Update/Einstellungen ändern", und ändern Sie die Option unter "Wichtige Updates" auf "Updates herunterladen, aber Installation manuell durchführen". Das ist die beste Kombination aus Sicherheit und Komfort.

Sollten Sie häufig Probleme mit Windows-Updates haben, können Sie diese zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen treffen: Eine mögliche Fehlerquelle sind übereifrige Antiviren-Programme. Schalten Sie diese während des Updates aus. Installieren Sie außerdem jedes Update einzeln. So kann man eventuell auftretende Probleme besser eingrenzen und beheben.

Screenshot Update Rechner Systemsteuerungen

© Hersteller/Archiv

Wählen Sie diese Update-Option, mit der Sie selbst entscheiden können, wann Sie welches Update auf Ihrem Rechner installieren.

Halten Sie den Windows Defender automatisch aktuell

Wenn Sie Windows-Aktualisierungen per Hand auf das System bringen, müssen Sie notgedrungen auch die täglichen erscheinenden Signaturdateien des Windows Defender manuell installieren. Denn auch diese werden in den Standardeinstellungen von Windows Update verwaltet. Einfach keine Updates zu installieren, ist nicht empfehlenswert, denn die Signaturdateien werden benötigt, um neu aufgetauchte Schadprogramme identifizieren zu können.

Ohne aktuelle Signaturen wird Windows Defender "blind" gegenüber neuen Viren und kann Ihren Rechner nicht mehr verteidigen. Mit dem kleinen Tool "Windows Update Notifier" lösen Sie das Problem. So installieren Sie es: Klicken Sie das nicht einmal 600 KByte große Programm rechts an, und wählen Sie "Als Administrator ausführen". Nach der Sicherheitsabfrage erscheint das Icon des Programms im System-Tray rechts unten. Klicken Sie rechts auf das Icon, und wählen Sie "Settings". Im Menü setzen Sie einen Haken vor "Install Windows Defender updates automatically". Das funktioniert aber nur, wenn das Programm mit Administrator-Rechten gestartet wurde.

Ein weiterer Vorteil des Programms: Sie werden auch unter Windows 8 und 8.1 automatisch über anstehende Aktualisierungen informiert. Wollen Sie das Programm trotzdem nicht mehr auf Ihrem Rechner haben, öffnen Sie wieder das "Settings"-Menü und entfernen das Häkchen vor "Start Windows Update Notifier on system startup". Anschließend beenden Sie die Software mit einem Rechtsklick auf das Tray-Icon und dem Befehl "Exit". Löschen Sie anschließend die Datei "WindowsUpdateNotifier.exe".

Windows update Notifier

© Hersteller/Archiv

Über den Menüeintrag "Install Windows Defender updates automatically" in Windows Update Notifier halten Sie Ihren Virenschutz auch ohne automatische Windows-Updates aktuell.

Seien Sie vorsichtig beim Update von Windows 8-Apps

In Windows 8.1 wird nicht nur das Betriebssystem automatisch aktualisiert. Auch die Apps aus dem Windows Store werden automatisch von Windows Update auf dem neuesten Stand gehalten. Das ist allerdings nur praktisch, wenn man diese Anwendungen regelmäßig benutzt. Sind Sie eher ein App-Muffel, können Sie den unnötigen Datenverkehr verhindern, indem Sie die App-Aktualisierung auf manuell umschalten. Haben Sie nur ein lokales Konto für Ihr Windows 8.1, ist das nicht nötig, denn hier gibt es keine automatische Aktualisierung. Wenn Sie ein Online-Konto besitzen, rufen Sie zunächst die Windows-Store-App auf.

Mit der App im Vordergrund öffnen Sie die Charms-Leiste mit "Win+C". Klicken Sie auf "Einstellungen" und dann auf "App-Updates". Stellen Sie in diesem Menü den Regler unter "Eigene Apps automatisch aktualisieren" auf "Nein". Für Fortgeschrittene: Für diese Funktion gibt es auch einen Registry-Schlüssel, den Sie mit dem Registrierungseditor regedit einstellen. Drücken Sie das Tastenkürzel "Win+R", und geben Sie in das Eingabefeld "regedit" ein. Bestätigen Sie mit "OK", dass regedit die erforderlichen Änderungen durchführen darf.

Windows Defender aktualisieren

© Archiv / Hersteller

Windows Defender können Sie manuell auf dem Laufenden halten, indem Sie in diesem Menü auf "Aktualisieren" klicken.

In der linken Spalte suchen Sie nun den Schlüssel "HKEY_ LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\ WindowsStore". Wenn er nicht vorhanden ist, klicken Sie den Microsoft-Schlüssel rechts an und wählen im Kontextmenü "Neu/Schlüssel". Nennen Sie den Schlüssel "WindowsStore" (ohne Anführungszeichen). Jetzt wählen Sie den WindowsStore-Schlüssel aus und klicken mit der rechten Maustaste in das rechte Fenster. Diesmal benutzen Sie den Befehl "Neu/DWORD-Wert (32-Bit)". Nennen Sie ihn "AutoDownload". Doppelklicken Sie auf den Wert, und setzen Sie ihn auf die Zahl "4". Damit ist der automatische Download abgeschaltet, egal, was im Store eingestellt wurde. Mit dem Wert "2" schaltet man den Download wieder ein. Nach dem Löschen des WindowsStore-Schlüssels gilt die Einstellung des Stores.

Windows Store Menü

© Archiv

Über die am rechten Bildschirmrand eingeblendete Charms-Leiste im Windows Store kommen Sie an das Menü, mit dem Sie automatische App-Updates ausschalten.

Schalten Sie den automatischen Neustart manuell aus

Egal, ob Sie gerade eine wichtige Datei herunterladen, ein Video rendern oder sonst etwas Langwieriges am PC erledigen. Windows Update startet den Rechner neu, wenn es das für richtig hält. Mit einem Registry-Eintrag gewöhnen Sie dem Dienstprogramm dieses Verhalten ab. Drücken Sie "Win+R", und geben Sie "regedit" ein. In der linken Spalte benötigen wir den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/Policies/Microsoft/Windows. Klicken Sie ihn rechts an, und wählen Sie "Neu/Schlüssel". Der neue Schlüssel soll "WindowsUpdate" (ohne Anführungszeichen) heißen.

Klicken Sie jetzt wiederum den eben angelegten Schlüssel WindowsUpdate rechts an, und kreieren Sie einen neuen Schlüssel mit dem Namen "AU". Sie sollten jetzt einen Schlüssel mit dem vollständigen Pfad "HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/Policies/ Microsoft/Windows/WindowsUpdate/AU" haben. Jetzt klicken wir in das rechte Fenster und wählen "Neu/DWORD-Wert (32-Bit)". Der neue Wert trägt den Namen "NoAutoRebootWithLoggedOnUsers". Doppelklicken Sie auf ihn, und tragen Sie den Wert "1" ein. Jetzt bootet Ihr Rechner nicht mehr ohne zu fragen.

Nutzen Sie Wiederherstellungspunkte und Computerreparatur

Trotz aller Vorsicht kann ein Windows Update das Betriebssystem instabil machen. Sollte das geschehen, gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten. Vor jedem größeren Update legt das Betriebssystem gewöhnlich einen Wiederherstellungspunkt an. Tippen Sie "Win+X", und öffnen Sie "Systemsteuerung". Unter "System und Sicherheit/Wartungscenter/Wiederherstellung" klicken Sie auf "Systemwiederherstellung öffnen". Nach einem Klick auf "Weiter" aktivieren Sie im nächsten Menü die Option "Weitere Wiederherstellungspunkte anzeigen". Jetzt sollten Sie den gewünschten Punkt sehen. Wählen Sie ihn aus, und klicken Sie auf "Weiter" und "Fertig stellen".

Das Betriebssystem wird zurückgesetzt. Sollte die Methode nicht funktionieren, machen Sie sich direkt auf die Suche nach beschädigten System-dateien mit der Systemdateiprüfung. Tippen Sie "Win+R", geben Sie "sfc /scannow" ein, und drücken Sie "OK". Das Systemprogramm kann in den meisten Fällen die Probleme erkennen und auch gleich selbst lösen. Selbst wenn es scheitert, liefert es zumindest einen direkten Hinweis auf das Problem. Eine etwas radikalere Methode unter Windows 8 und 8.1 ist die Systemauffrischung. Öffnen Sie mit "Win+C" die Charms-Leiste, und klicken Sie auf "Einstellungen/PC-Einstellungen ändern/Update/Wiederherstellung/Wiederherstellung". Hier klicken Sie unter dem Punkt "PC ohne Auswirkungen auf die Daten auffrischen" auf "Los geht's".

Sollte Ihr System nicht mehr starten können, rufen Sie - wenn es nicht automatisch erscheint - das Windows-Bootmenü auf, indem Sie beim Rechnerstart die "F8"-Taste drücken. Unter Windows 8/8.1 funktioniert das leider nicht mehr. Hier benötigen Sie eine System-DVD mit der eingebauten Computerreparatur. Haben Sie einen Rechner ohne diese DVD gekauft, kommen Sie trotzdem in das Bootmenü: Beim dritten erfolglosen Startversuch zeigt Windows 8/8.1 automatisch dieses Menü an. Wählen Sie hier "Problembehandlung/PC auffrischen" oder Sie klicken auf "Problembehand-lung/Erweiterte Optionen/Systemwiederherstellung", um einen Wiederherstellungspunkt zurückzuholen.

Registierungs-Editor

© Hersteller/Archiv

Über diesen Registry-Schlüssel verhindern Sie, dass Windows ungewollt neu startet, wenn Sie gerade nicht am Rechner sitzen.

Blenden Sie unerwünschte Updates aus

Optionale Updates, wie zusätzliche Sprachpakete, können lästig sein. Wenn Sie nicht ständig an Treiber oder optionale Microsoft-Tools erinnert werden wollen, die Sie gar nicht benötigen, öffnen Sie die "Systemsteuerung" klicken Sie dort auf "System und Sicherheit" und dann "Windows Update". Klicken Sie jetzt auf "x optionale Updates sind verfügbar". Sie sehen eine Liste der Updates. Klicken Sie alle unerwünschten Einträge einzeln mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie im Kontextmenü "Updates ausblenden". Haben Sie zu viel ausgeblendet, klicken Sie im Windows-Update-Menü auf "Ausgeblendete Updates anzeigen". Machen Sie ein Häkchen vor den gewünschten Einträgen, und klicken Sie auf "Wiederherstellen".

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