Praxis

Windows: Die 5 besten Security-Tipps

Wir geben Ihnen Security-Tipps für Windows an die Hand, mit denen Sie online optimal vor Hackern, Online-Betrügern und anderen Internetkriminellen geschützt sind.

Trojaner-Software offenbar drei Jahre alt

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Trojaner-Software offenbar drei Jahre alt

Das Thema Datenschutz und -Sicherheit sollte jeder Windows-Nutzer hochernstnehmen. Sensible Passwörter für Online-Konten, private wie geschäftliche Daten und nicht zuletzt ihr Geld stehen auf dem Spiel.

Ratgeber: Die beste Security-Freeware

Microsoft Windows ist das am weitesten verbreitete PC-Betriebssystem und gleichzeitig auch das, worauf sich die Mehrheit der Internetkriminellen eingeschossen hat. Mit einfachen Mitteln jedoch können Sie es Hackern und anderen Datendieben ungemein erschweren, sich Zugriff auf ihren Rechner zu verschaffen. Neben obligatorischen Anti-Viren- und -Spyware-Tools gibt es noch mehr. Befolgen Sie einfach unsere fünf besten Security-Tipps, um sich künftig deutlich sicherer fühlen zu können!

Windows: Security-Tipp 1 - Windows schlank und aktuell halten

Schadsoftware von Cyber-Kriminellen nistet sich meist im Systemstart ein und läuft so als Windows-Prozess unbemerkt mit. So werden mitunter Tastenanschläge protokolliert (Key-Logger) oder etwa direkt Datenströme abgefangen. Zu Beginn sollten Sie den Systemstart bearbeiten und verdächtige Einträge demarkieren. Dazu rufen Sie das Menü "Ausführen" auf, entweder via "Start", "Ausführen" oder mit der Tastenkombination "Windows-Taste" + "R". Tippen Sie anschließend "msconfig" ein und bestätigen Sie mit "Enter". Über den Reiter "Systemstart" lassen sich nun Programme aus- oder abwählen, die nach dem Bootvorgang zur Verfügung stehen sollen. Sind Sie fertig, müssen Sie einmal den PC neustarten.

Wichtig: Bearbeiten Sie nur Einträge, deren Funktion Ihnen bekannt ist. Sollte Ihnen etwas verdächtig vorkommen, bemühen Sie eine Suchmaschine Ihres Vertrauens mit dem entsprechenden Suchbegriff in Verbindung mit den Schlagwörtern "Windows" und "Systemstart".

Prüfen Sie, ob Windows Update aktiviert ist. Mit einem aktuellen Windows minimieren Sie die Anzahl der zur Verfügung stehenden Sicherheitslücken, die Hacker ausnutzen können.

Windows: Security-Tipp 2 - Benutzerkonten und Rechte

Wenn Sie Windows frisch installiert haben, dann sind Sie in der Regel als Administrator beziehungsweise Ihrem selbst gewählten Namen inklusive Administratorrechten angemeldet. Das ist notwendig und sinnvoll, wenn Sie ihren PC einrichten und neue Software installieren wollen. Mit der Zeit jedoch rückt die laufende Neuinstallation benötigter Software in den Hintergrund.

Windows Benutzerkonten

© Microsoft

Benutzerkonten unter Windows.

Was viele Nutzer im Nachhinein nicht mehr beachten: Als Administrator haben Sie weiterhin umfassende Rechte für die Nutzung am jeweiligen Windows-PC. Und - noch schlimmer: Eingenistete Malware oder andere Schädlinge, die sich auf dem Rechner breitmachen, können sich dies zu Nutze machen und munter Systemeinstellungen bearbeiten, Software nachladen, verändern und problemlos an alle Daten kommen.

Die Lösung: Legen Sie während der Windows-Installation ein Administrator-Konto fest, das Sie anfangs oder später vereinzelt nutzen, um den Rechner komplett einzurichten. Sind Sie mit dem Gröbsten durch, legen Sie einen neuen Benutzer samt Passwort an. Das läuft in der Regel über die "Systemsteuerung" unter dem Eintrag "Benutzerkonten".

Windows: Security-Tipp 3 - Passwörter sicher verwalten

Allgemein gilt, dass Passwörter nie kompliziert genug sein können, um es sogenannten "Brute-Forcern" nicht zu leicht mit dem systematischen Erraten eines Kennworts zu machen. Nutzer, die sicherheitsbewusst mehrere solcher Passwort-Kolonnen anlegen, gewöhnen sich dann an, ihre Codes zu notieren. Das geschieht dann entweder per Niederschrift auf einem Papier, das vermeintlich gut aufbewahrt wird, oder als Notiz in einer Textdatei. Beide Lösungen sind denkbar schlecht.

Passwortmanager Keepass

© Hersteller

Der Passwortmanager KeePass.

Eindringlinge, die einmal Zugang zu einer solchen Liste haben, erlangen direkt die Kontrolle über alle ihre Online-Konten. So können mit einem Schlag etwa Paypal-, Amazon- sowie Ebay-Daten weg sein und der Dieb kann auf ihre Kosten einkaufen.

Wie kann man nun Dutzende von komplizierten - ergo sicheren - Passwörtern sicher und dennoch übersichtlich aufbewahren? Schließlich will niemand eine Schnitzeljagd veranstalten, nur um seine E-Mails lesen zu können. Die Lösung beziehungsweise unsere Empfehlung lautet in diesem Fall KeePass Professional. Das Programm verwaltet und speichert Kennwörter verschlüsselt. Die wertvollen Daten werden einerseits mit einem Masterkennwort geschützt, andererseits kann der Zugriff auch im Zusammenspiel mit einem Masterkennwort und einem "USB-Schlüssel" erfolgen.

Windows: Security-Tipp 4 - Sicherheitskopien anlegen

Es klingt nach einem Rat von typischen Besserwissern: ein Rat, den man gerne missachtet. Doch wenn es einmal passiert, ist der Ärger riesengroß. Viren haben sich auf dem PC breitgemacht und alle Festplatten beziehungsweise Partitionen angegriffen und womöglich unbrauchbar gemacht.

Die einfache Lösung: Legen Sie Sicherheitskopien wichtiger Dateien an. Diese sollten für den Anfang natürlich nicht auf dem gleichen physikalischen Datenträger liegen wie das Original.

Besser ist es, Sicherheitskopien auf einem Datenträger anzulegen, dessen Inhalt entweder nicht mehr verändert werden kann (CD-, DVD-ROM) oder einem Datenträger, der nicht laufend mit dem eigenen System verbunden sein muss (Externe Festplatte). Alternativ stehen auch diverse Cloud-Dienste (Vergleichstest) zur Verfügung. Hier muss man jedoch beachten, dass die Daten online sind und man die Verantwortung über die eigenen Dateien Dritten überlässt. Am besten fahren Sie mit einer Kombination aus den genannten Möglichkeiten.

Windows: Security-Tipp 5 - Achtsam sein

Das Internet wimmelt von Fallen, die Sie um ihre Daten oder um ihr Geld bringen wollen. Klicken Sie in Ihrem E-Mail-Account nicht wahllos alles an, was ankommt. E-Mails von unbekannten Anbietern, die Ihnen Millionengewinne oder sonstige Vorteile versprechen, sollten Sie grundsätzlich skeptisch gegenüber stehen.

Ebenso sollten Sie vorsichtig mit E-Mails vermeintlich offizieller Quellen von eBay, Paypal, Amazon & Co. sein. Betrüger schicken gerne Links zu Webseiten mit vertrautem Design. Dort werden Sie beispielsweise aufgefordert, Ihre Nutzerdaten (Login und Passwort) einzugeben, um etwa einen Gutschein abzuholen. Diese Methode wird Phishing genannt und ist bei Cyberkriminellen hochbeliebt. Sie bekommen dabei natürlich keinen Gutschein, stattdessen würden Sie den Betrügern Ihre Zugangsdaten verraten.

Hier sollten Sie skeptisch sein und die URL genau prüfen. Notfalls geben Sie sie händisch ein und kontrollieren im Benutzer- oder Kontrollzentrum der jeweiligen Webseite, ob tatsächlich eine derartige Aktion wie erwähnt stattfindet. Die Wahrscheinlichkeit ist gering. Wenn Sie unsere Tipps befolgen und weiteren Schutz suchen, dann werfen Sie doch einen Blick in unseren Ratgeber mit den besten Gratis-Sicherheits-Tools für den PC.

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