Praxis

Windows fernsteuern: Chrome Remote Desktop und Teamviewer

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Chrome Remote Desktop ermöglicht unter anderem unbeaufsichtigte Fernsteuerung.

Chrome Remote Desktop ist eine App von Google, mit der Sie Ihren PC von anderen PCs oder Android-Tablets aus fernsteuern können. 

  • Laden Sie sich auf beiden PCs über den Chrome-Browser die Chrome Remote Desktop App aus dem Chrome Web Store herunter. Auf Android-Tablets verwenden Sie die Chrome Remote Desktop App aus dem Play Store. Beim ersten Start müssen Sie der App die angefragten Zugriffsberechtigungen geben, da der Chrome Browser sonst keine derartigen Zugriffe von außen zulassen würde.

Downloads: Chrome Remote Desktop für Android​ und iOS

  • Starten Sie Chrome Remote Desktop bei den Apps im Browser des zu steuernden PCs. Nur beim ersten Mal muss dort noch ein Remote-Desktop-Host-Installationsprogramm heruntergeladen und ausgeführt werden. Auf dem anderen PC oder dem Tablet das zur Fernsteuerung verwendet wird, muss die App ebenfalls gestartet werden.
  • Klicken Sie im Bereich Remote-Unterstützung auf Teilen, um Ihren PC zur Fernsteuerung freizugeben oder auf Zugreifen, um selbst einen freigegebenen PC fernzusteuern. Im Gegensatz zur Windows-Remotehilfe bekommt hier derjenige, der seinen PC fernsteuern lassen möchte, einen Sicherheitscode angezeigt, den der Helfer eingeben muss. Anschließend muss der Schüler noch eine Meldung bestätigen, um dem Helfer die Fernsteuerung zu ermöglichen.
  • Über die Fernsteuerung haben Sie Zugriff auf den kompletten Desktop, nicht nur auf den Chrome Browser. Über die Symbolleiste lässt sich der ferngesteuerte PC im Vollbildmodus darstellen. Hier können Sie auch die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[Entf] oder die [Druck]-Taste an den anderen PC senden. Steuern Sie einen PC von einem Android-Tablet aus, zoomen Sie mit einer Zweifingergeste und können in der Symbolleiste eine Bildschirmtastatur zur Texteingabe auf dem PC einblenden. Auf dem ferngesteuerten PC können Sie jederzeit in die Fernsteuerung eingreifen.
  • Nutzen Sie Chrome Remote Desktop auf mehreren eigenen PCs mit dem gleichen Google-Konto, können Sie den Verbindungsaufbau vereinfachen und unbeaufsichtigte Verbindungen zulassen. Im Bereich Meine Computer aktivieren Sie für Ihren PC die Remote-Verbindungen und legen eine eigene PIN für den Zugriff fest. Diese brauchen Sie auf einem anderen eigenen PC nur einzugeben und müssen dann die Remote-Verbindung nicht mehr eigens autorisieren. So können Sie auf einen eigenen PC, der woanders steht, zugreifen, ohne dass dort jemand etwas bestätigen muss. Stellen Sie in den Energieeinstellungen dieses PCs sicher, dass er nicht automatisch nach einer Inaktivitätszeit in einen Energiesparmodus schaltet. In diesem Fall wäre er aus der Ferne nicht erreichbar.

Teamviewer: Nicht nur für Windows 10

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Teamviewer steuert auch PCs mit früheren Windows-Versionen ab Windows 7.

Schon lange bevor Windows seine eigene Fernsteuerung mitlieferte, bot der für private Nutzung kostenlose Teamviewer weitgehend die gleichen Funktionen. Bei Teamviewer erhält jeder Computer eine eindeutige ID, sodass man sich ein Adressbuch der eigenen Freunde oder Kunden anlegen kann. Das zur Verbindung notwendige Passwort wird zufällig generiert und gilt nur für einen begrenzten Zeitraum.

Zusätzlich bietet Teamviewer auch die Möglichkeit, den eigenen Computer zum unbeaufsichtigten Zugriff freizugeben, um ihn selbst aus der Ferne zu steuern, ohne jede Verbindung einzeln zulassen zu müssen. Neben der reinen Fernsteuerung können Dateien, Audio und Video vom zu steuernden PC übertragen werden. Anstatt des gesamten Desktops können einzelne Fenster über Teamviewer einem Partner freigegeben werden. Mehrere Verbindungen sind gleichzeitig in mehreren Tabs möglich und auch Linux-Server ohne grafische Oberfläche lassen sich mit Teamviewer über eine Konsolenanmeldung steuern.

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