Der XP-Setup-Vollautomat

Windows einfach installieren

Windows neu installieren zu müssen, ist wahrlich keine Freude. Schnell ist ein ganzer Tag herum, bis Sie wie gewohnt weiterarbeiten können. Doch es gibt eine Lösung: das vollautomatische Setup! Das spielt alle Patches, Updates, Treiber, Benutzerkonten, sonstige Einstellungen und sogar die Programme Ihrer Wahl selbstständig auf.

  1. Windows einfach installieren
  2. nLite-Funktion
  3. Die Alternativen zur Setup-CD
Windows ruckzuck neu installieren

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Mit diesen Tipps wird Windows einfach und schnell installiert.

Was bei den Heinzelmännchen zu Köln möglich ist, können Sie auch: Lassen Sie sich das mühselige Aufsetzen des Rechners abnehmen.

Zwar ist das Betriebssystem selbst in ein oder zwei Stunden vergleichsweise schnell installiert, aber dann kommt ja noch der Rest. Die richtigen Treiber, die Updates und Patches, die persönlichen Einstellungen, all die übrige Software und noch vieles mehr. Das alles haben Sie nicht mit Ihrer vollautomatischen Setup-CD, die Sie sich einmal erstellen. Wenn Windows dann mal wieder nicht richtig rund läuft, fällt Ihnen die Entscheidung zur Neuinstallation viel einfacher. Denn das sieht so aus: Sie legen diese CD ins Laufwerk und booten den Rechner und gehen anschließend zur Arbeit oder besuchen Freunde. Wenn Sie wieder daheim sind, ist Windows neu installiert - garantiert vollautomatisch!

Vorbereitungen zur ersten Setup-CD

Da Windows XP das nach wie vor am meisten verwendete Betriebssystem ist, beschreiben wir die automatisierte Installation am Vorgänger von Vista. Im Prinzip funktioniert das Erstellen der automatischen Setup-DVD für Vista ähnlich, allerdings sind die Möglichkeiten dort (noch) etwas beschränkt. Wie Sie eine solche DVD erstellen, lesen Sie auf Seite 3. Starten wir also mit Windows XP! Im Download-Bereich finden Sie das entscheidende Programm nLite. Bevor Sie dieses Tool aus der Rubrik "Software/Tool-Pakete/Automatik- Suite" auf Ihren Rechner spielen, installieren Sie gegebenenfalls noch das .NET-Framework 3.5. Diese Microsoft-Komponente ist Voraussetzung für den Betrieb von nLite.

Wenn Sie unsicher sind, ob das .NET-Framework bereits auf Ihrem PC installiert ist, klicken Sie auf "Start/Systemsteuerung/Software" und schauen in der alphabetischen Liste der installierten Software nach, ob dort das "Microsoft .net Framework" vermerkt ist. Wenn nicht, installieren Sie es jetzt. Beim Setup von nLite legen Sie die Setup- Sprache "Deutsch" fest und bestätigen alle weiteren Standardeinstellungen. Machen Sie sich nun noch einmal klar, wie das Erstellen der neuen CD funktioniert: Als

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nLite zeigt auf einen Blick alle grundlegenden Funktionen und Möglichkeiten der Setup-CD.

Grundlage dienen die Original-Installationsdateien von Microsoft, dann fügen Sie Treiber, Patches und Co. hinzu, ebenso wie andere Programme und nehmen dazu all die Einstellungen vor, die Sie sonst bei jedem XP-Setup neu tätigen müssten, also Seriennummer, Zeitzone, Benutzerkonten und so weiter.

Eine wichtige Frage lautet deshalb: Wo haben Sie Ihre ursprünglichen Setup-Dateien von Windows? Besitzen Sie eine Installation-CD? Liegen die Daten als Ordner "I386" irgendwo auf der Festplatte? Oder gibt es drittens auf dem Rechner irgendeine versteckte Recovery-Partition? Während Fall 1 und 2 ganz einfach zu handhaben sind, müssen Sie im Fall der Recovery- Funktion daraus erst eine "normale" Installationsscheibe erstellen.

Ihre persönliche Scheibe für XP

Starten Sie also nLite und wählen "Deutsch" für die Bedienoberfläche. Das Programm führt Sie durch alle notwendigen Schritte. Legen Sie Ihre bisherige - oder die aus der Recovery-Partition neu erstellte - Windows-XP-CD ins Laufwerk und schließen gegebenenfalls deren Oberfläche. Im ersten Fenster von nLite klicken Sie rechts auf die Schaltfläche "Suchen", wählen nun das optische Laufwerk und bestätigen mit "OK".Es folgt ein Hinweis, dass Sie die Daten von der Scheibe erst auf die Festplatte kopieren müssen. Klicken Sie auf "OK" und legen Sie daraufhin einen Ordner auf der Harddisk fest, in den Sie die Daten kopieren: beispielsweise ein neues Verzeichnis "XP_Setup" auf dem Desktop. Verfügen Sie statt einer Setup-CD über den "I386"-Ordner auf der Festplatte, legen Sie diesen über die "Suchen"-Schaltfläche als Quellordner fest. Sie haben die Daten jetzt auf der Festplatte, mit einem Klick auf "Weiter" gelangen Sie zum nächsten Schritt, den Import so genannter Vorlagen. Hier aktivieren Sie zunächst nur die Option links unten "Letzte Session automatisch laden" und drücken auf "Weiter". Daraufhin erscheint nLite mit einem Überblick über die vier grundlegenden Optionen: "Integrieren", "Entfernen", "Setup" und "Erstellen".

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Damit die Setup-CD aktuell ist, binden Sie das Service Pack 3 für Windows XP ein.

Aktivieren Sie sämtliche acht Unterpunkte, also von "Servicepack" alles bis zu "Bootfähiges ISO-Image", und bestätigen Sie mit "Weiter". Im ersten Abschnitt weisen Sie nLite an, das neueste Service Pack, Patches sowie gegebenenfalls Treiber zu laden. Speichern Sie deshalb das aktuelle Service Pack 3 für XP über die Adresse auf Ihrem PC. Sobald der Download abgeschlossen ist, klicken Sie im nächsten nLite-Fenster hinter der Option "Servicepack zur Integration auswählen" auf die "Suche" und wählen diesen Download aus. Es dauert einen Augenblick, bis das Service Pack 3 dekomprimiert und in die bestehenden Daten eingebunden sind. Genauso laden Sie im nächsten Schritt die neuesten Patches und Hotfixes. Weil das Forum von german-nlite.de derzeit nicht aktuell ist, suchen Sie im Internet nach den Begriffen "nlite" und "updatepack". Zum Redaktionsschluss war die Version 3.8.9 vom September aktuell. Speichern Sie diese auf der Festplatte und klicken Sie in nLite im Fenster "Hotfixes, Updatepacks und Addons" rechts unten auf "Weiter/Einfügen".

Treiber und noch mehr einbinden

Das aktuelle Service Pack sowie die neuesten Hotfixes sind integriert. Darüber hinaus bietet nLite die Möglichkeit, alle gewünschten Treiber in Ihre persönliche CD zu integrieren. Dazu raten wir auf jeden Fall, zumal Windows ohne die Chipsatztreiber gar nicht zufriedenstellend läuft.

Darunter versteht man all jene Treiber, die der Hersteller des Mainboards auf seiner Seite zur Verfügung stellt: also für den Chipsatz an sich, für den integrierten Sound, das Netzwerk, eventuell die Grafik, USB-Anschlüsse und so weiter.

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Wichtig: Wählen Sie das richtige Board sowie Betriebssystem, bevor Sie die Treiber herunterladen.

Schauen Sie im Handbuch Ihres Computers oder Mainboards nach, welches Board-Modell Sie genau besitzen. Beachten Sie bei der Auswahl, dass die Treiber wirklich exakt zur Hauptplatine sowie zum installierten Betriebssystem passen. Alle Treiber speichern Sie in einem bestimmten Verzeichnis, beispielsweise "Treiber" auf dem Desktop. Hierein kopieren Sie ebenfalls die Treiber für Ihren Drucker, die Grafikkarte sowie Ihre übrige Hardware. Beachten Sie bitte, dass nLite nur Treiber als "inf"-Datei verarbeiten kann. Liegen sie dagegen als "zip"- oder "exe"-Datei vor, entpacken Sie diese zunächst mit dem Tool 7-Zip aus unserer Automatik-Suite. Dabei wird neben der "inf"-Datei noch eine Komponente mit der Endung "sys" erzeugt.

Ganz einzelne Treiber lassen sich nicht auf diese Weise entpacken - hier starten Sie das Setup per Doppelklick auf die Exe-Datei und brechen die Installation nach dem Extraktionsprozess ab.

Wie Sie überflüssige Komponenten aus der Installationsroutine schmeißen und wie Sie weitere Wunschprogramme auf der Installations DVD einbinden, steht auf Seite 2...

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