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Vista-Tuning für Profis Windows-Dienste abschalten

Die Zahl der Systemdienste in Vista ist weiter angestiegen. Nicht alle Dienste werden von allen gebraucht und fressen so unnötig Performance. Wir erklären, welche Aufgaben die Dienste haben und welche Sie gefahrlos abschalten können.
Windows Vista

Windows benötigt für viele seiner internen Komponenten eine Steuersoftware, welche die Funktion startet, zur Verfügung stellt und überwacht. Diese Steuersoftware wird als Systemdienst bezeichnet. Allerdings ist die Anzahl der Systemdienste bei Vista deutlich angestiegen. Jeder gestartete Systemdienst verbraucht Arbeitsspeicher und bremst daher das System aus.

Obwohl nicht alle Komponenten benötigt werden, startet Vista diese nicht abhängig vom System. In diesem Artikel zeigen wir, wie die Systemdienste so konfiguriert werden, dass diese optimal an das System angepasst sind. Dienste die Sie nicht benötigen, lassen sich deaktivieren. Dadurch setzen Sie deutlich mehr Leistungsreserven frei als mit vielen Tuningprogrammen, und das kostenlos.

Die Steuerung der Systemdienste findet über die Computerverwaltung statt. Am schnellsten wird die Verwaltungsoberfläche aber durch die Eingabe von services.msc im Suchfeld gestartet. In der Befehlszeile (cmd) werden die gestarteten Dienste über net start angezeigt.

Die Systemdienste lassen sich bequem über ein eigenes Verwaltungsprogramm konfigurieren.
Die Systemdienste lassen sich bequem über ein eigenes Verwaltungsprogramm konfigurieren.

Mit net start >dienste.txt werden alle gestarteten Dienste in die Datei dienste.txt gespeichert. Das ist nützlich, wenn zum Beispiel eine Analyse eines entfernten Computers durchgeführt werden soll. Eine weitere Möglichkeit in der Befehlszeile ist der Befehl sc query, der deutlich mehr Informationen liefert. Dienste lassen sich außer auf der grafischen Oberfläche in der Befehlszeile über net stop stoppen und über net start wieder starten, der Starttyp wird dadurch aber nicht geändert.

Nach dem Start werden alle installierten Systemdienste angezeigt. Per Klick auf die einzelnen Spalten lässt sich die Ansicht so sortieren, dass alle gestarteten Dienste oder die Dienste mit dem Starttyp Automatisch zuerst angezeigt werden.

Vista hält Haus

Gegenüber Windows XP verhält sich Vista bezüglich der Systemdienste wesentlich intelligenter. So sind zum Beispiel einige Dienste bereits standardmäßig deaktiviert, die das System nicht benötigt. Dienste mit dem Starttyp Manuell werden von Vista erst gestartet, wenn die entsprechende Funktion benötigt wird. Der Starttyp der Dienste lässt sich über die Eigenschaften aus dem Kontextmenü konfigurieren.

Tipp

Wenn keine Sicherheit darüber besteht, ob ein automatisch gestarteter Systemdienst wirklich benötigt wird, ist es der beste Weg, diesen auf Manuell zu setzen und mit dem Computer weiterzuarbeiten. Wenn der Dienst durch Vista nicht wieder gestartet wird und fehlerfrei gearbeitet werden kann, besteht die Möglichkeit, den Dienst zu deaktivieren.

Systemkonfiguration

Die Systemdienste lassen sich bequem über ein eigenes Verwaltungsprogramm konfigurieren.
Die Systemdienste lassen sich bequem über ein eigenes Verwaltungsprogramm konfigurieren.

Auch über die Schaltfläche Start im Eingabefeld mit dem Befehl msconfig werden auf der Registerkarte Dienste die Systemdienste angezeigt. Hier können sogar die Windows-Systemdienste ausgeblendet werden. Es werden dann nur Zusatzdienste angezeigt, die nachträglich installiert, aber eventuell nicht benötigt werden.

Die Konfiguration geht aber bei services.msc am leichtesten. Dort beenden Sie Dienste über Eigenschaften und legen den Starttyp per Auswahl fest. Das Informationsfenster der Dienste zeigt in verschiedenen Spalten die wichtigsten Informationen über den entsprechenden Dienst an.

Die meisten Einstellungen werden dazu auf der Registerkarte Allgemein vorgenommen. Auf der Registerkarte Anmelden legen Sie fest, mit welchem Benutzerkonto der Dienst startet; also welche Rechte er erhält. Hier sollten Sie möglichst keine Änderungen vornehmen, da sonst einzelne Betriebssystemkomponenten nicht mehr funktionieren, weil zu wenig Rechte erteilt wurden.

Sicherheitsrisiko Vista-Dienste

Oft wurden die Windows-Dienste in der Vergangenheit für Angriffe auf das Betriebssystem genutzt, da diese erfahrungsgemäß über eine hohe Berechtigungsstufe verfügen. In Vista wurden die Berechtigungen dieser Dienste deutlich eingeschränkt. Die Dienste dürfen grundsätzlich nur noch die Aktionen durchführen, für die sie tatsächlich vorgesehen sind, und werden von der Windows-Firewall überwacht.

Auf der Registerkarte Wiederherstellung wird festgelegt, wie sich Windows verhalten soll, wenn ein Systemdienst abstürzt. Die Registerkarte Abhängigkeiten zeigt an, welche anderen Systemdienste von dem derzeit geöffneten Dienst abhängen und von welchen Diensten dieser Dienst abhängt. Wird ein Dienst, von dem ein anderer abhängt, deaktiviert oder beendet, gilt das immer für beide. Diesen Sachverhalt müssen Sie vor dem Beenden genau prüfen.

Dienste, die auf Automatisch stehen, startet Windows automatisch. Dienste mit dem Starttyp Manuell werden nicht automatisch gestartet, lassen sich aber manuell starten, entweder durch den Anwender oder das Betriebssystem. Beim nächsten Start des Computers sind diese Dienste dann wieder beendet. Dienste mit dem Starttyp Deaktiviert können nicht manuell gestartet werden und bleiben so lange beendet, bis der Starttyp geändert und der Dienst gestartet wird.

Systemdienste optimieren

Vor der Optimierung sollten Sie immer prüfen, wie der Systemverbrauch vor und nach dem Beenden des Dienstes ist. So lässt sich speziell für jeden Computer testen, was die Optimierung tatsächlich bringt. Am besten machen Sie das über den Taskmanager, der über das Kontextmenü in der Startleiste gestartet wird.

Nachfolgend zeigen wir Ihnen, welche Systemdienste dringend immer benötigt werden und die keinesfalls beendet werden sollten. In der zweiten Tabelle stehen all die Systemdienste, die nur von Spezialkonfigurationen verwendet werden und also beendet werden können, damit der Computer beschleunigt wird. In den Übersichten fehlen Dienste, die standardmäßig nicht gestartet sind oder deren Deaktivierung nutzlos ist.

Dienstname Aufgabe des Dienstes Empfehlung
Basisfiltermodul Dieser Dienst gehört zur Windows-Firewall. Wird der Dienst deaktiviert, werden die Firewall-Richtlinien nicht mehr angewandt. Setzen Sie eine andere Firewall ein, oder benötigen Sie die Windows-Firewall nicht, können Sie den Dienst deaktivieren. Dadurch wird aber Ihr PC unsicherer.
Benachrichtigungsdienst für Systemereignisse Dieser Dienst überwacht Systemereignisse und benachrichtigt Abonnenten des COM+-Ereignissystems. Auf Notebooks ist dieser Dienst erforderlich, da er unter anderem dafür sorgt, dass bei niedrigem Akkustand die konfigurierten Aktionen ausgeführt werden.
Benutzerprofildienst Dieser Dienst ist für die Anmeldung am PC verantwortlich und stellt die Daten des Benutzerprofils zur Verfügung. Sie sollten diesen Dienst auf Automatisch belassen.
COM+-Ereignissystem Der Dienst wird von Anwendungen benötigt, die auf COM+-Komponenten zugreifen müssen. Sie sollten diesen Dienst auf Automatisch belassen.
DCOM-Server-Prozessstart Hierbei handelt es sich um einen wichtigen Systemdienst, der DCOM-Anwendungen verwaltet. Sehr viele Vista-Features basieren auf diesem Dienst. Sie sollten ihn weiterhin automatisch starten lassen.
Designs Der Dienst Designs ist für die Anzeige der Vista-Oberfläche zuständig. Sie können diesen Dienst deaktivieren, wenn Sie Windows in der klassischen Desktop-Ansicht und nicht die Aero-Anzeige verwenden wollen.
Druckwarteschlange Dieser Dienst verarbeitet Druckaufträge. Deaktivieren Sie den Dienst, kann die Druckerfunktionalität des PCs eingeschränkt sein. Sie können durch kurzzeitiges Beenden des Dienstes alle Druckaufträge, die sich noch nicht im Speicher des Druckers befinden, löschen. Sie sollten den Dienst in der Standardeinstellung belassen. Drucken Sie auf Ihrem PC überhaupt nicht, können Sie den Dienst deaktivieren.
Extensible Authentification-Protokoll Sie benötigen den Dienst, wenn Sie sich per DFÜ oder VPN in ein Unternehmensnetzwerk einwählen, wenn das EAP-Protokoll verwendet wird. Verwenden Sie keine Einwahl in ein Netzwerk per VPN oder DFÜ, können Sie den Dienst deaktivieren.
Gruppenrichtlinienclient Der Dienst wird für die Anwendung von Gruppenrichtlinien in einer Windows-Domäne benötigt. Sie sollten den Dienst standardmäßig belassen und keine Einstellungen ändern.
Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst Dieser Dienst steuert das Übertragen von Daten im Hintergrund und verwendet nur so viel Bandbreite, wie der Anwender nicht benötigt. Verwenden Sie Windows-Update, sollten Sie diesen Dienst nicht anpassen. Installieren Sie Ihre Updates manuell, können Sie den Dienst deaktivieren. Das wird allerdings nicht empfohlen.
Kryptografiedienste Die Kryptografiedienste sind dafür zuständig, dass die Signaturen von Windows-Systemdateien überprüft werden können oder dass sich der PC über Windows-Update aktualisieren kann. Verwenden Sie Windows-Update oder arbeiten Sie mit Zertifikaten im Internet zur Absicherung von Webdiensten in Unternehmen, wird dieser Dienst benötigt.
Multimedia-Klassenplaner Der Dienst ist für die Priorisierung der Systemressourcen für Multimedia-Anwendungen unter Vista verantwortlich. Er ist eng mit dem Dienst Windows Audio verbunden, der die Soundausgabe von Vista steuert. Sie können den Dienst deaktivieren, wenn Sie auf dem PC keinerlei Multimedia-Funktionen nutzen und auch kein Sound ausgegeben werden soll. Ansonsten sollten Sie den Dienst laufen lassen.
Netzwerkspeicher-Schnittstellendienst Dieser Dienst ist die Schnittstelle zwischen Netz und Vista. Verwenden Sie den PC in keinem Netzwerk, kann der Dienst deaktiviert werden. Ansonsten wird der Dienst benötigt, da anderenfalls die Netzverbindungen verloren gehen.
Plug&Play Der Dienst ist für das automatische Erkennen neuer Hardware notwendig sowie für die Steuerung von Plug&Play-Geräten im laufenden Betrieb. Der Dienst wird nicht nur bei der Installation von neuer Hardware benötigt, sondern auch für den laufenden Betrieb. Sie sollten den Dienst nicht stoppen.
Programmkompatibilitäts-Assistent-Dienst Der Dienst unterstützt Anwendungen, die nicht unter Vista laufen würden, um bei der Kompatibilitäts-Überprüfung zu helfen. Setzen Sie keine älteren Programme mehr ein, können Sie den Dienst deaktivieren. In diesem Fall funktioniert allerdings der Programmkompatibilitäts-Assistent auch nicht mehr.
Remote-Prozedur-Aufruf (RPC) Der Dienst steuert die Kommunikation der verschiedenen Systemkomponenten über das RPC-Protokoll. Der Dienst muss auf jeden Fall gestartet bleiben, ansonsten läuft der PC nicht mehr stabil.
Shell-Hardware-Erkennung Der Dienst steuert die Autostart-Funktionen, wenn ein neuer Datenträger, etwa eine CD, in den PC eingelegt wird. Wollen Sie den automatischen Start von CDs verhindern oder benötigen Sie diese Funktion nicht, können Sie den Dienst deaktivieren.
Sicherheitscenter Das Sicherheitscenter überwacht auf dem PC, ob die Antivirus-Software funktioniert und aktuell ist. Auch die Firewall wird überwacht. Beim Sicherheitscenter handelt es sich aber nicht um einen systemkritischen Dienst, da die überwachten Applikationen auch ohne das Sicherheitscenter funktionieren. Sie können den Dienst deaktivieren, wenn Sie das Sicherheitscenter nicht regelmäßig zur Kontrolle der installierten Sicherheitssoftware verwenden. Auf PCs, die Mitglied einer Domäne sind, ist der Dienst sowieso deaktiviert.
Sicherheitskonto-Manager Der Dienst verwaltet die Sicherheitseinstellungen des angemeldeten Benutzerkontos für andere Systemdienste. Der Dienst gehört zum Sicherheitsmodell von Vista. Der Dienst muss gestartet bleiben.
Software-Lizenzierung Dieser Dienst ist für die Verwaltung, den Download und das Verifizieren von Zertifikaten für Lizenzen zuständig. Der Dienst wird unter anderem von Windows-Update benötigt. Verwenden Sie Windows-Update, sollten Sie den Dienst nicht umkonfigurieren. Verwenden Sie diese Funktion nicht, können Sie den Dienst deaktivieren.
Superfetch Vista merkt sich, mit welchen Programmen ein Benutzer zu unterschiedlichen Zeiten arbeitet, und lädt diese beim Starten automatisch in den Arbeitsspeicher. Sie können mit diesem Dienst experimentieren. Deaktivieren Sie ihn, wird diese Funktion nicht mehr verwendet, und der Speicherbedarf sinkt.
Windows Driver Fundation - Benutzermodus-Treiber-Framework Dieser Dienst verwaltet die Installation und Berechtigungen neuer Vista-Treiber. Der Dienst kann deaktiviert werden, wenn Sie mit Admin-Rechten arbeiten oder keine neuen Treiber installieren.
Windows-Update Dieser Dienst steuert das automatische Herunterladen und Installieren von Windows-Updates. Sie sollten diesen Dienst gestartet lassen, außer Sie wollen nicht, dass sich Ihr PC die Aktualisierung bei Microsoft herunterlädt.
Windows-Audio Wenn Sie den Dienst Windows-Audio deaktivieren, werden keine Sounds mehr wiedergegeben. Wollen Sie keine Systemklänge oder sonstige Audiosignale von Ihrem PC mehr hören, können Sie den Dienst deaktivieren.
Windows-Audio-Endpunkterstellung Der Dienst arbeitet eng mit Windows-Audio zusammen und verwaltet zusammen mit Windows-Audio die Soundausgabe auf dem PC. Wollen Sie Klänge unter Windows hören, muss dieser Dienst genauso wie Windows-Audio gestartet bleiben.
Windows-Bilderfassung Dieser Dienst unterstützt das Herunterladen von Bildern von Digitalkameras und Scannern. Setzen Sie keine Digitalkamera oder Scanner ein, können Sie diesen Dienst deaktivieren. Auch wenn die Kamera als normales Laufwerk dargestellt wird, benötigen Sie den Dienst nicht.
Windows-Defender Dieser Dienst steuert den Windows-Defender und dessen Echtzeitschutz. Verwenden Sie einen anderen Spywareschutz, können Sie den Dienst beenden. Achten Sie aber darauf, dass Sie anschließend im Sicherheitscenter die Benachrichtigung ausschalten, sonst werden Sie bei jedem Systemstart informiert, dass der PC gefährdet ist. Der Defender benötigt circa 20 MByte Arbeitsspeicher.
Windows-Ereignisprotokoll Der Dienst steuert die Protokollierung von Systemereignissen der Ereignisanzeige (Start/Ausführen/eventvwr.msc). Sie sollten den Dienst gestartet lassen, damit in der Ereignisanzeige weiterhin wichtige Meldungen protokolliert werden.
Windows-Firewall Dieser Dienst steuert die Vista-Firewall. Sie sollten diesen Dienst nur dann deaktivieren, wenn Sie eine andere Firewall einsetzen.
Windows-Suche Dieser Dienst ist für die neue und schnelle Suche von Vista zuständig und organisiert die Indexierung der Festplatte. Wollen Sie die neue Suche nicht verwenden oder belastet diese zu stark Ihr System, können Sie den Dienst deaktivieren.
Windows-Verwaltungsinstrumentation Die Windows-Verwaltungsinstrumentation (WMI) ist ein Kommunikationsdienst für die einzelnen Windows-Komponenten. Sie sollten den Dienst keinesfalls deaktivieren, weil Windows sonst nur noch eingeschränkt funktioniert.
Windows-Zeitgeber Der Dienst synchronisiert die Systemuhr mit einer Atomuhr im Internet. Sie können die Uhr auch manuell stellen und den Dienst deaktivieren, die Synchronisation mit einer Atomuhr ist aber genauer.

Vorsicht

Die von uns gegebenen Empfehlungen wurden zwar ausführlich getestet. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass auf einzelnen PCs mit speziellen Konfigurationen Probleme auftreten, wenn einzelne Dienste deaktiviert werden. Aus diesem Grund sollten nicht alle auf einmal, sondern ein Dienst nach dem anderen beendet und dann das System ein paar Tage lang beobachtet werden.

Dienstname Aufgabe des Dienstes Empfehlung
Anwendungserfahrung Manche Anwendungen, die nicht 100 Prozent kompatibel zu Windows Vista sind, verwenden diesen Dienst, um zum Beispiel die Aero-Effekte darzustellen. Deaktivieren Sie diesen Dienst und beobachten Sie Ihren PC, ob alle Anwendungen korrekt laufen. Setzen Sie keine Aero-Effekte ein, können Sie den Dienst sowieso deaktivieren.
Arbeitsstationsdienst Der Dienst wird benötigt, wenn Sie Drucker über das Netzwerk freigeben oder auf den PC über das Netzwerk zugreifen wollen. Greifen Sie auf Ihre PCs über das Netzwerk zu, sollten Sie den Dienst gestartet lassen. Setzen Sie kein Netzwerk ein, können Sie den Dienst deaktivieren.
Automatische WLAN-Konfiguration Dieser Dienst ist für die Verwaltung und Anbindung des PCs an Funknetzwerke (WLANs) zuständig. Setzen Sie kein WLAN ein, können Sie den Dienst deaktivieren.
Bluetooth-Unterstützungsdienst Dieser Dienst steuert die Bluetooth-Kommunikation des PCs. Setzen Sie auf dem PC kein Bluetooth ein, können Sie diesen Dienst deaktivieren. Benötigen Sie ihn trotzdem ab und zu, können Sie ihn immer noch manuell nachstarten.
CNG-Schlüsselisolation Der Dienst stellt eine Schlüsselprozess-Isolation für private Schlüssel und zugehörige Kryptografievorgänge bereit. Verwenden Sie keine Verschlüsselung und greift auch keine Ihrer Anwendungen auf den Dienst zu, können Sie ihn deaktivieren.
Computerbrowser Der Dienst verwaltet die Liste aller Computer in der Netzwerkumgebung. Setzen Sie Ihren PC nicht im Netzwerk ein, oder wird die Liste der Computer nicht benötigt, können Sie diesen Dienst deaktivieren.
DHCP-Client Dieser Dienst wird benötigt, um von einem DHCP (Dynamic Host Control Protocol) eine IP-Adresse zu erhalten und sich auf einem DNS-Server zu registrieren. Setzen Sie Ihren PC im Netzwerk ein und arbeiten Sie mit DHCP, also nicht mit statischen IP-Adressen, sollten Sie den Dienst gestartet lassen.
Diagnoserichtliniendienst Dieser Dienst überwacht die korrekte Installation von Anwendungen. Der Dienst nervt mehr, als er etwas bringt. Sie können ihn ohne Weiteres deaktivieren.
Diagnosesystemhost Dieser Dienst arbeitet ähnlich wie der Diagnoserichtliniendienst und hilft dem Anwender bei Problemen. Die meisten Anwender werden von den Meldefenstern des Dienstes genervt sein oder nie welche sehen. Der Dienst kann problemlos abgeschaltet werden.
DNS-Client Der DNS-Client ist in Windows-Domänen dafür zuständig, DNS-Informationen zwischenzuspeichern und sich auf den DNS-Servern im Unternehmen zu registrieren. In Heimnetzen oder auf PCs ohne Netzanbindung können Sie den Dienst deaktivieren. Eine DNS-Zwischenspeicherung ist in schnellen Netzen und DSL-Anbindungen nicht notwendig.
Enumeratordienst für tragbare Geräte Dieser Dienst koordiniert die Zusammenarbeit von MP3-Playern und anderen mobilen Endgeräten mit Vista und dem Windows Media Player. Nutzen Sie keine mobilen Endgeräte an Ihrem PC, können Sie den Dienst bedenkenlos deaktivieren.
Funktionssuchanbieter-Host Der Dienst wird zur Steuerung einzelner Vista-Funktionen verwendet, die per Plug&Play im Netz zur Verfügung stehen. Verwenden Sie nicht explizit die speziellen Vista-Funktionen, wie die Medienfreigabe im Netz, können Sie den Dienst deaktivieren.
Funktionssuche-Ressourcenveröffentlichung Bei diesem Dienst handelt es sich um den Gegenpart des Funktionssuchanbieter-Hosts. Benötigen Sie die Spielereien wie die Medienfreigabe nicht, können Sie diesen Dienst deaktivieren.
IIS-Verwaltungsdienst Dieser Dienst wird erst gestartet, wenn Sie die Webserver-Funktionalität unter Vista installieren. Mit dem IIS-Verwaltungsdienst wird die IIS-Metabase verwaltet. Sie können diesen Dienst deaktivieren, außer Sie betreiben auf dem PC eine Anwendung, die die Web-Komponente von Vista benötigt.
IKE- und AuthIP IPsec-Schlüsselerstellungsmodule Dieser Dienst wird benötigt, wenn Sie eine VPN-Verbindung zu Ihrem Unternehmen aufbauen, die auf einer besonderen Verschlüsselung beruht. Selbst wenn Sie ein VPN verwenden, sollten Sie den Dienst deaktivieren. Funktioniert die VPN-Verbindung danach nicht, können Sie den Dienst wieder starten.
IP-Hilfsdienst Dieser Dienst ist dafür zuständig, IPv6-Datenverkehr über IPv4-Netze zu versenden. Da derzeit die meisten Netze auf IPv4 beruhen, wird IPv6 nicht verwendet, außer Sie setzen nur Windows Server 2008 oder Vista ein. In den meisten Fällen kann der Dienst deaktiviert werden. Haben Sie anschließend Kommunikationsprobleme im Netz, starten Sie den Dienst wieder.
IPsec-Richtlinien-Agent Dieser Dienst unterstützt die Verschlüsselung des Datenverkehrs im Netz. Die wenigsten Unternehmen und kaum ein Privathaushalt konfiguriert einen verschlüsselten IP-Verkehr. Sie können den Dienst deaktivieren, wenn Sie den PC nicht im Netz betreiben bzw. keine IP-Security (IPSec) verwenden, was die wenigsten Firmen tun.
Jugendschutz Dieser Dienst steuert die Jugendschutz-Funktionalität von Vista. Wird dieser beendet, funktioniert der Jugendschutz nicht mehr. Haben Sie den Jugendschutz nicht konfiguriert, wird dieser Dienst ohnehin nicht gestartet.
KtmRm für Distributed Transaction Coordinator Der Dienst sorgt für Stabilität von verteilten Datenbanken in einem Netz. Die meisten PCs benötigen diesen Dienst nicht, da keine verteilten Datenbanken eingesetzt werden.
Netzwerklistendienst Der Dienst steuert die Anzeige und Definition der Netze, mit denen Ihr PC verbunden ist. PCs, die nicht mit einem Netz verbunden sind, können den Dienst deaktivieren. PCs, die eine Netzverbindung benötigen, verlieren diese nicht, wenn der Dienst deaktiviert wird.
Netzwerk-Verbindungen Dieser Dienst verwaltet die Netzverbindungen, die im Netzwerk- und Freigabecenter angezeigt werden. Der Dienst ist nur für die Anzeige der Verbindungen notwendig, nicht für die Konnektivität an sich. Sie können den Dienst deaktivieren, wenn der PC nicht im Netz hängt.
NLA (Network Location Awareness) Der Dienst sammelt Informationen über die angeschlossenen Netze und teilt diese Informationen den anderen Diensten mit. Nur PCs in einem Netz benötigen den Dienst.
Offline-Dateien Dieser Dienst steuert die Synchronisation von Verzeichnissen im Netz mit dem PC, meistens auf Notebooks. Sie können den Dienst deaktivieren, wenn Sie keine Offline-Dateien einsetzen. In den meisten Fällen wird der Dienst nicht benötigt.
ReadyBoost Mit Hilfe dieser neuen Vista-Funktion wird ein Teil der Auslagerungsdatei oder des Arbeitsspeichers auf einen USB-Stick ausgelagert. Damit Sie diese Funktion nutzen können, benötigen Sie zunächst einen zertifizierten USB-Stick.
Sekundäre Anmeldung Die sekundäre Anmeldung erlaubt es Administratoren, sich über ein Nicht-Administratorkonto anzumelden und Administratoraufgaben auszuführen. Verwenden Sie diese Funktionalität nicht, können Sie den Dienst ohne Weiteres beenden und deaktivieren.
Server Dieser Dienst stellt Datei- und Druckerfreigaben im Netz zur Verfügung und steuert deren Zugriff. Setzen Sie den PC in einem Netz ein, wird der Dienst benötigt, ansonsten können Sie ihn deaktivieren.
Sitzungs-Manager für Desktop-Fenster-Manager Dieser Dienst steuert die Aero-Effekte von Vista. Außerdem unterstützt dieser Dienst Anwendungen, die nicht Aero unterstützen. Der Dienst erscheint auch als Task DWM.EXE im Task-Manager. Wenn Sie diesen Dienst deaktivieren, sparen Sie Prozessorleistung und erheblich Arbeitsspeicher.
SSDP-Suche Dieser Dienst sucht im Netz mit dem Simple Service Discovery Protocol (SSDP) nach Geräten, die über Universal Plug & Play (UPnP) automatisch initialisiert werden. Der Dienst wird nur dann benötigt, wenn Sie Netzwerkgeräte wie die Xbox 360 an einen PC anbinden wollen.
Tablet PC-Eingabedienst Der Dienst steuert die Eingabe per Stift auf Tablet-PCs, die neben einer Tastatur auch Handschriften erkennen. Anwender, die keinen Tablet-PC einsetzen, können den Dienst deaktivieren.
TCP/IP-NetBIOS-Hilfsdienst Der Dienst ermöglicht die Namensauflösung in Windows-Netzen ohne Namensserver. Dazu wird die Funktion TCP/IP over NetBIOS verwendet. Der Dienst wird nur dann benötigt, wenn im Netz ältere PCs betrieben werden.
Telefonie Sie benötigen den Dienst, wenn Sie den Fax-Dienst verwenden oder auf dem PC Telefonprogramme oder andere Kommunikationstools verwenden, die über Modem oder ISDN funktionieren. Der Dienst kann in den allermeisten Fällen deaktiviert werden. Deaktivieren Sie diesen Dienst, müssen Sie auch den Dienst RAS-Verbindungsverwaltung deaktivieren.
Terminaldienste Ist dieser Dienst aktiviert, können Sie Anwender über den Remote Desktop auf den PC verbinden. Verwenden Sie den Remote Desktop nicht, können Sie den Dienst deaktivieren.
Überwachung verteilter Verknüpfungen (Client) Der Dienst ist für die Überwachung von Verknüpfungen auf NTFS-Laufwerken im Netzwerk zuständig. Der Dienst wird eigentlich nur für den beschriebenen Sonderfall benötigt und kann deaktiviert werden.
UPnP-Gerätehost Dieser Dienst arbeitet mit der SSDP-Suche (s.o.) zusammen. Der Dienst kann, genauso wie die SSDP-Suche, deaktiviert werden.
WebClient Der Dienst ermöglicht in verschiedenen Anwendungen, Internet-basierte Dateien zu erstellen, er ist nicht für den Internet-Zugriff des PCs zuständig. Verwenden Sie keine Webapplikationen, können Sie den Dienst ohne Weiteres beenden. Stellen Sie nach dem Beenden Probleme mit einzelnen Anwendungen fest, die den Webclient benötigen, starten Sie diesen einfach wieder.
Windows-Fehlerberichterstattungsdienst Dieser Dienst ermöglicht das Senden eines automatischen Berichtes an Microsoft, sobald Windows einen Fehler protokolliert. Da der Dienst keinen Nutzen für Anwender hat, können Sie ihn deaktivieren.
Windows-Prozessaktivierungsdienst Der Windows Prozessaktivierungsdienst (WAS) ist in der neuen Windows-Generation der Systembaustein, der für den IIS die Anwendungspools und Prozesse verwaltet. Setzen Sie auf dem PC keinen Webserver ein, der WAS unterstützt, also zum Beispiel den systemeigenen IIS 7, können Sie den Dienst deaktivieren.
WWW-Publishing-Dienst Bei diesem Dienst handelt es sich um den Webserver-Dienst von Vista. Der Dienst erscheint nur, wenn Sie diese Funktion installieren. Benötigen Sie die Webkomponente nicht mehr, deinstallieren Sie diese, oder Sie deaktivieren diesen Dienst, bis Sie die Komponente wieder benötigen.

 
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