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Windows Debugging-Tool

Fazit: So gut ist Windows wirklich

Das sind etwa geschützte Prozesse oder Codesignaturen für Kernel-Module. Einziger Nachteil mancher der Funktionen ist, dass diese Features sich aber oft nur für in dem 64-Bit-System einbauen lassen.

Doch Windows schleppt Altlasten mit sich rum. So ist es etwa auch unter Vista immer noch möglich, dass ein verkorkster Treiber das komplette System in den Abgrund reißt. Für Windows 7 ist deshalb geplant, mehr Treiber, etwa für USB-Geräte, in den User-Modus auszulagern und so das Betriebssystem stabiler zu machen.

Windows Debugging-Tools

Windows-Kernel unter der Lupe

© Jörg Knitter

Wer sich Prozesse, Threads und Handles genauer ansehen will, kann das mit dem kostenlosen Process Explorer tun.

Wer Windows so richtig unter die Haube schauen will, der braucht die Debugging-Tools von Microsoft. Es gibt getrennte Pakete für 32- und 64-Bit-Windows. Die wichtigste Funktion ist die Analyse des Speicherzustands bei einem Bluescreen. Mit den Debugging-Tools können Anwender so eine Analyse vornehmen. Starten Sie dazu das Programm WinDbg. Vorher müssen Sie aber die Symboldatei für Ihr Betriebssystem installieren, die Sie ebenfalls unter der angegebenen Adresse finden.

Download: microsoft.com

Prozessverwaltung ist eine der Hauptaufgaben von Betriebssystemen. Unter Windows können Sie mit dem Taskmanager aktive Prozesse anzeigen. Der kostenlose Process Explorer bietet mehr Funktionen, er zeigt etwa zugehörige Handles oder Abhängigkeiten zwischen den Prozessen an.

Download: download.sysinternals.com

Ausblick: Windows 7

Windows-Kernel unter der Lupe

© Jörg Knitter

Auch Windows 7 setzt auf die alte Basis und schreibt bei Systemfehlern ein Speicherabbild in eine Datei; diese kann später analysiert werden.

Der Nachfolger von Windows Vista heißt Windows 7 und soll schon nächstes Jahr fertig sein. Das ist zwar gut für alle, die sich mit Vista nicht anfreunden können, für eine Rundum- Erneuerung der Windows-Architektur ist das aber zu kurzfristig. Auch in Windows 7 stecken noch die Ideen aus der NT-Architektur.

Auch wenn die IT-Branche als sehr innovativ gilt, wenn es um Systemarchitekturen geht, dann ist das Vorgehen konservativ. Deshalb steckt auch in Windows 7 noch ganz viel von der betagten NT- Architektur. In der Praxis haben sich die Entwickler bei Microsoft an der Code-Basis von Vista bedient und diese weiterentwickelt. Dabei sind einige Features für den normalen Computer-Nutzer nicht spürbar. So unterstützt Windows 7 bis zu 256 CPUs bzw. Rechenkerne.

Diese Funktion kann man unter Zukunftsfähigkeit verbuchen. Interessanter ist da schon das aufpolierte Thread-Scheduling: Dabei gibt es bei Windows 7 nicht mehr nur die Zustände "Rechnen" und "Warten", sondern es gibt auch das so genannte "Pre-Waiting".

Dabei steht der Thread nicht komplett, sondern es werden nur einzelne Objekte gesperrt, auf deren Input der Thread wartet. Unter Volllast kann Windows 7 also insgesamt schneller arbeiten, weil die Threads beschleunigt werden. Auch am Boot-Prozess hat Microsoft geschraubt: So werden Plug-and-Play- Geräte in Zukunft verstärkt parallel initialisiert und Dienste nur bei Bedarf gestartet; so soll der Rechnerstart merklich schneller funktionieren. Außerdem verspricht Windows 7 eine längere Akkulaufzeit bei Notebooks.

Dafür soll eine Funktion namens Core Parking sorgen. Die Idee dahinter: Angenommen man arbeitet auf einer CPU mit vier Rechenkernen, die alle zu 20 Prozent ausgelastet sind. Dann ist es stromsparender, wenn alle Programme von einem Kern bedient werden, der dann zu 80 Prozent ausgelastet ist. Die restlichen drei Kerne legen sich schlafen.

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