Ratgeber: "Windows 8"

Windows 8 Final Preview - Das ist neu

Microsoft hat mit Windows 8 Final Preview, der letzten Vorversion vor dem Release im Herbst, Schwachstellen in der Bedienung beseitigt und unter der Oberfläche viel geändert - jetzt rollt endlich auch die Hardware-Flut. PC Magazin zeigt Ihnen alle Neuerungen bei Hard- und Software.

Windows 8 Final Preview - Das ist neu

© Hersteller/Archiv

Windows 8 Final Preview - Das ist neu

Nach der Kritik vieler Betatester an den Vorversionen Windows 8 Developer Preview und Windows 8 Consumer Preview hat Microsoft nun in der letzten Testversion vor der Final, der Windows 8 Release Preview, in der Bedienung einiges geändert. Der Spagat zwischen der für Tablets optimierten Touch-Oberfläche Metro und dem mit Maus und Tastatur zu bedienenden Desktop-PC bleibt jedoch.

Windows 8 soll schließlich auf allen Geräten laufen, und somit sowohl x86-als auch ARM-basierte Chip-Architekturen unterstützen: ein Betriebssystem für Tablets, Notebooks, PCs bis hin zu großen Screens. Unter der Haube hat Microsoft zudem noch die Performance verbessert und verspricht mehr Sicherheit als bei Windows 7.

Windows 7-Software soll mit Windows 8 kompatibel sein

Für viele Anwender wird das wichtigste Versprechen von Microsoft sein, dass Software, die unter Windows 7 läuft, auch mit Windows 8 funktionieren wird. Auch die meisten der vorhandenen Hardware-Geräte werden unter Windows 8 noch gute Arbeit leisten. Windows 8 benötigt weniger Performance als sein Vorgänger. Alle Codecs und die Arbeitsspeicherverwaltung wurden optimiert. Die Windows 8 Release Preview können Sie auf der Microsoft Homepage herunterladen .

Bildergalerie

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Der Explorer in Windows 8 wird das Multifunktionsband verwenden, das Anwender aus Microsoft Office schon kennen.

Neues Design: Das Metro-Startfenster

Die augenfälligste Änderung ist die Metro-Oberfläche, die unter Windows 8 den Namen Start trägt. Wer also - wie von Windows 7 gewohnt - auf dem Desktop links unten den Startbutton sucht, findet nur eine Miniaturansicht der Metrooberfläche, die sich mit einem Klick darauf öffnet. Sie bietet alles, was das Startmenü in zwei Zeilen geboten hat, in einem den gesamten Desktop ausfüllenden Fenster an.

Und noch mehr: Die Anwendungen und Services, Dokument- und Laufwerksverknüpfungen sowie die Systemaufrufe sind kachelförmig angeordnet. Jede Kachel ist jedoch auch eine Minianwendung des Programms, mit dem es verknüpft ist. So sieht man die letzte E-Mail, die letzte Nachricht, den aktuellen Termin, was bei Facebook passiert und die Fotodiaschau auf FlickR.

Die Suche wurde verbessert

Beginnt man zu tippen, öffnet sich ein Suchfenster. Darüber finden Sie dieselben Dinge, die Sie auch unter Windows 7 im Startfenster gesucht haben: Programme, Dateien, Systemeinstellungen. In Windows 8 müssen Sie jedoch zusätzlich noch auswählen, in welcher der drei Kategorien das Betriebssystem suchen soll.

In den ersten beiden Preview-Versionen poppte auch in der Desktop-Ansicht beim Tippen die Oberfläche Metro auf - dies hat Microsoft geändert. Wer auf dem Desktop gerade etwas machen möchte, will schließlich nicht jedes Mal, wenn der Fokus nicht auf dem richtigen Fenster lag, zu Metro hin und her springen.

Eine weitere Alternative ist die Verwendung von zwei Bildschirmen. Auf einem haben Sie das Metro-Startfenster geöffnet, auf dem anderen den Desktop. Zwei Bildschirme sind deshalb auch eine gute Möglichkeit, neben der Teilung der Oberfläche zwei Metro-Apps gleichzeitig zu nutzen.

"Nicht Dateien, sondern soziale Kontakte stehen im Mittelpunkt der Nutzung", lautet einer der Leitsätze von Microsoft für Windows 8. Deshalb gibt es für Apps, die nur unter Metro laufen, zusätzliche Funktionen, um die einzelnen Apps nicht verlassen zu müssen. Microsoft nennt sie Charme. Zur Auswahl stehen Suche, Teilen, Start, Geräte und Einstellungen. Mit Teilen etwa stellen Sie von einer App aus zum Beispiel Bilder ins soziale Netzwerk, ohne die App zu verlassen.

Erste Windows-8-Tablets gehen an den Start

Für die großen PC-Hersteller bietet Windows 8 die Chance, nicht nur neue Rechner vorzustellen, die etwas schneller und besser sind als ihre Vorgänger, sondern tatsächlich Geräte, die durch ihre Touch-Funktionalität anders sind und das lahmende PC-Geschäft wieder in Gang bringen. Allerdings müssen sich die etablierten Hersteller dabei einer neuen Konkurrenz stellen.

Denn Microsoft selbst bringt zwei 10-Zoll-Tablets auf den Markt, die unter dem Surface-Brand segeln: ein günstiges Modell mit Windows RT auf Nvidia-Tegra-3-Basis und eine Pro-Variante mit vollwertigem Windows 8, Stiftunterstützung und Intels Ivy-Bridge-Prozessor. Da Microsoft die Geräte nur in den eigenen Shops und bei ausgewählten Online-Händlern anbieten wird, bleibt noch genügend Raum für andere Windows-8-Hardware.

Asus etwa präsentierte jüngst auf der Computex-Messe in Taiwan gleich eine ganze Palette von Geräten. Am spektakulärsten davon ist sicher das Taichi. Im Deckel des Ivy-Bridge-Ultrabooks sitzt ein zweites IPS-Display mit Touchscreen, zugeklappt mutiert das Taichi damit zum Tablet. Für Anwendungen wie Präsentationen können auch beide Screens gleichzeitig verwendet werden.

Daneben zeigte Asus ein Zenbook mit einem Touchscreen und zwei Windows-Tablets mit abnehmbarer Tastatur: das Transformer Book mit Intel-Core-Prozessor und Windows 8 sowie ein ARM-Gerät mit Windows RT. Acer präsentierte das Touchscreen-Ultrabook S7, zwei für Windows 8 ausgelegte All-in-Ones und zwei Windows-8-Tablets. Das kleinere Iconia W510 (10,1 Zoll) kann mit einer Andocktastatur ähnlich dem Transformer ausgestattet werden, das 11,6-Zoll-Gerät Iconia W700 wartet mit einem Full-HD-Display auf. MSI zeigte ein Ultrabook mit Slider-Tastatur.

Windows 8 schneller denn je

Windows 8 startet deutlich schneller als sein Vorgänger, und zwar so schnell, dass ein Anwender keine Zeit hat, in die erweiterten Boot-Optionen zu gelangen. Wer jedoch die Umschaltaste gedrückt hält, wenn er auf Neustart drückt, gelangt sehr schnell in die Menüauswahl.

Außerdem hat Microsoft die Stabilität und die Sicherheitsmechanismen verbessert. Das Festplatten-Check-Tool Chkdsk etwa findet dadurch viel schneller Fehler im Speicher.

Windows 8 Upgrade-Angebot

Kunden, die einen neuen PC mit Windows 7 kaufen, können für 14,99 Euro auf Windows 8 Pro wechseln, sobald dieses in Deutschland verfügbar ist. Das Angebot gilt für Rechnerkäufe bis zum 31. Januar 2013 Einlösbar ist das Angebot bis zum 28. Februar 2013.

  • Nicht warten

Das Windows 8 Upgrade-Offer-Angebot gilt für PCs mit Windows 7 Home Basic, Home Premium, Professional oder Ultimate. Das Upgrade bietet außerdem einen 90-Tages-Support nach Aktivierung der Software. Der Sonderpreis ist auf maximal fünf Upgradeangebote pro Kunde beschränkt

Über Upgrade-Angebote für Altkunden hat Microsoft noch nichts verraten.

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